Poppenroth
Kirche

Zum heiligen Berg der Franken

Beten, singen, wandern: Die Gläubigen aus Poppenroth ziehen wieder zum Kreuzberg. Über den Ursprung der Wallfahrt ist heute in Poppenroth nichts mehr bekannt.
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Die Wallfahrtsgruppe auf dem Rückweg vom Kreuzberg kurz vor Waldberg im Jahr 2012.  Foto: Lothar Metz
Die Wallfahrtsgruppe auf dem Rückweg vom Kreuzberg kurz vor Waldberg im Jahr 2012. Foto: Lothar Metz

"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar", lautet das Motto der diesjährigen Wallfahrt der Pfarrgemeinde Poppenroth. Inhalte der Wallfahrt werden neben Beten und Singen auch stille Momente sein, um sich vom Alltag zu lösen. Dafür sorgen diverse Meditationen und Lieder zum Wallfahrtsmotto. Die Tradition ihrer Vorfahren werden die Poppenrother am Wochenende vom Samstag, 7. September, bis Sonntag, 8. September, zum 275. Mal einlösen, so Wallfahrtsführer Lothar Metz.

Die Poppenrother Kreuzbergwallfahrt findet alljährlich nach Mariä Geburt statt. Über den Ursprung der Wallfahrt ist heute in Poppenroth nichts mehr bekannt. Man erzählt sich lediglich, dass die Wallfahrt zum Kreuzberg in Pestzeiten gelobt wurde. Damals machte man sich zur Auflage, dass sich von jeder Familie mindestens eine Person an der Prozession beteiligen muss.

In den Pfarreiunterlagen sind keine Aufzeichnungen vorhanden. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Poppenroth bis 1594 von der Pfarrei Bad Kissingen verwaltet wurde. Von da an gehörte sie als Filiale zu Stralsbach, bis sie ab 1794 eine selbstständige Pfarrei wurde.

1744 erstmals erwähnt

Die Wallfahrt von Poppenroth wird urkundlich zum ersten Mal im Kirchenführer des Klosters Kreuzberg im Jahre 1744 erwähnt. Der Anlass dieser Aufzeichnung war die große Zahl der damals ankommenden Wallfahrten. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alfons Schmitt legte 1982 ein Wallfahrtsbuch an, welches als Chronik für kommende Generationen dient.

Heute nehmen im Durchschnitt 80 bis 100 Wallfahrer an der alljährlichen Wallfahrt teil.

Vorbereitungen getroffen

Es sind alle Vorbereitungen getroffen, die Mannschaft ist startklar. Wer einmal in Gemeinschaft einer Wallfahrt sein möchte ist dazu eingeladen. Ob jung oder älter aus nah und fern, alle sind in Poppenroth willkommen, erklärt Wallfahrtsführer Lothar Metz. red

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