Sandberg
Bürgervotum

Umgestaltung des Sandberger Kirchenumfelds vom Tisch

Die Staatsstraße Sandberg - Schmalwasser wird nicht in den Bereich des Sandberger Kapellchens verlegt. Die Sicherheit der Schüler geht vor.
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Die Staatsstraße im Bereich der Sandberger Kirche wird nicht verlegt. Das hat zur Folge, dass der Bereich um die Kirche nicht umgestaltet und kein Gehweg entlang der Friedhofsmauer angelegt werden kann. Foto: Marion Eckert
Die Staatsstraße im Bereich der Sandberger Kirche wird nicht verlegt. Das hat zur Folge, dass der Bereich um die Kirche nicht umgestaltet und kein Gehweg entlang der Friedhofsmauer angelegt werden kann. Foto: Marion Eckert

Alles bleibt, wie es ist: Die Entscheidung, die Staatsstraße nicht in den Bereich des Sandberger Kapellchens an den Ortsausgang zur verlegen, trafen die Sandberger Bürger in der Anlieger- und Arbeitskreissitzung. Als Hauptgrund wurde die Verkehrsbelastung und damit die Gefährdung der Schüler im Bereich der Grundschule und Montessori-Schule angeführt, die durch einen Konzentration des Verkehrs entstanden wäre.

Sandbergs Bürgermeisterin Sonja Reubelt freute sich über das einstimmige Votum: "Das macht es dem Gemeinderat leichter, eine Entscheidung zu treffen. Nun können die Planungen vorangehen." Zuvor hatte sie den Bürgern die bisherigen Überlegungen mit den Vor- und Nachteilen dargelegt. 

Bürger gegen Alternativen

Das Staatliche Straßenbauamt plant die Sanierung der Staatsstraße zwischen Sandberg und Schmalwasser. Schon vor längerer Zeit sei der Gedanke einer Verlegung der Straße an die Gemeinde herangetragen worden. Das hätte zur Folge, dass die Neustädterstraße ab der Kreuzung an der Kirche bis zum Ortsausgang in Richtung Schmalwasser herabgestuft und zur Gemeindestraße erklärt worden wäre. Der Verkehr von Sandberg in Richtung Schmalwasser/Bad Neustadt wäre über die Kreuzbergstraße vorbei an der Schule zum Gewerbegebiet, am Kapellchen, und von dort weiter nach Schmalwasser geführt worden. Neben der Steigerung des Verkehrsaufkommens an der Schule wäre es auch für den Bus, der von Bad Neustadt aus nach Langenleiten fährt, problematisch geworden. Alternativen durch die Blumenstraße und den Müllerweg hätte es zwar gegeben, doch in der Versammlung wurde schnell deutlich, dass die Bürger das nicht befürworteten.

Bereich der Schule nicht über Gebühr belasten

Werner Trolldenier erinnerte an die Überlegungen der Gemeinderäte in vergangenen Zeiten, den Bereich Schule möglichst nicht über Gebühr zu belasten. Auch Helmut Köth verwies auf die derzeit günstige Situation in Sandberg mit zwei Verkehrsachsen, was zu einer Entlastung beitrage und aus planerischer Sicht zu begrüßen sei. Einen Vorteil hätte die Verlegung der Staatsstraße allerdings gehabt. Die Linksabbiegerspur im Bereich der Kirche wäre nicht mehr nötig gewesen, so dass eine Neugestaltung vor der Kirche und ein Gehweg entlang der Friedhofsmauer möglich geworden wären. Im Zuge der Verkehrsberuhigung vor der Kirche hätten auch weitere Parkplätze für Kirchenbesucher entstehen können, und ein weiterer Gehweg in der Neustädterstraße hätte zur Sicherheit der Kirchenbesucher beigetragen. Finanziert worden wäre diese Umgestaltung über die Dorferneuerung.

Budget von 120.000 Euro steht zur Verfügung

Doch die Sandberger Bürger waren der Ansicht, dass die Sicherheit der Schulkinder, die täglich zur Schule gehen, Vorrang vor der Umgestaltung des Kirchenumfeldes habe. Welche Maßnahmen nun über die Dorferneuerung im Ortsteil Sandberg noch vorgenommen werden können, immerhin stehe noch ein Budget von 120.000 Euro zur Verfügung, müsse der Arbeitskreis nun in einer weiteren Sitzung klären.

Planungen liegen auf Eis

Unabhängig von der Entscheidung gebe es weiterhin Handlungsbedarf in Sachen Kanal in der Kreuzbergstraße, ebenso sei die Parksituation an der Schule nach wie vor unbefriedigend, machte Bürgermeisterin Reubelt aufmerksam. Doch solange der Standort für den geplanten Neubau der Grundschule nicht geklärt sei, können hierzu keine weiteren Planungen vorgenommen werden.  Abschließend informierte die Bürgermeisterin über die geplante Sanierung der Staatsstraße zwischen Sandberg und Waldberg, die im kommenden Jahr realisiert werden soll. Derzeit seien noch Grundstücksverhandlungen abzuwickeln.

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