Oberthulba
Schlangenlinien gefahren

Verfolgungsjagd mit Hubschrauber auf der A7

Mit mehreren Streifenfahrzeugen und einem Polizeihubschrauber wurde am Freitagmorgen ein Autofahrer auf der A7 verfolgt. Er fuhr mit 50 km/h in Schlangenlinien auf der Autobahn.
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Mit mehreren Streifenfahrzeugen und einem Polizeihubschrauber wurde am Freitagmorgen ein Autofahrer auf der A7 verfolgt. Er fuhr mit 50 km/h in Schlangenlinien auf der Autobahn. Symbolbild, Foto: NEWS5 / Grundmann
Mit mehreren Streifenfahrzeugen und einem Polizeihubschrauber wurde am Freitagmorgen ein Autofahrer auf der A7 verfolgt. Er fuhr mit 50 km/h in Schlangenlinien auf der Autobahn. Symbolbild, Foto: NEWS5 / Grundmann
Am Freitagmorgen lieferte sich ein 34-Jähriger auf der Autobahn A7 eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Nach etwa einer halben Stunde gab der Mann auf und konnte vorläufig festgenommen werden. Die Polizei sucht weitere Geschädigte.

Gegen 09:00 Uhr meldete ein Verkehrsteilnehmer der Einsatzzentrale Unterfranken telefonisch ein auffälliges Fahrzeug auf der A7 in Fahrtrichtung Ulm. Dieses soll mit etwa 50 km/h auf der Autobahn unterwegs sein und Schlangenlinien fahren. Hierdurch kam es offenbar bereits zu gefährlichen Situationen für andere Verkehrsteilnehmer.

Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck konnte das gemeldete Fahrzeug kurz darauf aufnehmen und versuchte dieses einer Kontrolle zu unterziehen. Anstatt jedoch anzuhalten gab der Fahrer des Opels unvermittelt Gas und versuchte der Streifenbesatzung zu entkommen. Mit waghalsigen Überholmanövern und deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Baustellenbereichen gelang es dem 34-Jährigen immer wieder, den Anhalteversuchen mehrerer Polizeistreifen auszuweichen.

Nur durch Glück kamen hierbei weder Personen noch Fahrzeuge zu Schaden. Nach rund 60 Kilometern gab der junge Mann auf und ergab sich den nacheilenden Beamten. Neben mehreren Streifenfahrzeugen war auch ein Polizeihubschrauber an der Verfolgung beteiligt.

Gegen den Mann aus Sachsen wird nun wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Er stand zum Tatzeitpunkt offenbar nicht unter Alkoholeinfluss. Ob sich andere berauschende Substanzen im Körper des Opel-Fahrers befanden, wird ein rechtsmedizinisches Gutachten klären.

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Sein Führerschein wurde dennoch sichergestellt. Da der Mittdreißiger einen stark verwirrten Eindruck machte und die Beamten von einer gewissen Eigen- und Fremdgefährlichkeit ausgehen mussten, wurde er in ein Bezirksklinikum eingewiesen.

Die Polizeiinspektion Schweinfurt-Werneck übernahm die Ermittlungen und sucht nun Zeugen und Geschädigte des Vorfalls. Personen, die bereits im Vorfeld der Verfolgungsfahrt von dem Fahrer des hellblauen Opels gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09722/9444-130 zu melden.
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