Bamberg
Kinder-Uni

100 Kinder am klügsten Ort der Stadt

An einer Universität arbeiten viele gescheite Leute. Was die alles arbeiten, erfahren Kinder bei einem Besuch der Hochschule.
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Hören, schreiben, verstehen - und ein wenig auf dem Tisch lümmeln - an der Kinderuni geht es durchaus spannend zu. Und manches erinnert halt auch ein wenig an die Schule.  Foto: Matthias Hoch
Hören, schreiben, verstehen - und ein wenig auf dem Tisch lümmeln - an der Kinderuni geht es durchaus spannend zu. Und manches erinnert halt auch ein wenig an die Schule. Foto: Matthias Hoch
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Eine Universität ist so ziemlich der klügste Ort der Stadt. Das liegt daran, dass dort viele Bücher sind und viele Erwachsene, die unterschiedliche Fächer lehren und lernen. Die Lehrenden nennt man Dozenten und die Lernenden Studenten. Am Samstag wollte die Universität nur mit Kindern unbedingt der spannenden Frage nachgehen, woher die uralte Brunnenfigur Gabelmann auf dem Bamberger Marktplatz eigentlich ihren Namen hat. Rund hundert Kinder kamen und mussten ihre Eltern draußen vor der Tür lassen. Die nämlich durften nicht mit rein.

Langweilig geht es an einer Universität nicht zu, denn es wird auch immer Forschung betrieben. Nicht jede Stadt hat eine Universität, Bamberg aber schon. Sie heißt Otto-Friedrich-Universität und hatte am Samstag für die Kinder Bambergs und der Umgebung die Türen geöffnet.

Das macht sie in regelmäßigen Abständen und verteilt an die Kinder dann richtige kleine Studentenausweise. Pünktlich um 11 Uhr ging es los. Da begannen die Kinder auf ein Zeichen mit den Fingern auf ihre Tische zu klopfen. Das machen Studenten nämlich so, wenn ihr Unterricht losgeht und so werden von ihnen auch die Dozenten begrüßt. Mit Sabine Vogt betrat sogar eine echte Professorin den Hörsaal. So heißt nämlich an Universitäten ein großer Unterrichtsraum. Sabine Vogt hatte einen Assistenten dabei, der hieß Johannes Zenk, und gemeinsam haben sich die beiden Gelehrten auch gut auf die vielen Kinder vorbereitet.

Die wollten nämlich wissen, wer der seltsame Gabelmann mit dem Spieß ist und Sabine Vogt und Johannes Zenk sollten ihnen das beantworten. Aber wer ist denn nun der Gabelmann? Jetzt wurde es spannend, denn die Kinder erfuhren, dass es sich bei ihm um einen griechischen Gott handelt.

Der heißt eigentlich Poseidon, ist für Wasser zuständig und tauchte sogar mal in dem berühmten Comic-Film mit Arielle auf. Verehrt wurde Poseidon vor weit mehr als 2000 Jahren. Auch die Römer haben Poseidon verehrt, nur nannten sie ihn Neptun. Das, was die Bamberger Gabel nennen, ist ein Dreizack, und wenn Poseidon oder Neptun wütend wird, dann taucht er seinen Dreizack ins Wasser, um es aufzuwühlen. So haben sich die Griechen und Römer vor 2000 Jahren Seebeben und Unwetter erklärt.

Die Kinder hörten gespannt zu, und viele von ihnen kannten sich in der Sagenwelt der Griechen und Römer schon gut aus. Aber sie staunten doch nicht schlecht, als sie erfuhren, was die Professorin und ihr Assistent noch so alles wussten. Die griechischen Götter und Göttinnen waren nämlich miteinander verwandt und nur die engsten Verwandten wohnten im Götterhimmel.

Sie hießen Zeus, Hera, Demeter, Poseidon oder Hermes. Eine von ihnen hieß Athene und nach ihr ist die Stadt Athen benannt. Im Bamberger Rosengarten findet man sie als Statuen versammelt. Nach einer Stunde war Schluss, die Kinderstudenten hatten ihre Blöcke voll geschrieben und viele Erkenntnisse gewonnen. Am Ende klopften sie wieder auf den Tisch. Das machen Studenten nämlich, wenn sie einen Dozenten verabschieden und eine Stunde gut fanden. Aber schon am nächsten Samstag öffnet die Universität für Kinder wieder ihre Türen. Die Eltern werden dann aber auch wieder draußen bleiben müssen.




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