Staatsbad Brückenau
Investitionen

Staatsbad Brückenau: Wandelhalle wird saniert

Der Freistaat Bayern hat die Haushaltsgelder für die Jahre 2019 und 2020 freigegeben. Damit ist der Weg für die nächsten Projekte im Staatsbad Brückenau frei.
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Die Wandelhalle soll im Jahr 2020 saniert werden. Kurdirektorin Andrea Schallenkammer und ihr Stellvertreter Titus Tesar sind aktuell mit der Planung beschäftigt. Foto: Ulrike Müller
Die Wandelhalle soll im Jahr 2020 saniert werden. Kurdirektorin Andrea Schallenkammer und ihr Stellvertreter Titus Tesar sind aktuell mit der Planung beschäftigt. Foto: Ulrike Müller
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Große Bauprojekte liegen hinter der Staatlichen Kurverwaltung - und noch ist kein Ende in Sicht. Umfangreiche Sanierungsarbeiten im Dorint und im Badhotel sind abgeschlossen. Der Bereich um den Tierpark ist neu gestaltet. Aktuell werkeln Bauarbeiter im Fürstenhof. Rund 2,7 Millionen Euro investiert der Freistaat Bayern in den Umbau des Gebäudes zur Klinik. Den Innenausbau übernimmt die Limes Schlosskliniken AG.

Manche Projekte warten noch auf ihre Umsetzung. Der Austausch der Laternen im Schlosspark - insgesamt sollen 70 neue Leuchten aufgebaut werden - zieht sich hin. Rund 800.000 Euro inklusive Planung, Leitungsnetz und Fundamente kostet das. Eine Muster-Laterne steht in der Mitte des Parks zum Anschauen. Bei der Auswahl hat sich die Staatliche Kurverwaltung nicht mit dem Sternenpark Rhön abgestimmt. Kurdirektorin Andrea Schallenkammer ist aber zuversichtlich, dass die nach unten abstrahlenden Leuchten mit dessen Kriterien vereinbar seien.

Auch im Anbau des Badhotels steht der Austausch von Türen und Fenstern noch aus. 350.000 Euro sind dafür eingeplant. Den größten Posten aber stellt die Sanierung der Wandelhalle dar. Die hätte eigentlich in diesem Jahr beginnen sollen. "Diese Maßnahme haben wir aus Kapazitätsgründen aktiv geschoben", erklärt Schallenkammer. Der Umbau des Fürstenhofs habe zunächst Vorrang gehabt.

Abfüllanlage wird verlegt

Dach, Decke, Fenster und Boden erneuern Bauarbeiter ab Januar. Dass dringend etwas getan werden muss, sieht der Gast schon von außen. Über der Abfüllanlage, an der sich Einheimische mit der Heilquellen-Karte das Bad Brückenauer Wasser abfüllen können, blättert die Beschichtung von der Dachverkleidung ab. Im Zuge der Sanierung wird die Abfüllanlage an den Parkplatz verlegt - dorthin also, wo schon ganz früher die Menschen das Wasser aus dem Staatsbad holten.

Innen, in der Heilquellen-Lounge, hat Spritzwasser Schäden verursacht, so dass der Bodenbelag durch Fliesen ersetzt wird. Die Fugen würden so schmal wie möglich ausfallen, versichert Schallenkammer. Ein heller, aber keineswegs klinischer Eindruck soll entstehen. Die Gesamtgestaltung bleibt unangetastet. Die Toiletten sind noch in gutem Zustand, hier reiche eine Renovierung aus, ergänzt die Kurdirektorin.

In Zukunft besser beheizbar

Mit der Sanierung ändert sich auch ein wenig das Konzept der Wandelhalle. Foyer und Halle gehen jetzt nahtlos ineinander über. Zaungäste können den Konzerten lauschen oder in einem unbeobachteten Moment auch ohne Gastkarte zum Brunnentempel im hinteren Bereich huschen. In Zukunft werden Foyer und Brunnentempel durch Glasscheiben abgetrennt sein. Das habe in erster Linie den Effekt, dass die Wandelhalle besser beheizt werden könne, erklärt Schallenkammer. Die bauliche Veränderung erschwert aber auch den unberechtigten Zugang.

Insgesamt kalkuliert die Kurverwaltung mit ungefähr 3,6 Millionen Euro. Mit der Planung ist das Architekturbüro Richter aus Bad Brückenau beauftragt worden, das Staatliche Bauamt begleitet die Arbeiten von staatlicher Seite aus. Mit der Sanierung nähert sich die Wandelhalle übrigens wieder mehr dem historischen Bild an. So wird die mit Holz verkleidete Decke entfernt und wieder eine schlichte, weiße Fläche geschaffen werden.

Diese Maßnahmen plant die Kurverwaltung in den Jahren 2019 und 2020:

Heilquellen Für die Qualitätssicherung der Heilquellen stehen jährlich 50.000 Euro bereit. Aktuell ist das Geld noch nicht für konkrete Maßnahmen verplant.

Gebäudetechnik Nach einer Begehung aller Gebäude sind diverse Reparaturen an Lüftung, Heizung und Sanitäranlagen nötig. Hierfür sind rund 200.000 Euro vorgesehen.

Parkhotel Im Dorint sollen Flachdächer für rund 200.000 Euro erneuert werden. Das betrifft nicht den jüngst generalsanierten Spa-Flügel gegenüber vom Parkhaus.

Badhotel Das Alte Badehaus (Anbau des Badhotels) wird für etwa 260.000 Euro brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht.

Kurverwaltung Knapp 300.000 Euro stehen für die Modernisierung des Elisabethenhofs bereit. Unter anderem soll der Aufzug bis ins dritte Obergeschoss geführt werden. Ein noch nicht ausgebauter Raum wird als Lager hergerichtet.

Park Rund 650.000 Euro stehen für den Schlosspark bereit. Das Geld wird größtenteils für den Erhalt der Wege, Treppen und Portale verwendet. Denkbar seien aber auch neue Impulse, etwa das erlebbar Machen von Wasser innerhalb des Parks, erläutert Kurdirektorin Andrea Schallenkammer.

Kanalisation Ein großes Projekt, das wohl erst im Jahr 2021 umgesetzt werden wird, ist die Erneuerung der Kanalisation. Die Planungen beginnen jetzt. Hier geht die Kurverwaltung von Investitionen in Millionenhöhe aus.

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