In einem zweiseitigen Schreiben an Landrat Thomas Bold (CSU) haben die drei TV/DJK-Vorsitzenden Bernhard Pfennig, Wolfgang Faust und Michael Hannawacker nochmals ihren Standpunkt bekräftigt.
Sie nannten den Brief einen "Versuch, weiterhin fair und vertrauensvoll auf der Basis umfassender Informationen zusammen zu arbeiten." Es sei TV/ DJK sehr daran gelegen, "bei den uns betreffenden Entscheidungen frühzeitig miteinander ins Gespräch zu kommen."
Das hört sich ganz anders an als das erste Schreiben, das in Landratsamt und Kreistag als forsch aufgenommen worden ist.
Gemeinsam versucht das Trio zu verhindern, dass der 2300 Mitglieder starke Sportverein "in ein falsches Licht" gerät. Dazu legen sie dar, warum sie die Erhöhung der Nutzungsgebühren für zwei Hallen - von 2,50 auf fünf Euro bei den Erwachsenen und von null auf 2,50 Euro bei den Jugendlichen - sehr kritisch gegenüberstehen.
Die von Bold "moderat" genannte Anhebung bedeute für den Verein eine Mehrbelastung von einigen tausend Euro. Von dem Aufschlag wurden sie auch sehr spät in Kenntnis gesetzt. Sie sprechen von einem "Härtefall".
Die von Bold außerdem angesprochene gestiegene Übungsleitervergütung führt die Vereinsspitze auf eigene Anstrengungen zurück, neue qualifizierte Trainer und Clubassistenten auf eigene Kosten heranzubilden. Damit wolle man das Angebot für die kommenden Jahre sicherstellen und noch ausbauen. Wenn dieses Engagement durch die neuen Zuschussrichtlinien "belohnt" werde, "müssen wir uns nicht dafür entschuldigen oder rechtfertigen", hieß es.

Nachbarn verlangen noch mehr


iLandrat Bold hielt den Ball flach.Was der Kreistag in Sachen Gebührenerhöhung beschlossen hat, sei "wohl überlegt" gewesen. Die Kosten für jede Halle pro Stunde betrügen das Drei- bis Vierfache von dem, was die Vereine bezahlten müssen. Sie würden in dieser Weise gefördert und unterstützt. Bold sagte, er stelle die Arbeit von TV/ DJK "überhaupt nicht in Frage". aber es gehe auch um die Gleichbehandlung der Sportvereine. Im Übrigen sind die Bad Kissinger Hallengebühren deutlich niedriger als in den Nachbarlandkreisen, so der Landrat.
Besonders geärgert hat es einige Kreisräte, dass die Vereinsspitze bei ihrem Protestbrief gleich Überweisungsträger mit der Bitte um eine Spende beigelegt hatten. Das war jedoch nicht vergeblich. Michael Hannawacker sagte, immerhin zwei Mitglieder des Kreistags hätten sich bislang großzügig gezeigt. ed