Wildflecken
Ökologie

Umweltbildung trägt Früchte

Die Woche der Nachhaltigkeit an der Sinntalschule Wildflecken bot viel Abwechslung. Nur das Wetter machte bei einigen geplanten Aktionen kurzfristig einen Strich durch die Rechnung.
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Jede Hand wurde gebraucht, als es beim Projekttag um den Bau von kleinen Insektenhotels ging. In Gemeinschaftsarbeit beteiligten sich Kinder, Eltern und Lehrer am exakten Zuschneiden des Rohmaterials aus gebrauchtem Bambusmatten.Foto: Rolf Pralle
Jede Hand wurde gebraucht, als es beim Projekttag um den Bau von kleinen Insektenhotels ging. In Gemeinschaftsarbeit beteiligten sich Kinder, Eltern und Lehrer am exakten Zuschneiden des Rohmaterials aus gebrauchtem Bambusmatten.Foto: Rolf Pralle
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Bereits seit Juli diesen Jahres trägt die Sinntalschule in Wildflecken das Zertifikat "Biosphären-Schule". Bei einem Projekttag zeigten die Schüler ihren Eltern und Vertretern des öffentlichen Lebens im themengerecht gestalteten Schulgebäude außerdem ihre Kompetenz in den Bereichen Soziales und Kooperation sowie im Konsum. Der Projekttag bildete den Abschluss der Nachhaltigkeitswoche.

Viele Aktivitäten unter der Woche

Die Aula war voll besetzt, als Rektorin Christiane Helfrich nach einer musikalischen Darbietung der Mädchen und Jungen noch einmal Revue passieren ließ, was in der vergangenen Woche ablief. Jede Klasse musste ein Schwerpunktthema unter den drei Aspekten Workshop, Aktionsbaustein und Präsentation erarbeiten. Ganz unterschiedlich gestaltete sich die Realisierung der gestellten Aufgaben. Als Stichworte nannte Helfrich unter anderem das Anlegen von Beeten, die Totholz-Sammelaktion, das Aufstellen eines Insektenhotels, den Besuch eines Supermarkts im Hinblick auf den ökologischen Fußabdrucks oder die Zubereitung einer Gemüsesuppe aus saisonalen und regionalen Produkten.

Ein Grußwort sprach Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) auch im Namen seines Riedenberger Amtskollegen Roland Römmelt (CSU/Freie Bürger). Beide zeigten sich beeindruckt darüber, "was alle Beteiligten hier geleistet haben", und sicherten der Schulleitung für künftige Projekte ihre weitere Unterstützung zu. Der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle im Biosphärenreservat Rhön, Michael Geier, erinnerte an die Vorzüge, die die hiesige Mittelgebirgslandschaft gerade auch im Herbst bieten würde. Allein schon die vielfältige Färbung des Laubes lade aktuell zu einem Ausflug in die Natur ein.

Von Station zu Station

Nach den Grußworten waren die Schüler dran. Mit einem Laufzettel in der Hand besuchten sie die Klassenräume mit den unterschiedlichen Ständen, an denen in erster Linie eine aktive Mitwirkung gefragt war. Spaß an der Sache und ein nachhaltiger Lerneffekt standen dabei in einem gesunden Verhältnis. Ob beim Kräuter-Duftdosenrätsel, beim Basteln von Streubildern, beim Müll-Memory oder beim Geschmackssinn-Parcours: Der Ehrgeiz und die Begeisterung waren bei allen Kindern offensichtlich.

Abgerundet wurde der Projekttag zum Abschluss der Woche der Nachhaltigkeit mit einem Ausstellungsstand, den Fachbetreuer Claus Schenk vom Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge" organisiert hatte. Im Mittelpunkt seiner Präsentation standen Wildkatze, Biber und Milan. "Rausgehen wird für uns immer wichtiger", sagte der Experte wörtlich und meinte damit die Bemühungen seines Team, Kindern und Jugendlichen an den einzelnen Bildungseinrichtungen das Thema "Mensch und Natur" vor Ort näher zu bringen.

Bei derart viel Abwechslung fiel gar nicht mehr ins Gewicht, das einige für den Freitagvormittag geplante Programmpunkte hatten ausfallen müssen. So verzichteten die Organisatoren beispielsweise auf die Besichtigung der Hochbeete und des Totholz-Haufens. Auch die Pflanzaktion der von Sponsoren gestifteten Bäume wurde wegen des schlechten Wetters kurzfristig gestrichen und wird später nachgeholt. "Wir können unsere Schüler und Gäste doch nicht durch triefend nasse Wiesen und knöcheltiefen Schlamm waten lassen", hatte Rektorin Christina Helfrich nach Besichtigung des Außengeländes entschieden.

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