Burkardroth
Forstwirtschaft

Viel Arbeit macht der Burkardrother Gemeindewald

Die Marktgemeinderäte von Burkardroth müssen die Forstwirtschaft für die nächsten 20 Jahre planen. Dies wird etwa 11.400 Euro kosten.
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Auf 63 Hektar sollen im Burkardrother Gemeindewald etwa 3300 Festmeter Holz eingeschlagen werden, wurde in der Gemeinderatssitzung deutlich. Das wäre weniger als im Vorjahr. 2012 waren es noch 3700 Festmeter Holz. Foto: Björn Hein
Auf 63 Hektar sollen im Burkardrother Gemeindewald etwa 3300 Festmeter Holz eingeschlagen werden, wurde in der Gemeinderatssitzung deutlich. Das wäre weniger als im Vorjahr. 2012 waren es noch 3700 Festmeter Holz. Foto: Björn Hein
"Die Gewinne von heute verdanken wir den Investitionen von gestern." Dies hat Joachim Dahmer, Revierförster für die Wälder des Marktes Burkardroth, in der Gemeinderatssitzung erklärt. Wegebau und Instandhaltung, Anlage von Rückegassen, die Fortbildung des Personals sowie die Pflanzungen und Jungwuchspflege kosten zwar Geld, machten sich aber seiner Ansicht nach langfristig bezahlt.

Dem Gremium stellte er die Arbeiten vor, die 2013 anstehen. Durchforstungen am Heissenberg in Gefäll und am Mühlberg in Stralsbach seien abgeschlossen. In Stralsbach werden weitere Laubholz-Altdurchforstungen stattfinden. Neben der Straße KG 19 zwischen Stangenroth und Gefäll werde man einen Verkehrssicherungshieb machen. Maschinelle Durchforstungen stehen in Burkardroth und Premich an. Jungwuchspflege und das Ausgrasen der Kulturen werden im nächsten Sommer Arbeitsschwerpunkt. Umfangreiche Weg instandsetzungen sind geplant. Der Grund: Die Lkw sollen auch künftig das geschlagene Holz problemlos abtransportieren können.

Einstimmige Zustimmung

Insgesamt wolle man 3300 Festmeter Holz auf 63 Hektar einschlagen, 1300 Meter neue Zäune bauen und 500 Meter Zäune abbauen. 15 bis 20 Hektar des Gemeindewaldes sollen ausgegrast werden. Auch werden zahlreiche Bäume gepflanzt, wie Dahmer ergänzte. Der Marktgemeinderat votierte einstimmig für den Jahresbetriebsplan für 2013, bevor es um einen neuen Forstwirtschaftsplan ging.

Wilhelm Schmalen, Abteilungsleiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Bad Neustadt und zuständig für das Forstrevier in Burkardroth, sprach den neuen Forstwirtschaftsplan an. Der alte, 1994 erstellt, ist 20 Jahre gültig. 2014 sei es an der Zeit, einen neuen aufzustellen. "Dieser gibt die Ziele für die nächsten 20 Jahre vor." Die Gemeinde könne eigene Vorstellungen einbringen. Die Forstwirtschaftspläne seien gesetzlich vorgeschrieben und bestehen aus drei Teilen: der Formulierung der Ziele, der Definition der Waldzusammensetzung beschreibe und einer Karte, die farblich nach Altersklassen aufgebaut ist.

Zudem begeht ein unabhängigen Gutachter den Wald. Er vergleicht den jetzigen Stand mit den Planungen von vor 20 Jahren. Danach begehen der Sachverständige und Gemeindevertreter den Wald, bevor die Grundlagen der Bewirtschaftung für die nächsten 20 Jahre festgehalten werden.

Die Waldgesamtfläche der Gemeinde beträgt 659 Hektar, für einen neuen Forstwirtschaftsplan werden 29 Euro netto pro Hektar fällig. Der Staat übernimmt 50 Prozent der Kosten für das Projekt. Für die Gemeinde bleibt ein Anteil von rund 11.400 Euro. Schnell sollen die Vorbereitungen für den Forstwirtschaftsplan beginnen. Der Marktgemeinderat sprach sich einstimmig für der Erstellung aus.
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