Wartmannsroth
Dorferneuerung

Viele Projekte stehen an

Der Gemeinderat machte sich vor Ort in Windheim ein Bild von den anstehenden Arbeiten. So ist der Klingenbach an vielen Stellen zugewuchert.
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"Soll der Mühlbachteich zum Löschteich werden?", fragten sich die Räte beim Ortstermin in Windheim. Fotos: Gerd Schaar
"Soll der Mühlbachteich zum Löschteich werden?", fragten sich die Räte beim Ortstermin in Windheim. Fotos: Gerd Schaar
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Mit einem Ortstermin in Windheim begann der Gemeinderat von Wartmannsroth seinen Sitzungstermin. Anschließend geriet der Blick der Räte im Rathaus auf den Maßnahmenkatalog der Dorferneuerung für den gesamten Gemeindebereich. Die allerletzte Sitzung vor den Sommerferien ist für Donnerstag, 27. Juli, geplant.
Zum Rinnsal wurde mittlerweile der Klingenbach. Vorbei sind die Zeiten, als das Wehr in der Windheimer Dorfmitte alle Kraft aufwenden musste, um dem mitunter reißenden Gewässer Herr zu werden. Der Bachlauf ist inzwischen völlig zugewachsen. "Hier muss wahrscheinlich der Bagger Sanierungsarbeit leisten", war sich Bürgermeister Jürgen Karle mit den Räten einig. Jedenfalls soll vor den Maßnahmen noch der Rat des Wasserwirtschaftsamtes eingeholt werden.


Straßenarbeiten

Weiter ging die Besichtigungstour zum Kapellenweg in Richtung Genussbrennerei Lutz, wo schon Markierungen für den bevorstehenden Aufriss der Straße angebracht sind. Kanal- und Wasserleitungen sind im Kapellenweg zu erneuern. Die Räte verschafften sich einen Überblick über die zu erwartende Baustelle. Soll der Mühlbachteich an den Brunnenstuben zum Löschteich werden? Der ausgelaufene Pachtvertrag war der Anlass für die Besichtigung. Die Gemeinde ist jetzt Eigentümer des Gewässers und muss sich Gedanken um die Pflege machen.
Anhand des ursprünglichen Themen-Katalogs über Maßnahmen zu verschiedenen Projekten für die Dorferneuerung merkte der Gemeinderat, wie sich über die Jahre hinweg die Prioritäten verändern können. Waren zu Beginn noch der Rathausplatz und die Aufwertung des Schondratals mit einem Wandertreff in Heckmühle an der Spitze, so haben die Projekte Gemeinschaftshaus in Waizenbach und Abriss des ehemaligen Gasthauses Goldener Stern in Schwärzelbach längst die damalige Reihenfolge gesprengt. "Wer konnte damals ahnen, dass die Sanierungen der Ortsdurchfahrten von Wartmannsroth und Schwärzelbach zu Fördermaßnahmen werden?", erinnerte sich Karle.
An der Gesamtsumme der Förderung in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro ändere sich nichts, erläuterte Verwaltungs-Geschäftsführer und Kämmerer Daniel Görke. Auf der Wunschliste stehen nach wie vor die Dorfplätze von Schwärzelbach, Völkersleier und Windheim sowie die Dorfmitte von Dittlofsroda. Und freilich auch die Beseitigung der Engstelle von der Ortsdurchfahrt in Wartmannsroth. Görke machte darauf aufmerksam, dass etwa 90 000 Euro für die Renaturierung innerörtlicher Gewässer vorgesehen seien.
"Die Prioritäten haben sich in ihrer Reihenfolge geändert", stellte Herbert Aul (WG Windheim) fest. Joachim Lutz (WG Wartmannsroth) bestätigte: "Wir müssen diese Reihenfolge ändern." Viele Ideen zur Kosteneinsparung machten die Runde. So zum Beispiel lautete ein Vorschlag, einen mobilen Versorgungswagen für den Tourismus einzusetzen, statt mehrere feste Gebäude an verschiedenen Orten zu errichten, die das Jahr über wenig genutzt würden. "In jedem Fall werden die örtlichen Teilnehmer-Gemeinschaften ein wichtiges Wort mitreden", betonte Karle. Keine flächendeckende Begeisterung kam für den Vorschlag von Marcus Scholz (FWG Schwärzelbach) auf, der den alten Brunnen bei Neuwirtshaus reaktivieren will.
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