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Bad Kissingen
Empfang

Unfallfrei dank Verkehrshelfern

Bei einer Feierstunde stellte Oberbürgermeister Kay Blankenburg offiziell neue Schülerlotsen in Dienst. Damit sind im Stadtgebiet im Bedarfsfall 134 Mädchen und Jungen im Einsatz für die Schulwegsicherheit.
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Schülerlotsen heißen jetzt offiziell Verkehrshelfer. Mee Jeeradit (rechts) und ihre Freundin Nicolette Walczak (links) aus der 6 b der Kliegl-Schule geleiten seit diesem Schuljahr ihre Mitschülerinnen sicher über die Straße. Fotos: Angelika Luga-Braun
Schülerlotsen heißen jetzt offiziell Verkehrshelfer. Mee Jeeradit (rechts) und ihre Freundin Nicolette Walczak (links) aus der 6 b der Kliegl-Schule geleiten seit diesem Schuljahr ihre Mitschülerinnen sicher über die Straße. Fotos: Angelika Luga-Braun
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Die Zwölfjährige Nicolette Walczak denkt weit in die Zukunft. Für sie steht fest: "Ich will einmal Polizistin werden. Und da macht es sich gut, wenn ich nachweisen kann, dass ich schon als Schülerlotsin gearbeitet habe." So einfach ist das für das Mädchen aus der Klasse 6 b der Anton-Kliegl-Schule. Sie ist eine von den neun neu ausgebildeten Schülerlotsinnen und -lotsen, die gestern offiziell ihre Lotsenbücher von Oberbürgermeister Kay Blankenburg in Empfang genommen haben.
"Bei Beamten würde man sagen, die Ernennungsurkunde", verdeutlichte das Stadtoberhaupt die Bedeutung dieser "Amtshandlung." Den Empfang im Rathaus nannte der Verkehrserzieher von der Polizei Bad Kissingen, Dietmar Dömling, ein "Highlight" - nicht nur weil es Getränke und Knabbereien gab. Und es waren nicht nur die ganz neuen Lotsen von der Kliegl-Schule geladen, sondern auch fünf von zehn bereits im März ausgebildeten Lotsen von der Saaletal-Schule. Die anderen waren wegen eines Praktikumstages verhindert, an dieser Anerkennungsfeier teilzunehmen. "Insgesamt gibt es in der Stadt derzeit 134 Schülerlotsinnen und -lotsen", wusste OB Blankenburg zu berichten, nicht zu vergessen, dass dazu auch die gehören, die an Gymnasium und Realschule Dienst tun.

Die beiden Betreuerinnen der - jetzt offiziell Verkehrshelfer genannten - Schülerlotsen, Maria Schmitt (Kliegl-Schule) und Elke Hillmann (Saaletalschule) erzählten am Rande der Feierstunde, dass sie noch viel mehr neue Verkehrshelfer hätten rekrutieren können. Aber die Kinder müssten für dieses Ehrenamt mindestens zwölf Jahre alt sein. Aber wenigstens brauchen sie sich um den Nachwuchs auch in Zukunft keine Sorgen machen.
Das freut natürlich auch den neuen Rektor der Kliegl-Schule, Harald Bötsch, der es sich ebenfalls nicht hatte nehmen lassen, die neuen Ehrenamtlichen zu beglückwünschen.

Die beiden Verkehrserzieher von der Polizei jedenfalls sind zufrieden damit, dass die jungen Leute sich so engagieren. Dömling wies darauf hin, dass es im vergangenen Jahr lediglich drei Schulwegunfälle gegeben habe und heuer einen. Aber sie hätten sich alle dort ereignet, wo keine Verkehrshelfer im Einsatz waren. Und das stimmt ihn froh. Er vergaß nicht, die neu in Dienst gestellten Lotsen zu ermahnen, stets ihre Westen zu tragen, die sie als Verkehrshelfer für die Autofahrer erkennbar machen. Und er erinnerte sie, ebenso wie Blankenburg, nachdrücklich daran, dass Eigensicherung stets vor Fremdsicherung gehe und nie vergessen sollten, dass die Weste sie zwar erkennbar, aber nicht unverletzbar mache. Das ist allen Neuen durchaus bewusst, bestätigte auch Mee Jeeradit. Sie übernimmt den Lotsendienst "einfach weil es Freude macht." So klare Zukunftsvorstellungen wie ihre Klassenkameradin Nicolette Walczak hat sie bislang noch nicht. Aber: "Es macht Freude", sagt sie über ihr neues Ehrenamt. Und das sehen alle anderen genau so.

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