Bad Kissingen

Stadt unterstützt Fairtrade

Vom Rathaus wurde eine langfristige Unterstützung des Fairtrade-Gedankens zugesichert.
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Rund um fairen Handel ging es beim Treffen der Bürgermeister mit der Steuerungsgruppe Fairtrade Town. Von links: Bianca Key, Vorsitzende des Eine-Welt-Vereins, zweiter Bürgermeister Anton Schick, Steuerungsgruppenleiterin Susanne Wahler-Göbel, Stadträtin Martha Müller, Eine-Welt-Promoterin Katharina Lang und Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Foto: Mario Selzer
Rund um fairen Handel ging es beim Treffen der Bürgermeister mit der Steuerungsgruppe Fairtrade Town. Von links: Bianca Key, Vorsitzende des Eine-Welt-Vereins, zweiter Bürgermeister Anton Schick, Steuerungsgruppenleiterin Susanne Wahler-Göbel, Stadträtin Martha Müller, Eine-Welt-Promoterin Katharina Lang und Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Foto: Mario Selzer

"Das Engagement für den fairen Handel wird von allen Akteuren des Stadtrats mitgetragen und wertgeschätzt." Dieses Statement gab Anton Schick, stellvertretender Bürgermeister, vor Vertretern der Steuerungsgruppe Fairtrade Town bei einem Gespräch im Rathaus. Oberbürgermeister Kay Blankenburg unterstrich die Bereitschaft der Stadt und ergänzte: "Wir möchten diesen Gedanken weiter voran bringen." Wer sich über die Flüchtlingsproblematik in Deutschland beklage, dem sei nicht bewusst, "dass wir mit unserem Konsumverhalten einen großen Anteil an den Missständen in Entwicklungsländern haben. Da gibt es eine unübersehbare Kausalkette". An dieser Kausalkette gelte es weit vorne einzugreifen, so Blankenburg. "Fairtrade ist da ein wichtiger Faktor."

Das Treffen angeregt hatten Bianca Key, Vorsitzende des Eine-Welt-Vereins sowie Susanne Wahler-Göbel, Leiterin der Steuerungsgruppe Fairtrade Town. Anlass waren unter anderem die Stadtratswahlen 2020. "Wir müssen uns in unserer Arbeit sicher sein, dass auch der neu gewählte Stadtrat für den fairen Handel in Bad Kissingen steht", sagte Wahler-Göbel. Stadträtin Martha Müller, die auch Mitglied der Steuerungsgruppe ist, verwies auf den Beschluss von 2016, in dem sich die Stadt diesem Engagement verpflichtet hatte. "Dieser Beschluss hat selbstverständlich auch nach der Wahl Bestand", versicherte Schick. Er sei überzeugt, dass auch eine neue Besetzung des Stadtrats in dieser Sache keinen Richtungswechsel plane. "Fairtrade ist absolut sinnvoll."

Katharina Lang, Eine-Welt-Promoterin für Unterfranken vom Eine Welt Netzwerk Bayern, wies darauf hin, dass Bad Kissingens Engagement eines von rund 30 Fairtrade Towns in Unterfranken sei. Ihre Aufgabe sei es, die Fairhandelsstädte logistisch und mit Ideen zu unterstützen. Das Treffen widmete sich denn auch der Frage, welche konkreten Aktionen nachhaltig und langfristig für die Stadt, die seit August 2017 Fairtrade Town ist und inzwischen zum zweiten Mal die Zertifizierung bekommen hat, umzusetzen seien. So könnten Präsentkörbe für Jubelpaare mit Produkten aus dem Weltladen bestückt werden, schlug Key vor. Wahler-Göbel regte an, die städtische E-Mail-Signatur mit dem Fairtrade-Logo zu ergänzen, und es auf der Homepage der Stadt auf der Startseite zu platzieren. Zudem wurden Ideen für ein weiteres eigenes Kissinger Fairtrade-Produkt gesammelt, nachdem bereits der Bad Kissinger Kaffeetraum seinen festen Platz im Weltladen-Sortiment hat.

Unterstützung sagten die Rathauschefs auch für die Aktion Unterfranken schenkt fair zu. "Wir haben mit der Vorweihnachtszeit die umsatzstärkste Zeit des Jahres vor uns", so Lang. "Hier kann aus Verschenken leicht Fairschenken werden." Die Kissinger Steuerungsgruppe wird sich an dieser Aktion beteiligen und verstärkt Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Dafür werde das Rathaus das Ausdrucken der Plakate übernehmen, versprach Schick.

Für eine weitere Aktion bekommt die Steuerungsgruppe erneut Hilfe von der Werbegemeinschaft Pro Bad Kissingen. Deren Vorsitzender Klaus Bollwein verzichtet wieder auf die Standgebühr für einen Fairtrade-Stand am Eröffnungsabend des Adventsmarktes. Das Treffen endete mit der Zusage der Rathauschefs, dass Bad Kissingen sich als Austragungsort des jährlichen Regionaltreffens der Fairtrade-Städte anbiete.

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