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Nüdlingen
Ortsgemeinschaft

Zum Fläär gehört auch der Sport

Beim Nüdlinger Fläär beweisen die Bürger, dass sie gerne zusammen feiern und sportlich aktiv sind. Am Samstag startete der Schnitthepper Run. Außerdem standen Kultur und Geselligkeit auf dem Programm.
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Gerade erst drei Jahre und schon eine Sportlerin: Stolz war Lena, als ihr Bürgermeister Günter Kiesel die Teilnehmer-Medaille für den Schnitthepper -Lauf überreichte. Fotos: Arthur Stollberger
Gerade erst drei Jahre und schon eine Sportlerin: Stolz war Lena, als ihr Bürgermeister Günter Kiesel die Teilnehmer-Medaille für den Schnitthepper -Lauf überreichte. Fotos: Arthur Stollberger
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Als es am Samstagmorgen dauerhaft regnete, war wenig Optimismus hinsichtlich eines erfolgreichen Fläär-Festes zu spüren. Hatte der Wettergott etwas gegen das Fest "Nüdlinger Fläär" einzuwenden, das zum zehnten Mal im Ortszentrum gefeiert werden sollte? Die Sorgen der Veranstalter legten sich schließlich und es wurde doch ein genussvoller Fläär-Samstag.

Als es am Nachmittag mit dem Schnitthepper Run seinen sportlichen Auftakt nahm, hatten sich die Regenwolken weitgehend verzogen und fröhliche Feststimmung war angesagt.
Wolfgang Wilm vom TSV Nüdlingen hatte den Schnitthepper Run mit seinem Team langfristig vorbereitet. Begeisterung lösten zwei Bambiniläufe aus, an denen zusammen etwa 80 Kinder teilnahmen. Begleitet waren diese von Vatis, Muttis oder den Großeltern, die das sportliche Event häufig mit ihren Kameras festhielten.
Für die Kleinen, wie die dreijährige Lena, war es ein stolzer Augenblick, als ihnen nach dem Rennen Bürgermeister Günter Kiesel ihre wohl erste Medaille umhängte.
Lothar Ganß aus Salz war mit 76 Jahren der älteste Läufer. Er, der sich seit Jahrzehnten dem Langlauf verschrieben hat und schon fünfzehnmal die Marathonstrecke bewältigt hat, äu-ßerte sich so: "Ich bin auf der Strecke von acht Kilometern gleichmäßig durchgelaufen. Meine Lieblingsstrecke war früher immer die 3000-Meter-Strecke." Erfreut zeigte er sich darüber, dass die jungen Sportler seine Leistung anerkennen und auf ihn zukommen.
Als besonders erfolgreiche Sportlerin erwies sich Ellen Enders aus Wechterswinkel, die die Frauen-Konkurrenz für sich entschied. Sämtliche Einzelergebnisse sind der Homepage des TSV Nüdlingen, Schnitthepper Run, zu entnehmen. Herausragend schnitten Läufer wie der Brückenauer Reinhard Vogler oder der Rannunger Werner Keller ab. Einen Beitrag zur läuferischen Motivation leisteten, wie im Vorjahr, die Trommlergruppe "Los Batteristas" und eine Damengruppe vom Nüdlinger Carneval Club (NCC).
Auf seine Einschätzung hinsichtlich des Erfolgs des Schnitthepper Runs angesprochen, zeigte sich Wolfgang Wilm im Blick auf die Gesamtzahl der etwa 170 Teilnehmer sehr zufrieden. Fast die Hälfte stellten allerdings die "Bambinis". Wolfgang Wilm: "Die Teilnehmerzahl bei den Schülerläufen lässt noch Wünsche offen."

Leckeres aus Frankreich

Neben dem sportlichen Akzent war auch die Kultur gut vertreten. Im Heimatmuseum konnten sich die Besucher über die Ortsgeschichte Nüdlingens informieren. Als Beitrag der Gemeindebücherei fand dort eine Lesung zum Thema "Götter, Helden und Magie" durch den Leiter Hubert Ziegler statt. Für die passende musikalische Umrahmung sorgten Gerriet Heuten und seine Tochter Sophia.
Ein besonderes Beispiel an Kreativität war beim Obst- und Gartenbauverein zu sehen. Seine Gestaltung einer Tapateria rief allgemeine Bewunderung hervor. Die angebotenen spanischen Leckerbissen weckten vielleicht die letzten Spanienurlaub-Erinnerungen.
Im deutsch-französischen Weindorf waren Gäste aus Nüdlingens Partnerstadt Saint Marcel engagiert. Sie verkauften französischen Rotwein aus Burgund und Käse aus der Normandie. Zu den französischen Köstlichkeiten kam das Angebot des Partnerschaftskomitees aus Nüdlingen: Weißweine aus Franken, das Getränk Hugo und Flammkuchen. Fröhliche Feierstimmung traf man allenthalben in der Ortsmitte an.Unter den Gästen sah man auch den Nüdlinger Ortspfarrer Dominik Kesina. Unterhaltsames steuerten am Samstagabend verschiedene Musikgruppen zum Nüdlinger Fläär bei: Da war die hervorragende Gruppe "Vollblech" neben der Kirche zu hören; die "Swinging Schnitthappys" sorgten im Kindergartenhof für fröhlche Stimmung und bis spät in die Nacht unterhielt die Band "Quaddro" die zahlreichen Gäste im Bereich der Feuerwehr.
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