Bad Kissingen

Straßenabschnitt fertiggestellt

Die Erhardstraße bis zum Ostring wurde für den Verkehr freigegeben. Mit Abschluss des fünften Bauabschnitts und völliger Freigabe jenseits Kreuzung wird im Frühjahr 2020 gerechnet.
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Vorerst kann man aus der Erhardstraße stadtauswärts auf den Ostring nur nach rechts zur Münnerstädter Kreuzung abbiegen sowie, von der Maxstraße auf dem Ostring kommend, nur nach rechts in die Erhardstraße einbiegen.  Fotos: Sigismund von Dobschütz
Vorerst kann man aus der Erhardstraße stadtauswärts auf den Ostring nur nach rechts zur Münnerstädter Kreuzung abbiegen sowie, von der Maxstraße auf dem Ostring kommend, nur nach rechts in die Erhardstraße einbiegen. Fotos: Sigismund von Dobschütz
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Mit Pflanzung eines nordamerikanischen Lederhülsenbaumes wurde am Donnerstag nach Abschluss des vierten Bauabschnitts der Verkehr auf der generalsanierten Erhardstraße bis zur Ostring-Kreuzung freigegeben. Mit Abschluss des fünften Bauabschnitts und völliger Freigabe jenseits Kreuzung wird im Frühjahr 2020 gerechnet. Im August 2017 war mit der Baumaßnahme begonnen worden.

"In den nächsten Jahrzehnten werden wir die Anwohner nicht mehr belästigen müssen", versprach im Namen aller am Bau Beteiligten der Bad Kissinger Architekt Hans-Ulrich Hoßfeld, dessen Ingenieurbüro Hoßfeld & Fischer von der Stadt mit der Bauleitung beauftragt ist. Aufgrund der "kompletten Strukturerneuerung" rechnet er beim Kanal mit einer Haltbarkeitsdauer von 80 Jahren, bei der Straßendecke mit etwa 40 Jahren. Hoßfeld dankte allen betroffenen Anwohnern für ihr Verständnis. "Es war eine sehr angenehme Baustelle." Natürlich hatten die Anlieger durch die Baustelleneinrichtung "zwangsläufig gelitten" und Gewerbetreibende wie die Tankstelle hatten Einbußen erleiden müssen. Doch die Bauverantwortlichen hätten sich stets bemüht, die Wünsche und Belange aller Betroffenen organisatorisch bei den Bauabläufen zu berücksichtigen.

Dem Dank an die Anwohner schloss sich auch Bauunternehmer Anton Schick für die zur Schick-Gruppe gehörende Firma Burger Bau an. Vor allem die Gewerbetreibenden seien "vor extreme Herausforderungen" gestellt worden, bestätigte er, aber "jetzt können sie stolz und glücklich sein". Er selbst, so ergänzte Schick, sei dieser Baumaßnahme sehr verbunden gewesen, da sein Urgroßvater an diesem Standort vor über hundert Jahren sein Unternehmen gegründet und sein Vater dort noch gespielt habe. "Mehr Emotion geht nicht."

Anspruchsloser Baum

Mit der Pflanzung des von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau im Forschungsprojekt "Stadtgrün 2012" vorgeschlagenen Lederhülsenbaumes, der wegen seiner Anspruchslosigkeit, aber einer sehr schönen Kronenform der in Nordamerika verbreitetste Straßenbaum ist, plant die Stadt weit voraus und berücksichtigt die fortschreitende Klimaerwärmung, erklärte Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Zwei Exemplare dieser Art sowie fünf Ahornbäume wurden in die im Rahmen der Straßensanierung neu geschaffenen Grüninseln gepflanzt.

"Es ist an der Zeit, die Infrastruktur der Stadt zu erneuern", stellte der Oberbürgermeister fest. Deshalb investiert die Stadt 5,5 Millionen Euro in die Gesamtmaßnahme, deren fünfter Bauabschnitt jenseits des Ostrings im Frühjahr abgeschlossen werden soll. Davon entfallen 2,5 Millionen auf den Straßenbau und allein drei Millionen Euro auf den Kanalbau. "Wir haben auf mehr als einem halben Kilometer alles unter die Erde gepackt, was nur geht", formulierte es Blankenburg. Nicht nur der Ersatz der für heutige Verhältnisse unterdimensionierten Kanalisation war dringend erforderlich gewesen, sondern auch alle Versorgungsleitungen für Strom und Gas wurden neu verlegt ebenso wie Glasfaser und Leerrohre für die Belange zeitgemäßer Telekommunikation. Die Investition wird nach den Möglichkeiten des Finanzausgleichsgesetzes vom Staat mit 420 000 Euro gefördert. Über die Beteiligung Dritter wie Stadtwerke, Vodafone und andere rechnet die Stadt mit einer Kostenerstattung von etwa 300 000 Euro. Für den barrierefreien Ausbau aller Straßenkreuzungen und Bushaltestellen gibt es im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt einen Zuschuss von nur 5600 Euro.

Da die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich des Ostrings noch nicht abgeschlossen sind, kann man vorerst aus der Erhardstraße stadtauswärts auf den Ostring nur nach rechts zur Münnerstädter Kreuzung abbiegen sowie umgekehrt, von der Maxstraße auf dem Ostring kommend, nur nach rechts in die Erhardstraße einbiegen.

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