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Dittlofsroda
Wohnen

Wartmannsroth fördert junge Familien

Junge Eltern bekommen Geld, wenn sie nach Wartmannsroth ziehen. Für das Ehepaar Kurz bietet das Leben in der Gemeinde aber noch andere Vorteile.
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Karolin und Markus Kurz mit ihren Kindern Samuel und Antonia Foto: Gerd Schaar
Karolin und Markus Kurz mit ihren Kindern Samuel und Antonia Foto: Gerd Schaar
Als eine gelungene Zukunftsinvestition mit "freundlicher Geste" betrachtet die junge Familie Kurz die finanzielle Unterstützung. Die Gemeinde Wartmannsroth fördert die Ansiedlung von Eltern und Kindern in den Ortsteilen mit 1500 Euro pro Kind. Den doppelten Betrag gibt es, wenn dabei gemeindliche Baugrundstücke genutzt werden. Bislang seien seit Sommer 2010 rund 60 000 Euro an 15 berechtigte Familien ausgegeben worden, erklärt Daniel Görke, der geschäftsführende Leiter der Gemeindeverwaltung.
"Wir haben am Gerstenberg jetzt ein geerbtes Haus umgebaut", erklärt Familienvater Markus Kurz. Er wurde in Hammelburg geboren und wuchs in Dittlofsroda auf. Seine Ehefrau Kerstin stammt ursprünglich aus Mellrichstadt.
Die Kinder Antonia (3) und Samuel (1,5) fühlen sich ausgesprochen wohl auf dem Anwesen, das in direkter Nachbarschaft zu den Großeltern liegt.
"Für das Geld hätten wir auch neu bauen können", rechnet Markus Kurz die Investition für den Komplettumbau nach. Nein, die finanzielle Förderung der Gemeinde Wartmannsroth allein hätte nie und nimmer für das Projekt gereicht. "Aber es ist ein willkommenes Signal für die Kinderfreundlichkeit der Kommune." Kerstin Kurz fügt hinzu: "Es gibt noch weitere Vorteile für uns." Dazu zählt sie die Kindergärten mit Krippenplätzen, die Grundschule, den schönen Spielplatz und die grundsätzlich kinderfreundliche Haltung des Gemeinderats.
Schon das Begrüßungsgeld der Gemeinde, das ihnen Bürgermeister Jürgen Karle bei der Geburt ihrer Kinder persönlich überbrachte, sei ein starkes Signal in diese Richtung gewesen. Klar hätte das Paar seinerzeit in eine Metropole wie Nürnberg abwandern können. Der Familienvater hätte dort bestimmt auch eine Arbeitsstelle als Zollbeamter bekommen und die junge Mutter wäre in der Agentur für Arbeit untergekommen. "Doch sollen unsere Kinder nicht in der Fremde aufwachsen", erläutert Markus Kurz die damaligen Überlegungen.
Außerdem sei er in seinem Heimatdorf Dittlofsroda tief verwurzelt und schätze die Lebensqualität. "Meine Freunde, das Vereinsleben und die Nähe zu meinen Eltern - das gibt man nicht so ohne Weiteres auf." Die Alternative zum Wegzug sei allein das Bleiben in einem recht schönen Nest gewesen.
Und dieses Nest ist nach dem Umbau wunderschön geworden, wie ein Rundgang durch die Räume zeigt. Moderne Türen und Fenster, Wärmeisolierung und eine großzügige Architektenplanung machen aus einem ehemaligen Häuschen von der Stange ein individuelles Anwesen. Beeindruckend ist die obere Etage, die einen offenen Blick bis zum Dachfirst bietet. So entsteht ein attraktiver Großraum mit teilweise hoher Bauweise in Loftform. Da ist viel Platz für die ganze Familie. Die Spielgeräte der Kids, die Fitnessgeräte der Erwachsenen und eine Computerecke können untergebracht werden. Große Fenster lassen den Blick nach draußen schweifen und bringen eine Menge Licht in den Raum. "Unsere Lebensqualität ist enorm gewachsen", bestätigt die glückliche Familie.

Neue Regelung
In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Förderrichtlinie geändert: Die Frist zur Berechnung der Kinderzahl verlängert sich von fünf auf acht Jahre. Zuzugswillige Familien mit Kindern unter 14 Jahren könnenbereits in der Planungsphase einen Förderantrag stellen statt wie bisher erst beim Einzug. Verlängert wurde dafür aber auch die Bindefrist von fünf auf zehn Jahre. In dieser Zeit muss der Antragsteller mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde leben, sonst ist eine anteilige Rückzahlung des Fördergeldes fällig. Die neue Richtlinie tritt zum 1. Juli in Kraft.
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