Bad Kissingen

Vorarbeiten zur Sanierung der Fußgängerzone laufen

Seit Montag wird in der Grabengasse der Asphalt gelüftet. An sechs Stellen sollen die Fundamente der Gebäude überprüft werden. Das Ziel: Die Bodenbeschaffenheit für die späteren Bauarbeiten in der Fußgängerzone auszuwerten.
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Liegen Kabel im Boden, muss das Loch zum Teil von Hand ausgehoben werden.  Fotos: Anja Greiner
Liegen Kabel im Boden, muss das Loch zum Teil von Hand ausgehoben werden. Fotos: Anja Greiner
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Egon Markert, Vorarbeiter der Baufirma Josef Hell, steht an einem kalten Montagvormittag in der Grabengasse in der Bad Kissinger Altstadt und sagt: "Wo ein Keller ist, da ist das Fundament schon mal gut." Da ist der Boden auch in der Tiefe stabil. Und wo kein Keller ist, da wird seit Montagmorgen gebohrt: Voruntersuchungen für die Sanierung der Fußgängerzone im Rahmen des "Projekt Neue Altstadt". Zu dritt sind sie auf der Baustelle, um halb acht beginnen sie mit der
Arbeit, manche Löcher können nicht direkt an der Hauswand gebohrt werden, weil dort ein Kabel verläuft.

Geprüft wird dann im Anschluss, wie tief die Fundamente der Gebäude in den Boden reichen und wie tief die Kanalanschlüsse liegen.

Montagnachmittag sind am Ende der Gasse zwei Löcher sichtbar, in der Mitte eines. Sechs sollen es am Ende werden, jedes wohl zwischen eineinhalb und zwei Metern tief, schätzt Egon Markert. Vor einem der Löcher stehen vier Eimer, zwei mit heller Erde, zwei mit dunkler Erde gefüllt - Bodenproben aus der Grabengasse.
Ausgewertet werden die Bodenproben vom Würzburger Ingenieurbüro für Geotechnik GMP, zur Überprüfung der Statik und der kompletten Fundamentstruktur kommt am Mittwoch noch eine Kommission, danach können die Löcher wieder zugeschüttet werden.

Die Grabengasse ist nicht die einzige Gasse, die auf diese Weise untersucht wird, bereits im November wurden in der Weingasse Bohrungen durchgeführt.


Der Wunsch des Kay Blankenburg

"Die Ergebnisse der Untersuchungen sind kein K.-o.-Kriterium", sagt Thomas Hack, Pressesprecher der Stadt. Es gehe schlicht darum zu ermitteln, welche Baumaßnahmen im Zuge der Sanierung der Fußgängerzone nötig sein werden. Beispielsweise ob Spundwände eingebracht werden müssen.

Grundlagenermittlung nennt es Hack und sagt: "Das wird jetzt sukzessive abgearbeitet." In den kommenden drei Monaten wollen sie alle Gassen der Altstadt auf diese Weise untersucht haben. Einen konkreten Baubeginn für die Fußgängerzone gibt es noch nicht, Oberbürgermeister Kay Blankenburg hatte in seinem Ausblick am Jahresende von einem wünschenswerten Start im Jahr 2017 gesprochen. Bis voraussichtlich Freitag werden die Arbeiten in der Grabengasse noch andauern. Für die Einschränkungen durch die Baumaschinen während dieser Zeit bittet die Stadt um Verständnis.


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