Bad Kissingen

Weihnachtshilfe: Dankeschön für 55 766 Euro

Die Spendenbereitschaft war enorm: Für die Aktion "Weihnachtshilfe" von Saale-Zeitung und Caritas-Verband ist eine Rekordsumme zusammengekommen.
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So sehen freudige Frauen aus: (v.l.) Caritas-Sozialberaterin Gabriele Morath, Saale-Zeitung-Redaktionsleiterin Susanne Will und Caritas-Geschäftsführerin Anne Hilpert. Foto: Carmen Schmitt
So sehen freudige Frauen aus: (v.l.) Caritas-Sozialberaterin Gabriele Morath, Saale-Zeitung-Redaktionsleiterin Susanne Will und Caritas-Geschäftsführerin Anne Hilpert. Foto: Carmen Schmitt
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Es war ein sehr kleiner Teil der Spendensumme, doch für dieses Ehepaar war es das Größte: Rindsbraten und Rosenkohl - ein Weihnachtsessen wie früher. Was für ein Fest! Das gab es schon lange nicht mehr. Gabriele Morath und Anne Hilpert vom Caritasverband erzählen von der großen Dankbarkeit der Menschen, denen die mithilfe der Spendenaktion "Weihnachtshilfe" unter die Arme greifen können. Saale-Zeitung und Caritas-Verband rufen jedes Jahr zu Weihnachten zu dieser Aktion auf. Heuer haben Sie, liebe Leser, einmal mehr sämtliche Erwartungen gesprengt und insgesamt 55 766 Euro gespendet!

Mit dem Geld hilft der Caritas-Verband für den Landkreis Bad Kissingen Menschen aus der Region, die in eine Notlage geraten sind. Alleinerziehende, Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, junge Familien ... Die Liste von Gabriele Morath, Sozialberaterin, ist lang. Wer bei ihr anklopft, weiß nicht weiter. Sie hinterfragt das Dilemma des Betroffenen und sucht mit den Menschen nach Lösungen. Mithilfe des Geldes aus dem Spendentopf der Weihnachtshilfe will sie "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten, erzählt sie. Gabriele Morath kann das ganze Jahr über Menschen aus dem Landkreis unterstützen - dank der Spenden. Und die haben die unterschiedlichsten Absender.

Konzert-Publikum spendet

Privatleute, Unternehmer, Initiativen und Vereine - wie der Gesangverein Garitz. Das Adventskonzert der Chöre des Gesangvereins Garitz, der Jugenkapellen der Freiwilligen Feuerwehr Garitz und des Kirchenchores hat Spenden in Höhe von 1000 Euro eingebracht. Der Verein will das Geld zu gleichen Teilen an die Weihnachtshilfe der Saale-Zeitung und an die Kissinger Fachberatungsstelle der "Solwodi" weitergeben. "Solwodi" (Solidarity with Women in Distress, übersetzt: Solidarität mit Frauen in Not) sieht sich als "ein überkonfessioneller und überparteilicher Verein, der Frauen in Notsituationen hilft". Den will der Caritas-Verband aufgrund der enormen Spendensumme jetzt besonders unterstützen: 5000 Euro gehen direkt an den Kissinger Solwodi-Verein. Schon jetzt kurbelt die Caritas-Sozialberatung die Hilfe für die Frauen an. "Wir nehmen das Leid wahr und schätzen diese wertvolle Arbeit", sagt Anne Hilpert, Geschäftsführerin des Caritas-Verbandes. Die hohe Spendensumme hat sie auf noch mehr Ideen gebracht.

Abgesehen von der Arbeit des Verbands als "Rettungsanker" könnte es in diesem Jahr die ein oder andere Sonderaktion geben. Ein Sommergrillfest mit vielen Familien oder ein Helferfest mit Ehrenamtlichen oder eine besondere Feier zu Ostern ... Der Verband möchte etwas zurückgeben. "Ich bin doch immer wieder überrascht, welche Dankbarkeit in unserer Gesellschaft herrscht."

Persönlicher Brief mit Spende

Eine besonders rührende Spende kam von einem älteren Herren aus Bad Brückenau. Seine Heimat ist eigentlich Wollbach, doch seit geraumer Zeit wohnt er im Altenheim Waldenfels in Bad Brückenau. Er hatte einen Brief an die Saale-Zeitung geschrieben - auf die Rückseite seines Bestellzettels fürs Frühstück. Vorne also ist zu lesen, dass er morgens gern Fruchtjoghurt isst und donnerstags ein Ei. Auf der Rückseite schrieb er in klaren Buchstaben, dass er früher die Saale-Zeitung bezogen hatte - "da hatte ich noch mehr Geld".

Jetzt ist er Sozialhilfeempfänger, ihm bleiben im Monat 108,16 Euro übrig. Eine seiner Betreuerinnen bringe ihm manchmal die Saale-Zeitung mit, so hatte er auch von der Weihnachtshilfe erfahren. "Ich möchte wenigstens eine Spende von 10 Euro an die Saale-Zeitung machen, Geld liegt bei", schrieb der Mann. "Ich wünsche allen von der Saale-Zeitung ein gutes Jahr 2019, nach Bad Kissingen kann ich nicht kommen, Rollstuhlfahrer." Auf diesem Weg möchten wir uns sehr herzlich bei diesem Menschen bedanken.

Auch die Bücher-Spenden-Aktion in der Geschäftsstelle der Saale-Zeitung hat gefruchtet: 734,60 Euro sind zusammengekommen. Herzlichen Dank an alle Spender! Susanne Will, Redaktionsleiterin der Saale-Zeitung, ist von der Spenden-Bereitschaft der Bürger mehr als begeistert: "Ja, ich habe tatsächlich gehofft, die 50 000-Euro-Grenze zu erreichen. Aber dass wir so deutlich darüber sind, hätte ich nicht gedacht. Ich freue mich sehr für die Menschen, die dank der großen Herzen unserer Leser nun ein etwas leichteres Leben haben können." Alexander Subat, Geschäftsführer der Kissinger Verlagsgesellschaft, zeigt sich beeindruckt von der Verlässlichkeit der Spender: "Dass wir uns in diesem Jahr über ein neues Rekordergebnis freuen dürfen, zeigt auch, dass wir mit der Weihnachtshilfe für das Thema nachhaltig sensibilisieren konnten."



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