Bad Kissingen
Landtagswahl

Weniger Einbrüche im Landkreis Bad Kissingen

Hoher Besuch in der Bad Kissinger Polizeiinspektion: Justizminister Winfried Bausback im Gespräch mit den Beamten
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Landrat Thomas Bold, Vize-Amtsgerichts-Direktor Hubertus Petrik, Polizeipräsident  Gerhard Kallert, Alfons Hausmann (PI Hammelburg),  Minister  Winfried Bausback, Stefan Haschke (PI Bad Kissingen), Sandro Kirchner, Steffen Hörtler, Herbert Markert (PI  Bad Brückenau) . Foto: Martina Lutz
Landrat Thomas Bold, Vize-Amtsgerichts-Direktor Hubertus Petrik, Polizeipräsident Gerhard Kallert, Alfons Hausmann (PI Hammelburg), Minister Winfried Bausback, Stefan Haschke (PI Bad Kissingen), Sandro Kirchner, Steffen Hörtler, Herbert Markert (PI Bad Brückenau) . Foto: Martina Lutz
Auf Einladung von Landtagsabgeordnetem Sandro Kirchner besuchte der Bayerische Justizminister Winfried Bausback die Polizeidienstelle in Bad Kissingen. "Der enge Austausch zwischen Polizei, Justiz und Politik ist äußerst wichtig. Gerade hier im ländlichen Raum begegnen uns in den verschiedensten Bereichen Herausforderungen, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind", erklärt Sandro Kirchner die Intension des Besuchs.

Neben Bausback und Kirchner trafen sich Landrat Thomas Bold, Landtagskandidat Steffen Hörtler, die Dienststellenleiter der drei Polizeiinspektionen im Landkreis Bad Kissingen, Stefan Haschke, Bad Kissingen, Herbert Markert, Bad Brückenau, Alfons Hausmann, Hammelburg mit dem stellvertretenden Direktor des Amtsgerichts Bad Kissingen Richter Hubertus Petrik und dem Polizeipräsident von Unterfranken Gerhard Kallert zu einem intensiven Austausch.
"Grundsätzlich hat sich die Zahl der Straftaten im langfristigen Vergleich im Landkreis Bad Kissingen erheblich verringert, wobei immer noch rund 70 Prozent aller Fälle aufgeklärt werden", erklärt Polizeipräsident Gerhard Kallert. Das zeige, dass die Polizeiinspektionen in der Region gut aufgestellt seien. Sowohl der stellvertretende Direktor des Amtsgerichts Bad Kissingen Richter Hubertus Petrik als auch die Vertreter der örtlichen Polizeidienststellen betonten, dass die Zusammenarbeit zwischen Justiz und Polizei für eine erfolgreiche Arbeit sehr wichtig sei und auch hier in der Region sehr gut funktioniere.

Staatsminister Bausback erkundigte sich nach den Erfahrungen nach der Gesetzesänderung zum Wohnungseinbruchdiebstahl. "Wir stellen einen deutlichen Rückgang dieser schweren Einbrüche hier in der Region fest", erläutert Stefan Haschke. Die Kriminalstatistik 2017 sagt dazu: Im Landkreis Bad Kissingen hat es 2016 29 Wohnungseinbrüche gegeben, 2017 waren es 22. In ganz Unterfranken waren es 504 (2016) und 433 (2017).

Die großen Herausforderungen in der Region lägen im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen. Vermisstenmeldungen oder Einsätze wegen Eigen- oder Fremdgefährdung gehören hier zur Tagesordnung. Auch das Thema Cyber-Kriminalität spiele in Bad Kissingen eine große Rolle. Von sogenannten Enkeltrickbetrügern bis zur Fälschung von Email-Signaturen von Vereinen, um diese so zur Zahlungen von Geldern zu bewegen. "Wichtig ist es, dass jeder Vorfall der Polizei gemeldet wird. Denn nur so können wir uns der Angelegenheit annehmen und Ermittlungen einleiten", machte Kallert deutlich.

Bausback bedankte sich bei den Anwesenden für das intensive Gespräch: "Es ist mir sehr wichtig diesen engen Kontakt zu halten und auch weiterhin zu pflegen. Um zu prüfen, wie sich Gesetzesentscheidungen auswirken, brauchen wir diesen persönlichen Austausch. Ich habe diese Punkte mitgenommen und werde sie bei den nächsten Sitzungen im Landtag und der Justizministerkonferenz der Länder einbringen."


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