Bad Bocklet
Jahresschluss

Staatsbad: Ohne Zuschuss geht es nicht

Die Staatsbad und Touristik GmbH Bad Bocklet hat Rücklagen in Höhe von 745 000 Euro. Trotzdem: Ohne Gelder von Freistaat und Gemeinde geht es nicht.
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Den Jahresabschluss 2017 für die Staatsbad und Touristik GmbH genehmigte  der Gemeinderat Bad Bocklet. Unser Bild zeigt einen Teil der Kuranlagen. Dieter Britz
Den Jahresabschluss 2017 für die Staatsbad und Touristik GmbH genehmigte der Gemeinderat Bad Bocklet. Unser Bild zeigt einen Teil der Kuranlagen. Dieter Britz
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Der Jahresabschluss 2017 der Staatsbad und Touristik GmbH, deren alleiniger Gesellschafter die Marktgemeinde Bad Bocklet ist, stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Im Bericht der RSB Treuhand GmbH Weikersheim wird den damaligen Geschäftsführern (Wolfgang Back, Andreas Sandwall und Thomas Beck) korrekte Arbeit bescheinigt. Die einstimmige Entlastung durch den Marktgemeinderat war denn auch reine Formsache.

Der Jahresabschluss der GmbH schloss mit einer Bilanzsumme von 1,31 Millionen Euro. Da der Jahresüberschuss in Höhe von 45 347 Euro in die Gewinnrücklagen fließt, ergibt sich ein Bilanzgewinn von null Euro. Die Gewinnrücklage der Gesellschaft beträgt damit 745 000 Euro, hieß es in der Sitzung. Insgesamt kommt die GmbH allerdings nicht ohne öffentliche Gelder aus: gemäß Paragraf zehn des Pacht- und Kur-Geschäftsbesorgungsvertrags zwischen dem Freistaat und der Staatsbad und Touristik Bad Bocklet GmbH erhält die Gesellschaft jedes Jahr einen Zuschuss von 120 000 Euro. Weitere 250 000 Euro steuert die Marktgemeinde zu.

Bürgermeister Andreas Sandwall, der GmbH-Geschäftsführer Thomas Beck für seine Arbeit dankte, hob hervor, dass der Gemeindezuschuss eine wichtige Wirtschaftsförderung und Wertschöpfung in der Gemeinde sei, "wir können und müssen uns das leisten." Schließlich wurde der Jahresabschluss für das Jahr 2017 einstimmig genehmigt und den drei Geschäftsführern Entlastung erteilt. Außerdem bekam die RSB Treuhand GmbH den Auftrag, auch für das Jahr 2018 den Jahresabschluss zu erstellen, da sie gute Arbeit geleistet habe und den Betrieb kenne.

Investition in Steinach

Die Marktgemeinde investiert über 70 000 Euro in die Erneuerung der Wasserversorgung im Ortsteil Steinach. Erneuert werden sollen die Steuerungstechnik für die Quelle, den Vorschacht und den Brunnen sowie des Abgabeschachtes. Zur Diskussion über diesen Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Sandwall den Betriebsleiter des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Rhön-Maintalgruppe (RMG) mit Sitz in Poppenhausen, Alfred Eusemann. Der RMG wurde zum 1. Januar 2006 die technische Betriebsführung der gemeindlichen Wasserversorgungsanlage übertragen. Im Januar 2017 war bereits die Steuerungstechnik, Bedienung und Überwachung im Hochbehälter der Wasserversorgungseinrichtung der Gemeinde auf eine zeitgemäße SPS- und Fernwirktechnik (speicherprogrammierbare Technik) umgestellt worden. Die Firma Siemens bot die notwendigen Bauteile und Technik inklusive Installation für 74 203 Euro an, alternativ für eine Pauschale von 70 000 Euro. Dazu kämen noch Regiearbeiten und Nebenkosten. Der Gemeinderat beschloss sich auf Vorschlag der Verwaltung, das Pauschalangebot anzunehmen.

Neue Allianzmanagerin

In der Sitzung stellte sich auch Beata Schmäling, die neue Allianzmanagerin der Allianz "Kissinger Bogen" vor. Sie ist die Elternzeit-Vertretung für Ganna Kravchenko. Die Diplom-Biografin ist 39 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Fünf Jahre lang war sie in einer lokalen Aktionsgruppe als Regionalmanagerin tätig. Sie betonte, dass sie sowohl die bestehenden Projekte weiterentwickeln als auch neue Projekte aus dem gemeinsamen Konzept verwirklichen will. Der Allianz "Kissinger Bogen" gehören die vier Märkte bzw. Gemeinden Burkardroth, Oberthulba, Bad Bocklet und Nüdlingen an. Die Allianz hat ihren Sitz im Rathaus von Burkardroth.



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