Hammelburg
Jubiläum

Witzig, hintersinnig und kurios

spectaculum feierte auf der Schlossbühne sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Das Ensemble zeigte in Miniatur-Dramen Einblicke in die menschliche Psyche.
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Komik pur: Elisabeth Lamprecht und Christian Fenn, in einem der vielen Miniatur-Dramen, die spectaculum zum 30-jährigen Bühnenjubiläum zeigte. Foto: Peter Klopf
Komik pur: Elisabeth Lamprecht und Christian Fenn, in einem der vielen Miniatur-Dramen, die spectaculum zum 30-jährigen Bühnenjubiläum zeigte. Foto: Peter Klopf
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Seit 30 Jahren ist das Theaterensemble "spectaculum" ein wichtiger Kulturträger in der Saalestadt. Das sich über die Jahre stets verändernde Ensemble zeigte in jahrzehntelanger erfolgreicher literarischer Theaterarbeit mit Schlossfestspielen, Straßentheater, Kammerspielen, szenischen Lesungen und vielem mehr ein äußerst vielfältiges Theaterrepertoire - immer mit Begeisterung für anspruchsvolle Literatur aus allen Jahrhunderten. Als Dank für alle Helfer und Unterstützer, feierte der Theaterverein auf der Schlossbühne von Schloss Saaleck im Kreise von Mitgliedern, geladenen Gästen und Gönnern sein 30-jähriges Bühnenjubiläum.

Schon der Eingang zur Bühne zeigte die Vielfalt der anspruchsvollen Stücke, auf welche die aufgereihten alten Theaterplakate der Truppe hinwiesen. Bürgermeister Armin Warmuth erklärte es sei ihm wichtig gewesen, hier zu sein um seinen Respekt zu zeigen. "Keiner konnte die Entwicklung von "spectaculum" voraus sehen. Nach kleinen Anfängen entwickelte sich eine Dynamik, die das Ensemble weit über die Stadt hinaus als renommierte Theatergruppe bekannt machte. Sie zeigen als Laienspiel Theater auf höchstem Niveau."

Der Vorsitzende des Vereines Werner Althoff erläuterte bei seiner Ansprache, dass die 30 Jahre für die Truppe, wie im richtigen Leben, ein stetiges bergauf und bergab waren. Stolz sei er auf sein Ensemble: "Wir spielen immer anspruchsvolle Stücke und keine Einakter oder Bauerntheater." Das mache "spectaculum" so einzigartig.

Neben dem Stehempfang und Festmahl rundete ein witziges Bühnenprogamm mit Miniatur-Dramen moderner Autoren den Abend ab. Das Ensemble gewährte Blicke in die menschliche Psyche. Brillant von den Regisseuren Claudia Albrecht und Werner Bergmann in Szene gesetzt, zeigten die Künstler witziges, hintersinniges und kurioses Theater auf allerhöchstem Niveau. Kein leichtes Unterfangen, denn nicht alle Mimen wirkten auf einmal mit, sondern einzeln oder als kleine Gruppe mit. 17 unterschiedliche Ministücke unter dem Motto "Eine Zigarre ist manchmal eine Zigarre" mussten unter einen Hut gebracht werden. Doch das klappte wunderbar. Wie ein Uhrwerk lief alles perfekt ab. Sogar der schnelle Wechsel der Bühnenrequisiten war für die Zuschauer eine Augenweide. Claudia Albrecht moderierte sehr charmant und mit großem schauspielerischem Talent, mit prosaischen, lyrischen oder poetischen Texten von einem Stück zum anderen über. Was besonders begeisterte - alle Darsteller waren mit sehr viel Herzblut und Engagement dabei. Diese positive Grundstimmung übertrug sich auch auf die Zuschauer. Gerade diese emotionale Mischung machte den Abend so mitreißend. Die Gäste waren begeistert, was auch der riesengroße Applaus bezeugte.

Die wechselvolle überaus interessante Geschichte von "spectaculum" und der Schlossbühne kann man auf der Homepage nachlesen.

Das Ensemble: Wolfgang Althoff, Sandra Eichelbrönner-Fickert, Stephania Eideloth, Sebastian Fickert, Simone Knüttel, Torsten Korff, Elisabeth Lamprecht, Dieter Moschinsky, Anne Rauschmann, Birgit Schreiber, Christian Fenn, Joachim Sammüller, Corinna Utermöhlen, Markus Schneider, Lidija Macek, Melvin Beck und Claudia Albrecht

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