Premich
Lichterglanz

Über 35 000 Lämpchen erfreuen nicht nur Kinder

Irmgard Reith schmückt seit 12 Jahren ihr Haus in Premich. An den Wochenenden verkauft sie Essen und Glühwein zugunsten der Behindertenhilfe.
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Das Lichterhaus in Premich erstrahlt auch heuer wieder. Irmgard Reith spendet das Geld aus dem Verkauf von Essen und Glühwein für die Behindertenarbeit des Roten Kreuzes. Fotos: Gabriele Sell
Das Lichterhaus in Premich erstrahlt auch heuer wieder. Irmgard Reith spendet das Geld aus dem Verkauf von Essen und Glühwein für die Behindertenarbeit des Roten Kreuzes. Fotos: Gabriele Sell
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Alle Jahre wieder... lässt die Premicherin Irmgard Reith in der Weihnachtszeit ihr Anwesen an der Hauptstraße in hellem Lichterglanz erstrahlen. Seit zwölf Jahren schon scheut die agile Rentnerin keine Mühe und Arbeit, ihr Haus und ihren Garten mit unzähligen Lichterketten und weihnachtlichen Figuren zu schmücken. 35 000 Lämpchen sind es mindestens, hatte sie vor Jahren einmal gezählt.
Im Garten des Premicher "Weihnachtshauses" sind mittlerweile über 100 Weihnachtsmänner und -frauen in allen Variationen, Engel, Schneemänner und Krippenfiguren zu bestaunen. Heuer hat Irmgard Reith ihre bislang schon riesige Sammlung wieder einmal erweitert. Nämlich unter anderem um einen Nikolaus-Opa und eine Nikolaus-Oma in Lebensgröße sowie einer zweiampeligen Laterne, in der ein Schneemann und ein Nikolaus von Schnee berieselt werden - "let it snow". "Oh", entfährt es den Kindern, die mit staunenden Augen verharren. Auch die Erwachsenen zeigen sich von diesem Spektakel beeindruckt: "Das ist toll".
Doch nicht genug damit. Jedes Wochenende, Freitag bis Sonntag von 16 bis 22 Uhr, verkauft die 72-Jährige am "Weihnachtshaus" Essen, Glühwein und engagiert auch die eine oder andere Musikgruppe.
So unterhielt am Samstag die Premicher Gruppe "Zufall" im beheizten Zelt im Hinterhof. Sie ist der Grund, weshalb sich "die Clique" jedes Jahr bei der Irmgard treffe, sagt Rudi Schmitt. Sie kämen aber auch, wenn andere spielten. Wenn möglich, versuchen die beiden jungen Premicher Eva Weingärtner und Franziska Schäfer jedes Wochenende am "Weihnachtshaus" zu verbringen: "Das Essen ist gut, der Glühwein ist gut, es gefällt uns und wir kommen jedes Jahr hierher".

Alte Haudegen wieder treffen

"Nachdem die Lichter immer weiter wachsen", dachte Helmut Schmitt aus Geiselwind, "muss ich wieder mal da hin". Der gebürtige Premicher, der zuletzt vor vier Jahren das "Weihnachtshaus" besucht hatte, sieht die Veranstaltung als gute Möglichkeit, "die alten Haudegen" wieder zu treffen.
Zwar lobt das Ehepaar Paul und Ruth Goldbach, das Mitglied beim Roten Kreuz ist, das gute Essen - "die Pizza ist sehr gut!" ebenso. Doch kämen sie hauptsächlich wegen des "guten Zwecks".
Und das ist auch der Grund, weshalb Irmgard Reith all diese Arbeit auf sich nimmt. Es ist ihr ein großes Anliegen, die Behindertenarbeit des Roten Kreuzes zu unterstützen. Jedes Jahr spendet sie den Reinerlös des Verkaufs ausschließlich für diesen Zweck. "Ich weiß, wo das Geld hinkommt und ich weiß, wofür ich mich plage", sagt sie. Denn die Behinderten seien "sehr dankbar" für ihre Spende.
Wer die "gute Atmosphäre und das super gute Essen", wie Johannes Seifert aus Eichenhausen und die Gefällerin Rosemarie Arnold äußerten, genießen möchte, hat noch Gelegenheit bis zum 12. Januar.




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