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Münnerstadt
Abschied

Strzoda hielt die Mittelschule Münnerstadt auf Kurs

20 Jahre lang war Wigbert Strzoda Schulleiter, zuerst in Großwenkheim, dann in der Mittelschule in Münnerstadt. Seine Ziele hat er erreicht. Jetzt freut er sich auf den Ruhestand.
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Bunt war der berufliche Alltag von Rektor Wigbert Strzoda. Jetzt geht er in den Ruhestand.  Foto: Heike Beudert
Bunt war der berufliche Alltag von Rektor Wigbert Strzoda. Jetzt geht er in den Ruhestand. Foto: Heike Beudert
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Rektor Wigbert Strzoda zieht eine positive Bilanz, wenn er zum Schuljahresende nicht nur für die Sommerferien, sondern für den Ruhestand das Schulhaus verlässt. Für den 63-jährigen beginnt der Vorruhestand. "Es ist der richtige Zeitpunkt", bekennt er.

Er sei zufrieden, was in seiner Schulleiter-Laufbahn herausgekommen ist. Doch die steigende Belastung für den Schulleiter durch immer mehr Aufgaben mache ihm den Abschied nicht schwer.
Bei seiner offiziellen Verabschiedung am Freitag in der Schule meinte Strzoda dazu: "Es muss eine Entlastung für die Schulleiter kommen".

Auf 20 Jahre Schulleitertätigkeit kann Wigbert Strzoda zurückblicken. Sieben davon war er in Großwenkheim, den Rest an der Münnerstädter Freiherr-von-Lutz-Mittelschule. Der Wandel sei die einzige Konstante während dieser zwei Jahrzehnte gewesen, resümiert Strozoda die lebhaften Jahre.

Denn er hatte viele Herausforderungen zu bewältigen. Da war die Generalsanierung der Schule. "Das war das beste, was hier passiert ist". Seit der Sanierung sei eine ganz andere Grundstimmung im Haus, freut er sich. Und er erwähnt die Einführung der gebundenen Ganztagsschule.

M-Klassen pädagogisch wichtig

Alles habe viel Arbeit gemacht und sei sehr aufwendig gewesen. Aber Strzoda weiß für sich, dass sich die Mühen gelohnt haben. Und mit der Gründung der Mittelschule in Münnerstadt sei für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. Die Einführung der M-Klassen war für ihn pädagogisch gesehen "die beste Entwicklung der vergangenen zehn Jahre", sagt er im Gespräch.

Ausdrücklich lobt er in diesem Zusammenhang den guten Kontakt mit den Kollegen der Verbundschulen. Als Technikerfan und Comupterfreund war für ihn ein besonderes Abschiedsgeschenk, dass die Schule jetzt einen nagelneuen Computerraum hat. Außerdem sei man daran, in den Klassen Zug um Zug jeweils zwei Computerarbeitsplätze einzurichten. Seine technische Begeisterung hat er schon seit Jugendtagen. Er hat eine Ausbildung zum Elektromechaniker absolviert und erst danach am Bayernkolleg sein Abitur abgelegt und studiert.

Der Lokführer der Schule

In seiner offiziellen Abschiedsfeier betonte er, dass die Verantwortung in den letzten Jahren oftmals stark auf ihm gelastet habe. Sein besonderer Dank für die kollegiale Zusammenarbeit galt Schulamtsdirektor Josef Hammerl, Konrektor Michael Kübert und der heimlichen Chefin - wie es in der Verabschiedung scherzhaft hieß - der Verwaltungsangestellten Inge Köhler.

"Mit Nachhaltigkeit und Augenmaß hat Wibert Strzoda seine Schule auf Kurs geführt", würdigte Schulamtsdirektor Josef Hammerl die Verdienste des scheidenden Rektors. Für die Schule sei er ein Glücksfall gewesen. Für den Personalrat und den Schulverbund lobte Rektor Wolfgang Wittmann die Arbeit Strzodas. Seine Stärke sei es gewesen, Schwerpunkte zu entwickeln und geradlinig den eingeschlagenen Weg zu gehen.

Bürgermeister Helmut Blank befand, dass die Münnerstädter Freiherr-von-Lutz-Mittelschule eine "Vorzeigeschule" ist. Sie hatte mit Wigbert Strzoda eine Leiterpersönlichkeit, die klare Ziele hatte und die Zeichen der Zeit erkannt hätte.

Im Herzen ein Lokführer

Fast 30 Jahre lang waren Konrektor Michael Kübert und Wigbert Strzoda Kollegen. Ausgehend von Strzodas Hobby (Modelleisenbahnen) meinte Kübert: "Wigbert Strzoda war in seinem Herzen immer ein Lokführer". Die Münnerstädter Schule habe er von einer bescheidenen Bahn in einen modernen ICE umgewandelt, der zielsicher seinen Weg fährt. Das gesamte Kollegium verabschiedete sich mit dem Abschiedskummerblues von seinem Chef. Schüler sangen und musizierten zwischen den Reden für ihren Rektor.

Auf seinen Ruhestand freut sich der Münnerstädter. Hobbys hat er viele, die er jetzt wieder verstärkt pflegen will: Gärtnern, Wandern, Fotografieren, Modellbau und vielleicht auch wieder die Archäologie.

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