Bad Kissingen
Staatsbad

Zentrale Rolle für das Bad Kissinger Heilwasser

Die Staatsbad GmbH möchte die Bad Kissinger Quellen wieder mehr in den Vordergrund rücken. Ein Sondermagazin und ein neuer Flyer sollen mit dazu beitragen. Die Service der Brunnendamen steht nicht in Frage.
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Die Brunnendamen wie Erika Schneider haben eine gesicherte Zukunft.  Fotos: Thomas Mäuser
Die Brunnendamen wie Erika Schneider haben eine gesicherte Zukunft. Fotos: Thomas Mäuser
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Bad Kissingen verfügt mit seinen sieben Heilquellen über ganz besondere Ressourcen, auf die manch anderer Kurort neidisch sein könnte. Und diese natürlichen Heilmittel will die Staatsbad GmbH wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Das passt laut Kurdirektor Frank Oette auch gut zum neuen Slogan der Kurstadt: "Entdecke die Zeit."

Um das Thema Zeit und die Heilquellen wird sich zum Beispiel ein Sondermagazin drehen, das die Staatsbad GmbH zusammen mit der Stadt herausgibt und das demnächst in einer auflage von 40 000 Exemplaren erscheinen wird (wir berichteten). Es wird allen Haushalten der Kernstadt zugestellt, aber auch per Mailing an die potenziellen Gäste gebracht. "Für die Heilquellen, besonders für die Trinkkur sollte man sich Zeit nehmen", sagt Oette und verweist auf die Empfehlungen der Badeärzte, denen Oette ohnehin eine hohe Bedeutung beimisst.


Kompetente Ansprechpartner

"Wir möchten die Rituale des Brunnentrinkens wiederbeleben und erneuern", fährt Kurdirektor Frank Oette fort und verweist in diesem Zusamenhang auch auf die Brunnendamen, die als kompetente Ansprechpartner direkt am Gast nicht in Frage stehen.

Zusätzlich sind neue Flyer mit Trink-Empfehlungen in Arbeit, die auch künftig nicht nur in deutscher, sondern auch in russischer und englischer Sprache erscheinen sollen. "Damit werden wir auch die Vermieter versorgen", ergänzt Hanna Heusinger von der Staatsbad GmbH: "Außerdem sind wir dabei, für 2016 neue Erlebnisführungen zum Thema Heilwasser auszuarbeiten, dabei wird auch das Gradierwerk eine Rolle spielen."

Gastgeber ins Boot holen

Der Staatsbad GmbH ist klar, dass sie die Pläne zur Forcierung des Brunnentrinkens nicht allein
e umsetzen kann. Gefragt ist das Zusammenspiel mit den Gastgebern. Und die scheint im Bereich der Hotellerie zu funktionieren. So verweist Oette auf Anfragen von Beherbergungsbetrieben, die sich einen Anschluss an das Heilwassernetz wünschen. "Wir werden versuche, das zu realisieren", sagt der Kurdirektor. Er spricht von Kooperationsgesprächen, die gerade mit der KissSalis-Therme schon sehr intensiv verlaufen.


Gesundheitliche Aspekte

"Wir hatten den Trend zur Wellness, ich glaube, dass der Gesundheitsaspekt wieder mehr in der Vordergrund rückt", betont Oette. Man werde deshalb auch mit den Bad Kissinger Kliniken reden, um sie dazu zu bewegen, das Heilwasser mit in ihr Angebot zu integrieren.

Schon länger denkt man bei der Staatsbad GmbH auch über die Einführung einer speziellen Heilwasser-Flasche nach, die an Gäste ausgegeben werden soll. Diese Flasche könnten die Gäste direkt an der Quelle selbst auffüllen und zum Beispiel auf Wanderungen und Radtouren oder auch aufs Zimmer mitnehmen.

Und auch das Kurhausbad soll weiter eine Rolle spielen. Dieses Thema ruht laut Oette im Moment allerdings, da die Entscheidung aus München, was mit dem Steigen berger-Gelände passiert, noch aussteht. So könnte es ja sein, dass ein Investor das Badehaus in ein Hotel integrieren möchte. Sollte das nicht der Fall sein, könnte sich Oette unter anderem eine Schau-Abfüllung von Heilwasser in dem historischen Gebäude vorstellen.

Mit der Betonung des Themas Heilwasser möchten Staatsbad GmbH und Stadt auch neues und durchaus jüngeres Klientel ansprechen. "Wir wollen den Gästen sagen: Fliegt nicht irgendwohin, ihr habt alles in unmittelbarer Nähe."


Die natürlichen Heilmittel Bad Kissingens



Septett Bad Kissingen hat sieben Heilquellen. Es sind die Trinkquellen Rakoczy, Pandur und Maxwasser sowie die Badequellen Runder Brunnen, Schönbornsprudel und Luitpoldsprudel neu. Der 7. im Bunde ist der Luitpoldsprudel alt, der sich sowohl für Trink- als auch für Badezwecke eignet.

Indikationen Die Kissinger Quellen helfen unter anderem bei organischen und funktionellen Störungen des Herzens und der Gefäße, bei Stoffwechsel- und Frauenkrankheiten, bei chronischen Katarrhen des Rachens und der Verdauungsorgane, bei Erkrankungen des Nervensystems und der Harnorgane, bei Störungen des Bewegungsapparates und bei Krankheiten, die auf nervösen Einflüssen beruhen. Das hat so schon der ärztliche Bezirksverein Bad Kissingen im Kurgastführer von 1913 festgehalten.

Ausschank Als Beraterinnen stehen dem Gast die Brunnendamen zu Seite. Bei Bedarf entgasen sie das Wasser, sorgen für die gewünschte Temperatur und schenken auch das Kissinger Bitterwasser aus. Brunnenzeiten sind werktags von 7 bis 9 und von 16 bis 18 Uhr, sonn- und feiertags von 7 bis 9 Uh

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