Bad Kissingen
Kommunalwahl

Wählergemeinschaft DBK: 30 Kandidaten für Stadtratswahl, keinen OB-Kandidaten

Die Demokratischen Bürger Kissingen haben ihre Kandidaten für die Stadtratswahl nominiert. Die bisherigen Stadträte treten erneut an, unterstützt wird die Liste unter anderem von Laboklin-Chefin Elisabeth Müller.
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Auf Facebook informiert die DBK über ihre Nominierungsversammlung für die Stadtratswahl. Screenshot: Benedikt Borst
Auf Facebook informiert die DBK über ihre Nominierungsversammlung für die Stadtratswahl. Screenshot: Benedikt Borst

Die Wählergemeinschaft DBK (Demokratische Bürger Kissingens) hat ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im März nominiert. Das teilte die Vorsitzende Liane Keßler jetzt mit. Auf der Liste stehen 30 Namen, quer durch die Kissinger Bürgerschaft. Unternehmer und Selbstständige finden sich darauf, aber auch Menschen aus Gastronomie, Kunst, Landwirtschaft, Lehrer und auch ein Student. Der Altersdurchschnitt der Kandidaten liegt bei rund 45 Jahren, 19 sind männlich, elf weiblich. Dass mehr Männer als Frauen bereit sind, sich für die DBK aufzustellen, stört die Vorsitzende nicht. "Das ist mir egal, Hauptsache die Person passt", sagt Keßler.

Die DBK habe schon frühzeitig begonnen, geeignete Kandidaten anzusprechen. Man wolle nicht als reine Unternehmerliste gelten. Egal ob im Beruf, im Vereinsleben, in Bildungseinrichtungen oder in der Kultur. "Das sind alles Leute, die im Leben schon etwas bewiesen haben", wirbt sie. Einen Oberbürgermeisterkandidaten stellt die Liste nicht. Das hatte Keßler schon vor längerem auf Nachfrage bekanntgegeben. Daran hat sich auch dadurch nichts geändert, dass Amtsinhaber Kay Blankenburg (SPD) nun doch nicht mehr zur Wahl antritt. "Das ist zwar eine neue Konstellation, aber wir konnten in der kurzen Zeit niemanden aus dem Ärmel schütteln", sagt sie. Sowohl sie als Vorsitzende, als auch zweiter Bürgermeister Toni Schick stehen für eine OB-Kandidatur nicht zur Verfügung.

Auf der Stadtratsliste treten beide aber an: Toni Schick ist auf Listenplatz 1 gesetzt, auf den Nummern zwei bis fünf folgen die aktuellen DBK-Stadträte Alexander Koller (Fraktionssprecher), Martha Müller, Florian Keßler sowie Günter Götz. Unter den weiteren 25 Kandidaten finden sich auch einige stadtbekannte Namen, mit denen die DBK ihren Stimmenanteil ausbauen will: An erster Stelle zu nennen ist Laboklin-Geschäftsführerin Elisabeth Müller, die vorerst auf private Initiative die Gesundheitstage nach dem Aus für den Förderverein Gesundheitszentrum weiterführt. Des Weiteren tritt die freischaffende Künstlerin Eva Feichtinger für die DBK an, ebenso Kisspark-Geschäftsführer Frank Sterrmann, der Pächter des Kurgarten Cafés Jochen Wehner, der in der Kissinger Facebook-Community aktive Jens Nöhrbaß, Fleischssommelier Thomas Faber und auch die Quellenkönigin von 2015 Martina Kohlhepp (Spedition Kohlhepp).

Wohnraum und Kinderbetreuung

Es ist davon auszugehen, dass die Kissinger bei der Stadtratswahl im März mehr Listen zur Auswahl haben als bei den letzten Kommunalwahlen. Neben den etablierten wie CSU, SPD, DBK, Freie Wähler, den Kissinger Ökos (Grüne, ödp und Bürger für Umwelt) sowie FDP, wird außerdem erstmals die Linkspartei antreten. Auch die AfD sowie der Initiativkreis Zukunft Bad Kissingen, der aus dem Streit der Heiligenfeld Kliniken mit der Stadt hervorgegangen ist, wollen jeweils eigene Listen aufstellen.

Ziel der DBK ist es laut Keßler, ihre fünf Mandate im Stadtrat mindestens zu verteidigen. Politischen Handlungsbedarf sieht die Wählergemeinschaft aktuell unter anderem beim Thema Wohnen. Die Stadt müsse ausreichend bezahlbaren Wohnraum und Bauplätze für junge Familien schaffen. Des Weiteren brauche es ein flexibles und ausreichendes Betreuungsangebot für Kinder und es müssten Voraussetzungen in der Stadt für Start-Up Unternehmen geschaffen werden.

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