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Zahlbach
Fasching

Zahlbach: Der ideale Fleck in der Welt

Die Sängervereinigung stellte den "Frängischen Breggsi(t)d" in den Vordergrund. König Waldemar dankt ab, aber die Rettung naht.
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Der Frauenchor durfte erst nach einer Zugabe - und zwar als Witwen - von der Bühne.  Foto: Marion Ekcert
Der Frauenchor durfte erst nach einer Zugabe - und zwar als Witwen - von der Bühne. Foto: Marion Ekcert
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Der "Frängische Breggsi(t)d" stand beim Fasching der Sängervereinigung Burkardroth im Schützenhaus in Zahlbach im Vordergrund. Aufsehen erregte gleich zu Beginn der Sitzung der zehnjährige Moderator Jonas , der wie schon im vorigen Jahr souverän, frech und spritzig mit seinem Vater Thomas Höchemer durch das Programm führte. Er erklärte Zahlbach und die Burkedröder Fosenochtssitzung kurzerhand zur Freihandelszone. Doch es könne künftig zu Problemen kommen, da König Waldemar ja in Kürze abdanke.

Untätig seien die Zahlbacher und Burkedröder aber keineswegs gewesen. Sie haben sich in der Welt nach Ersatz umgeschaut und sind auf der Insel fündig geworden. Aus Großbritannien war die Queen höchstpersönlich nach Zahlbach gekommen und zog zu den Klängen der Nationalhymne ein. Thomas Höchemer verkörperte die Queen, die Zahlbach als idealen Fleck auf der ganzen Welt bezeichnete, denn sie wäre ja zu gerne in der EU geblieben.

Zwei Neulinge

Zum "Frängische Breggsi(t)d" gehörte in Zahlbach auch, dass Freunde von außerhalb eingeladen wurden. So macht die Garde aus Stangenroth den Auftakt mit einem flotten Tanz im feschen Gardekostüm. Für sie war es in  Zahlbach ein Warm-up, da sie sogleich nach dem Auftritt zurück in die Heimat mussten, um dort bei ihrer eigenen Faschingsveranstaltung präsent zu sein.

Zwei Neulinge auf der Bühne waren Kilian Rottenberger und Felix Purretat, die sich mit aneinandergereihten Witzen präsentierten. "Was interessiert die Weltpolitik, wenn im eigenen Dorf was passiert", leiteten sie über auf Fragen wie wer neu gebaut hat, und wo es das beste Bier gibt.

Jonas Höchemer war als Premierminister seiner Queen ein gern gesehener Auftritt. Doch dann waren endlich die Damen der Sängervereinigung, der Frauenchor "After Eight" dran. Es gab Livemusik und Gesang. Stilvoll kamen die Damen auf die Bühne, mussten jedoch  erstmal ihr Leid klagen. "In jeder Frau steckt ein Stück Hefe, das Luder tut so, als ob sie schliefe. In jedem Lebenslauf geht sie irgendwann auf."

Schwarze Witwen

Gesanglich und schauspielerisch erreichten die Frauen ihr Publikum, das herzlich lachte und applaudierte. Eine Zugabe musste hier natürlich her. Als schwarze Witwen traten die Frauen nach einem schnellen Kostümwechsel auf. "Und plötzlich sind wir wieder zu haben, doch wer unsere ollen Männer kannte, weiß, das ist kein Grund zum Traurigsein." Dass diese Witwen nicht ohne sind, das ging aus dem weiteren Verlauf hervor. Sie haben sich ihrer ewigen Schützenhaussitzer und Fremdgeher kurzerhand entledigt - und trotzdem gehe die Männersuche nun wieder von vorne los. "Doch so schnell brauchen wir die Lippen nicht zu spitzen, weil einige noch sitzen." Die Frauen hatten die Lacher an diesem Abend eindeutig auf ihrer Seite.

Als Tanzmariechen begeisterte Hannah Rottenberger. Flink und gekonnt sprang sie über die Bühne, schlug Rad und tanzte voller Begeisterung als Piratenmädchen. Es war ein toller und mutiger Beitrag, sehr gut einstudiert. Der Applaus galt auch der Trainerin Carmen Rottenberger.

Dem stand auch Tanzmariechen Carolin Mock aus Aura in keiner Weise nach. Sie begeistere mit ihrem Solotanz ebenfalls das Publikum. Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Sängervereinigung zum "Frängischen Brexit" und dem Dorfgeschehen, dem sogleich der "Englische Brexit" in Form eines Tanzes mit "Birgids Jüngern" folgte.

Bevor der Abend zu Ende ging, gab es einen heiteren Sketch der beiden Urlauberinnen Katrin Frank und Verena Rottenberger und einen galaktischen Tanz der Showtanzgruppe "Ilumina".

Noch eine Vorstellung

Wer das Programm auch sehen möchte, hat dazu am Samstag, 22. Februar im Schützenhaus Zahlbach Gelegenheit. Beginn ist um 19.30 Uhr

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