Bad Kissingen
Rakoczy-Fest

Trotz Waldbrandgefahr endet das Rakoczy-Fest wieder mit einem Feuerwerk

Die Feuerwehr wässerte dafür extra die Wiesen rund um den neuen Standort.
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Eindrücke vom Rakoczy-Feuerwerk. Foto: Peter Rauch
Eindrücke vom Rakoczy-Feuerwerk. Foto: Peter Rauch
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Der Bad Kissinger Stadtbrandinspektor hat es am Sonntagabend auf den Punkt gebracht: "Das Feuerwerk gehört einfach zum Rakoczy-Fest." Deshalb haben sich die Feuerwehrler auch mächtig ins Zeug gelegt, Wiesen gewässert, eine Brandwache organisiert, die Au abgesperrt. "Das machen wir gerne für die Stadt", spricht Albert für die Aktiven, die beim Bad Kissinger Fest der Fest drei Tage im Dauereinsatz sind.


Lob für die Feuerwehren

Wirklich auf der Kippe stand das Feuerwerk allerdings nicht, auch wenn das Gerücht auf dem Fest kursierte: "Ohne Feuerwehr hätten wir's nicht gemacht, aber so gut wie in Bad Kissingen läuft das selten", sagt Feuerwerker Urs Lange von "Flash-Art". Er kennt die Stadt, es war nicht sein erster Einsatz hier. "Wir wollen das nicht mit einem Flächenbrand beenden", sagte Lange während der Vorbereitungen. Deshalb waren zwei Löschzüge auf der einen und einer auf der anderen im Einsatz. Zudem wurde ständig Wasser gesprüht. "Das könnten wir selbst nicht leisten", würdigt Lange den Beitrag der Feuerwehr.
Die Vorsichtsmaßnahmen begannen bereits lange vorher mit der Wahl eines neuen Abschuss-Platzes: Der Luitpoldpark sei nie eine gute Wahl gewesen, berichtet Mit-Organisator Bruno Heynen von der Staatsbad GmbH. So musste der Stadtstrand zum größten Teil geräumt werden, zum anderen war immer weniger Platz zwischen den Bäumen und die Bebauung ist sehr nahe. "Den Baumbestand wollten wir nicht stutzen, deshalb hätten wir eigentlich nur noch an einer Stelle gerade nach oben schießen können." Deshalb zogen die Feuerwerker rund 500 Meter saaleaufwärts: Wer auf der Ludwigsbrücke stand, musste also statt nach Süden nach Norden schauen.
Weil sich der Abbrennplatz verschoben hat, gingen die Feuerwerker von Flash-Art auf Nummer sicher und bestellten das Gewerbeaufsichtsamt. "Aus Sicht des Gewerbeaufsichtsamtes ist das Feuerwerk auch ordnungsgemäß abgelaufen", teilte die Regierung von Unterfranken gestern mit. Die Feuerwehr stellte danach noch eine Brandwache ab, die vor allem den angrenzenden Wald beobachtete.


Autos nicht abgeschleppt

Einige Autofahrer hatten ihre Pkw in der Au stehen lassen. In Absprache mit den Feuerwerkern wurden die allerdings nicht abgeschleppt, sondern nur abgedeckt. Der Waldbrandindex liegt aktuell bei der zweithöchsten Stufe vier. "Die seit Monaten herrschende Hitzewelle und Dürre erreichen in den nächsten Tagen einen weiteren Höhepunkt", teilt die Regierung von Unterfranken mit. Deshalb gebe es täglich Befliegungen.

Feuerwerke Maßgebliche Rechtsgrundlage für Feuerwerke ist das Sprengstoffrecht. Danach sind alle Feuerwerke außerhalb des üblichen Silvesterfeuerwerks mindestens zwei Wochen vorher bei der Gewerbeaufsicht anzuzeigen. In der Nähe von Flughäfen oder Eisenbahnlinien erhöht sich diese Frist sogar auf vier Wochen.
Vorkehrungen Die Regierung von Unterfranken hat aktuell als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung eine Luftbeobachtung für den gesamten Regierungsbezirk angeordnet. Die Einsatzflüge starten auf der Ostroute unter der Woche gegen 17 Uhr und am Wochenende um 15 Uhr von Haßfurt und Schweinfurt. rr


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