Bad Kissingen
Baustelle

Staustelle an der Saline

Das Straßenbauamt erneuert die Fahrbahn der Staatsstraße 2292 zwischen den Einmündungen Salinenstraße und Nordbrücke. Die Ampelregelung wird optimiert.
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Für lange Staus sorgte am Montag die einseitige Sperrung an der Straßenbaustelle oberhalb der Unteren Saline. Fotos: Thomas Mäuser
Für lange Staus sorgte am Montag die einseitige Sperrung an der Straßenbaustelle oberhalb der Unteren Saline. Fotos: Thomas Mäuser
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Bad Kissingen — Auf einmal war sie da, die große Fräsmaschine. Und dann kam der Stau. Am Montag gegen 17 Uhr reichte er von der Einmündung der Salinenstraße bis hinauf zum Abzweig "Am Steingraben". Der Grund: Zwischen Nordbrücke und Salinenstraße lässt das Staatliche Bauamt die Fahrbahn der Staatsstraße 2292 erneuern, gleiches gilt für die Bereiche vor und hinter der Nordbrücke.
"Wir erneuern auf diesem Abschnitt den Oberbau", sagt Matthias Wacker vom Staatlichen Bauamt. In Fahrtrichtung Hausen die Trag- und die Deckschicht, in Gegenrichtung nur die Deckschicht. Außerdem wird die Deckschicht vor und hinter der Nordbrücke zur Anpassung der Markierung erneuert, ebenso der Fahrbahnteiler und die Busbucht, der die Stadt noch neue Wartehäuschen und ein Blindenleitsystem spendiert. Auch an den Gehwegen sind Arbeiten nötig. Richtung ehemaliger Kalk-Klinik und Salinenblick entstehen Linksabbiegestreifen. Veranschlagt sind insgesamt 200 000 Euro.
Dauern soll die Maßnahme bis 23. August. Der Straßenabschnitt soll während der gesamten Bauzeit befahrbar bleiben, allerdings nur einspurig mit Ampelregelung.
Und die hat am Montag nicht so recht geklappt. Zumal in diesem Bereich unter anderem die Salinenstraße und die Straße von der Nordbrücke einmünden. Es kam zu erheblichen Staus, mit denen das Straßenbauamt während der Ferienzeit nicht gerechnet hat. Eine Pressemitteilung als "Vorwarnung" war deshalb nicht herausgegangen.
Auch die Polizei wurde von den Baumaßnahmen überrascht. Zwar seien am Montag keine offiziellen Beschwerden eingegangen, "wir wissen aber, dass es zu Problemen gekommen ist", sagt Dienststellenleiter Stefan Haschke.

Gestern fand ein Ortstermin statt

Bei einem Ortstermin am gestrigen Dienstag, an dem neben Mitarbeitern des Straßenbauamtes auch Vertreter der Polizei und des Ordnungsamtes teilnahmen, wurden Lösungen zur Vermeidung solch langer Rückstaus gesucht. "Man hat erkannt, dass der Umsatz der Ampel nicht optimal läuft", sagte Haschke. Es handle sich zwar um eine automatisierte Lichtzeichenanlage, die elektronisch Rücksicht auf die Belastung nimmt, nur seien die Autofahrer nicht bis zur Induktionsschleife vorgefahren. Deshalb habe die Ampel immer wieder auf Rot geschaltet, obwohl noch ein erheblicher Rückstau bestand.
Über Warnbacken sollen die Autos nun so gelenkt werden, dass sie über die Schleife fahren. Das soll laut Stefan Haschke Entspannung bringen. Ob diese Lösung erfolgreich ist, werde noch überprüft, vor allem zu den Stoßzeiten. Gleichzeitig wurde die Ampel an der Einmündung Nordbrücke abgebaut, hier sollen sich die Abbieger ebenso wie an der Einmündung Salinenstraße in den Verkehr einfädeln.
Der Leiter der Polizeiinspektion setzt erst einmal darauf, dass die neue Ampelregelung funktioniert, dass Ortskundige auch einmal die - legalen - Umwege nehmen oder etwas mehr Zeit einplanen. Eine Umleitung sei vorerst kein Thema. Grundsätzlich, so Stefan Haschke, sollte die Polizei über solche Maßnahmen vorab informiert sein: "Das ist üblich."
Üblich ist auch, dass die Rettungsdienste informiert werden, sagt der Leiter des Rettungsdienstes beim BRK, Rudolf Baier. In der Regel klappe das sehr gut. Diesmal ausnahmsweise nicht. "Wir haben erst am Dienstag offiziell von der Baustelle erfahren", sagt Baier.

Rettungswagen behindert

So waren am Montag ein Rettungs- und ein Notarzt-Fahrzeug in den Stau geraten. "Beide sind zwar nicht stecken geblieben, haben aber länger gebraucht", betont Baier. Bei Staugefahr umfahren die Rettungsfahrzeuge Baustellen. Das werde nun auch im Bereich der Staatsstraße 2292 so gehandhabt.
Für die Linienbusse dagegen gibt es keine Umwege, sagt Reinhard Weltz, dessen Busse die Stadtlinien bedienen. Er war über die Baufirma über die Ampelregelung informiert worden. Die nächsten zwei Wochen müssen die Fahrgäste der Stadtbusse nach Hausen und Kleinbrach mit Verspätungen rechnen.
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