Hammelburg

Weltladen macht Stadt zur "Fair-Trade-Town"

Seit zehn Jahren gehört der Weltladen mit seinen Öko-, Bio- und Fair-Trade-Produkten ins Stadtbild. Ohne das bunt dekorierte Geschäft wäre die Bahnhofstraße ärmer.
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Das Team des Lebenswelt-Vereins: Monika Mützel, Brigitte Ruppert, Rita Scholl und Gaby Ordelheide. Foto: Winfried Ehling
Das Team des Lebenswelt-Vereins: Monika Mützel, Brigitte Ruppert, Rita Scholl und Gaby Ordelheide. Foto: Winfried Ehling
Immer auf eine abwechslungsreiche Gestaltung ihres Angebots bedacht, gab sich das ehrenamtliche Team auch im vergangenen Jahr große Mühe, das Sortiment zu erweitern. Bei Pfarrfesten, Kleideraktionen, Vorträgen und Schulbesuchen warb der Lebenswelt-Verein für seine Produkte, wie Vorsitzende Monika Mützel in der Mitgliederversammlung informierte.
Mützel will Hammelburg in eine "Fair-Trade-Town" verwandeln. Schulen, Cafés und Restaurants sollten künftig auch Fair-Trade-Produkte anbieten. Kooperationen mit anderen Vereinen wären wünschenswert. Die Vorsitzende empfahl, die Flüchtlinge in den Laden einzubeziehen. Zudem strebt sie einen Dialog mit Gruppen aus dem kirchlichen Bereich an. Die Bildung von Netzwerken hat bereits mit der "verstrickten Welt" begonnen. Frauen stricken mit Wolle aus dem Weltladen Schals, die später zu Decken verarbeitet werden. Zuvor will der Verein den Marktbrunnen beim Michaelsmarkt "warm einpacken".
Spenden bekommen in diesem Jahr die evangelische Kirchengemeinde für ihr Straßenkinderprojekt in Nairobi und Stadtpfarrer Christian Müssig für ein bolivianisches Kinderhospital.
Geschäftsführerin Gaby Ordelheide erklärte das Sortiment, zu dem auch Artikel der Lebenshilfe-Werkstätten gehören. Eine optimierte Software ermögliche inzwischen ein besseres Angebot. Den Kassenbericht legte Rita Scholl vor: Demnach verfügt der Lebenswelt-Verein über 69 Mitglieder und eine solide Finanzgrundlage. Für das Geschäft musste Daniela Hofbauer Umsatzeinbußen melden, die sich - wie Irene Fell glaubte - durch den geringeren Einkauf ergeben. Allerdings hatte auch der Lieferant in Alzenau geschlossen, sodass sich der Verein einen neuen Partner suchen musste.
Bei den Neuwahlen bekam Vorsitzende Monika Mützel erneut das Vertrauen für die kommenden drei Jahre. Der gleichberechtigte Vorsitzende, Rudolf Heckmann, legte sein Amt nieder. Brigitte Ruppert übernahm an seiner Stelle die Mitverantwortung an der Vereinsspitze. Rita Scholl bleibt Schatzmeisterin, Michaela Drescher Schriftführerin. Auch die Kassenprüfer Dorothee Tuchscherer und Stefanie Schlereth nahmen ihr Amt erneut an. Beisitzer sind Margit Weißenberger, Eva Zehe und Rudolf Heckmann.

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