Althausen
Fest

Sportfreunde kegeln seit 25 Jahren

Im Jubiläumsjahr gibt es ganz besondere Erfolge zu feiern.
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Bei der Einweihung der Kegelbahn vor 25 Jahren durften Bürgermeister Ferdl Betzer (rechts) und Sportreferent Karl Scharf die ersten Kugeln schieben. Foto: Archiv
Bei der Einweihung der Kegelbahn vor 25 Jahren durften Bürgermeister Ferdl Betzer (rechts) und Sportreferent Karl Scharf die ersten Kugeln schieben. Foto: Archiv
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Seit 25 Jahren ist die Kegelabteilung ein sportlicher Aktivposten der Sportfreunde Althausen. Zum Jubiläum, zur Inbetriebnahme der renovierten Kegelbahn und zur Meister-Feier der 1. Mannschaft, die aus der Bezirksliga B Nord in die Bezirksliga A Nord aufgestiegen ist, hatten sich die Kegelfreunde im Festzelt auf dem Dorfplatz versammelt, um diese Erfolge zu feiern.
Bruno Herf, Vorsitzender der Sportfreunde und begeisterter Kegler, wies auf die wertvolle Arbeit seines Vereins hin, die der Jugend besonders in der Kegelabteilung ein Forum für sinnvolle Freizeitgestaltung biete. In einem beeindruckenden geschichtlichen Rückblick ließ er den Werdegang des Kegelsportes in Althausen Revue passieren. Begonnen habe alles mit der Frage: "Welchen Sport treiben wir nach dem Fußballer-Leben?"

Mit wachsender Begeisterung

"Kegeln kann man auch noch mit 80 Jahren." Dieser Satz eines Vorstandsmitgliedes vor 25 Jahren wurde zur Geburtsstunde einer ungeahnten Keglertradition. Aufgrund dieser Initiative des damaligen Vorsitzenden Josef Bieberich fielen im Frühjahr 1988 die ersten Kegel auf einer nagelneuen Kegelbahn - und die Begeisterung stieg von Monat zu Monat. Anfangs wollten die Kegelfreunde ihren Sport aber immer nur als Hobby betreiben.
Da aber der Bayerische Landes-Sport-Verband (BLSV) die neugebaute Kegelbahn finanziell gefördert hatte, musste der Verein als Gegenleistung eine Mannschaft stellen. So erwuchs aus der Hobbygruppe Althausen Ost die 1. Mannschaft, erläuterte Bruno Herf. Erster Abteilungsleiter wurde Manfred Schmitt. Ein Jahr später schon gründete sich eine 2. Mannschaft, und im dritten Jahr stieg die 1. Mannschaft bereits auf. Die Kegelbegeisterung war so groß, dass in den acht darauffolgenden Jahren fünf Mal aufgestiegen werden konnte. Diese Erfolge wurden natürlich gefeiert, sagt Herf. Später gründeten sich eine 3. Mannschaft, eine Damen- und eine Jugendmannschaft. So konnten die Kegler im Vereinsjahr 2012/2013 mit drei Herren-, einer Damen- und zwei Jugendmannschaften auftreten und an Wettbewerben beteiligen.
Nach 25 Jahren Spielbetrieb habe die Kegelbahn Verschleißerscheinungen gezeigt und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen, so dass sich die Vorstandschaft zur Renovierung entschlossen habe. "Jetzt können wir auf einer hochmodernen Kegelbahn unseren geliebten Sport betreiben", freute sich Herf und dankte allen Helfern. "Im Jubiläumsjahr haben wir uns darüber hinaus ein weiteres Geschenk gemacht, die Meisterschaft in der Bezirksklasse B." Darüber sei er stolz, sagte der Vorsitzende, denn er sei selbst beteiligt gewesen.
Bürgermeister Helmut Blank sprach den Keglern Anerkennung aus für ihre sportlichen Leistungen und allen Sportfreunden in Althausen Dank für ihren Gemeinsinn und fürs Engagement bei Festivitäten auch in der Kernstadt. Dem schloss sich Ortssprecher Hermann Brust an und betonte: "Ich freue mich immer über eure Aktivitäten in sportlicher und auch gesellschaftlicher Hinsicht."
Abteilungsleiter Andreas Fries bedankte sich bei allen Aktiven und lobte die Begeisterung der jugendlichen Kegler. "Ohne die Jugend hat unser Verein keine Zukunft", hob er hervor und ehrte Simon Schmitt, den Deutschen Kegelmeister in der Gruppe U 14 sowie die Meistermannschaft, die mit Daniel Brust, Sven Bieber, Andreas Fries, Andreas Hein, Bruno Herf, Christoph Pfeuffer und Benedikt Zadel aus der Bezirksliga B Nord in die Bezirksliga A Nord aufsteigt.
Simon Schmitt (14), Deutscher Meister U 14 Kegeln Classic, betreibt diesen Sport seit sechs Jahren. Gefördert durch seinen Vater und seinen Onkel, habe er fürs Kegeln so gut wie immer Zeit, sagt der Gymnasiast bei einem Gespräch mit unserer Zeitung, auch dann noch, wenn eine Schulaufgabe bevorsteht. Dann sei eine sportliche Betätigung besonders wichtig, die ja auch das Gemüt beruhige, ist er überzeugt.
Nach dem Meister U 14 strebt er in einigen Jahren auch den Deutschen Meister U 18 an. Er trainiert zwei Mal wöchentlich. Gefördert wird das Kegeltalent von seiner Familie. Vater Volker Schmitt, der die Jugendlichen betreut und trainiert, sieht im Jugendfußball eine starke Konkurrenz zum Kegeln. Er wünsche sich, dass sich aber noch mehr Jugendliche für den Kegelsport begeistern, wenngleich er sie nicht vom Fußball abwerben möchte, sagt er. Der Vorteil gegenüber dem Fußball sei, sich beim Kegeln stark konzentrieren zu müssen, wobei immer auch der gesamte Bewegungsappa-rat trainiert werde, erläutert Schmitt.
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