Premich
Gemeinde

Viele Themen bei der Bürgerversammlung in Premich

Umwelt und Bauliches: Im Markt Burkardroth bewegt sich etwas. Das zeigte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) bei der Bürgerversammlung in Premich.
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Viel Diskussionsbedarf gab es bei der Bürgerversammlung in Premich. Foto: Johannes Schlereth
Viel Diskussionsbedarf gab es bei der Bürgerversammlung in Premich. Foto: Johannes Schlereth

Der demographische Wandel ist in Premich spürbar. "Zum 1. Januar 2018 hatte der Markt Burkardroth 7529 Bürger, zum 1. Januar diesen Jahres nur noch 7455 Bürger - die Zahl ist weiter rückläufig", sagte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) bei der Bürgerversammlung. Aber dennoch gab es positive Aspekte. "Unsere Kindertagesstätten sind so gut belegt wie noch nie." 399 Kinder besuchen die sieben Kitas des Marktes Burkardroth", informierte Bug. Auch in den Schulen herrsche Leben. "In den beiden Grundschulen haben wir insgesamt 236 Schüler in zwölf Klassen." Davon werden am Schulstandort Premich 152 Kinder unterrichtet.

Erfolgreiches Konzept

Ein Erfolgsmodell ist die offene Ganztagsschule in Burkardroth. Von 103 Schülern nehmen 89 das Angebot der Nachmittagsbetreuung wahr. Dazu kommen noch 13 Externe. "Das sind Schüler und Schülerinnen aus dem Markt Burkardroth, die weiterführende Schulen in Bad Kissingen besuchen", erklärte Bug. Das sei ein gutes Zeichen für die Qualität der Betreuung, die von fünf Erzieherinnen des St. Burkardus-Vereins organisiert wird.

Aber nicht nur der Mensch stand bei der Bürgerversammlung im Fokus. Einen großen Teil des Abends nahmen Umweltthemen ein. Bug betonte, dass das Projekt Grüngitter fortgeführt werden soll. "Inzwischen ist das auch für den Landkreis ein Thema", merkte er an. Mit dem Projekt sollen Biotopverbunde entstehen, um Lebensraum für bedrohte Arten zu schaffen.

Klimawandel im Markt Burkardroth

Zur Sprache kam in Premich auch das Klima. Aufgrund von Starkregen-Ereignissen lässt die Gemeinde aktuell ein Sturzfluten-Management erarbeiten. "Es gab im vergangenen Jahr zwei Mal den Fall im Markt Burkardroth, dass ein Maisacker zur Hintertür rein, und zur Haustür wieder raus ist", sagte Bug rückblickend. Mit dem Management sollen solche Fälle der Vergangenheit angehören. Allerdings war der Markt auch in anderer Sicht vom Klima betroffen. In Stangenroth versiegte eine Quelle über den Sommer, und der Nadelholzmarkt brach europaweit zusammen. Wegen des Borkenkäfers musste der Markt Burkardroth 269 Festmeter Holz aus dem Wald holen. Aufgrund der Marktsituation habe man außerdem den Einschlag reduziert: "Wir haben anstelle von 3400 Festmetern nur 2640 Festmeter Nadelholz entnommen", teilte Bug mit. Das laufende Jahr sei dagegen zunächst normal geplant.

Bauen ist ein Thema

Das Thema Natur verband sich bei der Bürgerversammlung mit dem Schwerpunkt Bauen. Aktuell befindet sich der Bebauungsplan des Baugebiets "Brennofen" im Änderungsverfahren. "Es muss geschaut werden, was dort in der Tierwelt kreucht und fleucht", sagte der Bürgermeister.

Bauen sei in den Ortsteilen des Marktes nach wie vor ein Thema. Im Baugebiet "obere Dick" in Stangenroth veräußerte der Markt Burkardroth bereits die ersten Grundstücke. Im Baugebiet "Bocksäcker" in Premich stehe man bald vor den ersten Verkäufen.

Griff in die Rücklagen

Wegen der Bautätigkeit sei in diesem Jahr ein Griff in die Rücklagen notwendig. "Das war vorauszusehen, weil wir einige Kanalprojekte angehen", führte Bug an. Die Prognose des Bürgermeisters: "Auch Im nächsten Jahr wird der Griff in die Rücklagen notwendig werden."

Aber auch die Bürger trieb das Thema Bauen um. Mancher Premicher forderte ein Konzept zur Verkehrsberuhigung im Bereich des Ortseingangs in Richtung Gefäll. Bürgermeister Bug verwies darauf, den Sachverhalt ans staatliche Bauamt in Schweinfurt weiterzuleiten.



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