Veranstaltung

Wollbacher Kirmes geht in die 46. Runde

Laute Gitarren und treibende Rhythmen am Abend als Kontrast zur Blasmusik am Tag: Auf der diesjährigen Kirmes in Wollbach wird es rockig.
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Ausgepowert vor der tobenden Menge: Ac ( c ) oustic Jam. Philip Kleinheinz
Ausgepowert vor der tobenden Menge: Ac ( c ) oustic Jam. Philip Kleinheinz
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Eine echte Tradition im Rhöner Veranstaltungskalender stellt die Wollbacher Kirmes dar. Diese findet heuer zum 46. Mal statt. In diesem Jahr halten die Männer und Frauen des TSV Wollbach das Fest ab, dessen Mittelpunkt der am Samstag , 1. September, aufgestellte geschmückte Planbaum ist. Dazu unterhält die Musikkapelle aus Frauenroth.

Doch nicht nur Fans von alten Bräuchen kommen bei der Kirmes auf ihre Kosten: Auch kulinarisch wird einiges geboten, sei es das Kirmesessen am Sonntag, 2. September, bei dem unter anderem Wild aus der Region auf den Teller kommt, oder der traditionelle Rhöner Plootz. Fest verwurzelt in der Kirmestradition ist seit vielen Jahren das Kesselfleischessen am Montag, 3. September. Tagsüber bespielen unterschiedliche Blasmusikkapellen das Festzelt.

Rockmusik der letzten 30 Jahre

Am Abend wird es rockig: "Musikalisch konnte der TSV Wollbach das Beste, was momentan in der Bandszene geboten wird, an Land ziehen", teilt Frank Schlereth, einer der Hauptorganisatoren mit. Am Freitagabend wird die 2012 gegründete Rhöner Band Ac ( c )oustic Jam die Feiernden begeistern. Auch wenn es der Name anders ankündigt, sind die sechs Bandmitglieder durchaus laut unterwegs.

"Ursprünglich haben wir viele Akustik-Gigs gespielt, aber irgendwann sind dann doch unsere Wurzeln aus uns herausgebrochen", erklärt Sänger Alex Koch. Ihren musikalischen Hintergrund sieht die Band vor allem in der Rockmusik der letzten 30 Jahre. "Wir waren unter dem Namen Ac ( c ) oustic Jam dann schon zu bekannt und wollten nicht mit einem neuen Namen bei Null anfangen, also haben wir uns dazu entschieden uns ein neues Programm zu zulegen: Rock of Ages". Damit hat die Coverrockband durchaus Erfolg: "Es wurden dann immer mehr Auftritte, wir haben gesehen, dass sowohl die ältere Generation, als auch die jüngere "Dont stop believin' hören wollen und darauf feiern möchten", blickt Schlagzeuger Daniel Kleinheinz aus Wildflecken zurück. "Die Leute stehen immer noch auf echte handgemachte Musik", fügt Keyboarder Toni Will an, der als jüngstes Mitglied 2014 dazustieß.

Hochkarätige Besetzung

Das Prädikat "handgemacht" ist der Band wichtig, was sich im musikalischen Werdegang der Mitglieder widerspiegelt: Daniel Kleinheinz lernte große Teile seines Schlagzeugspiels von einem echten Rhöner Virtuosen: "Doobie" J. Fechter, der Ex-Drummer der deutschen Hardrock-Band Scorpions. Geschicklichkeit auf dem Griffbrett liegt Gitarristen Tobias Reh am Herzen, zu seinen spielerischen Vorbildern zählt beispielsweise der Guns N Roses Gitarrist Slash, dessen Spielweisen Reh in seine Gitarrensoli mit einbaut. Auch Rockröhre Melli Skinner-Herzog ist keine Unbekannte, tourte sie doch vorher mit der Kultband "Rhöner Bluat" durch die Region.

Ihre Bühnenerfahrung hat sich schon in kritischen Momenten gezeigt: "Einmal haben 30 Zuschauer unsere Bühne gestürmt. Da hat alles gewackelt. Aber wir haben weitergespielt", denkt Kleinheinz an einen Auftritt beim Brauhausfest in Oberstreu zurück. Für die Band startet mit dem Auftritt in Wollbach die diesjährige Kirmessaison: Weitere Stationen sind Oberkalbach und Motten.

Doch nicht nur für den Freitagabend ist es dem TSV gelungen, einen guten Live-Act zu organisieren: Am Samstag tritt die Band Bayernmän auf, die vom Münchner Oktoberfest bekannt ist. 2016 erhielt die Gruppe für ihre Bühnenperformance den Preis "Beste Party-Band Deutschlands". Für das nordbayrische Sextett ist die Wollbacher Kirmes vertrautes Terrain, sind sie doch bereits 2016 dort schon aufgetreten. Mit ihrem Programm voller Ohrwürmer wollen sie das Festzelt auch 2018 wieder zum Beben bringen.

250 Helfer sind in etwa während des Kirmeswochenendes beschäftigt.

800 Quadratmeter hat das Festzelt der Wollbacher Kirmes.

Das Programm der Wollbacher Kirmes:

Ein Besuch auf der "Wöllbicher Kirmes" lohnt sich immer, denn sie zählt zu den größten und schönsten Kirmesveranstaltungen. In diesem Jahr präsentieren die Männer und Frauen des TSV Wollbach das Fest, bei dem ein prächtig geschmückter Plobaum im Mittelpunkt steht.

Vom 31. August bis zum 3. September darf bei Musik und gutem Essen gefeiert werden. In diesem Jahr wird das Essen aus eigener Küche serviert, die Fleisch- und Wurstwaren hierfür stammen ausschließlich von örtlichen und regionalen Metzgern. Auf den Tellern liegen dann unter anderem die "Original Wöllbicher Krogge".

Traditionelle Bräuche

Am Samstag wird um 18.30 Uhr der Plobaum eingeholt und nach traditioneller Art mit reiner Manneskraft aufgestellt. Dazu unterhält die Musikkapelle aus Frauenroth die Anwesenden. Ein besonderes Schmankerl bietet am Sonntagmittag ab 11.30 Uhr das Kirmesessen: Wildschweingulasch von heimischen Tieren, zerlegt von einem ansässigen Metzger, Schweinebraten und anderes wird es geben.

Dem schließt sich ab 15 Uhr der legendäre Rhöner Plootz an. Hierzu spielt die Bläservereinigung Burkardroth auf. Auch danach steht noch Blasmusik auf dem Programm Zünftige Blasmusik spielen ab 17 Uhr die "Rhöner Rucksackmusikanten". Am Montag, 3. September gibt es frisches "Kesselflääsch", so will es die Tradition bei der Wöllbicher Kirmes. Dazu unterhält der Musikverein Stangenroth die Kirmesbesucher.

Für die etwas ältere Generation wird am Montag bereits ab 14.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen ein geselliges Seniorentreffen im Festzelt sein. Die Veranstalter halten sich streng an die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes. Für Jugendliche unter 16 Jahre ist der Einlass nur mit einem Erziehungsberechtigten erlaubt.

Aufsichtsübertragung

Ab 24 Uhr benötigen Jugendlichen unter 18 Jahren eine Begleitperson, die mindestens 18 Jahre sein muss. Für die hierzu benötigte Erziehungsbeauftragung werden nur die Vordrucke akzeptiert, die auf der Homepage bzw. auf der Facebookseite des TSV Wollbach zu finden sind. Am Freitag und Samstag verlieren beim Verlassen des Festgeländes die Eintrittsbänder ihre Gültigkeit. Für die Sicherheit am Festgelände sorgt ein Sicherheitsdienst. Auf alle Kinder wartet ein Karussell am Festgelände.



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