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Spitzenreiter Lauter lässt nichts anbrennen

Spitzenreiter gewinnt sein Heimspiel gegen Aura souverän mit 3:0. Der TSV Oberthulba bleibt mit einem deutlichen Sieg in Diebach oben dran.
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Tim Potschka (vorne, FC WMP Lauertal) im Duell mit Christoph Then (SG Haard/Nüdlingen). Foto: Hpof
Tim Potschka (vorne, FC WMP Lauertal) im Duell mit Christoph Then (SG Haard/Nüdlingen). Foto: Hpof

BSC Lauter - SV Aura 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Nico Keßler (21.), 2:0 Simon Kessler (64.), 3:0 Nico Keßler (84.).

Der Spitzenreiter der Kreisklasse 1 gibt sich weiter keine Blöße. Gegen den SV Aura hatte das Heimteam das Spiel laut Pressewart André Lang schon in der ersten Hälfte im Griff. Das 1:0 fiel, als Oliver Kleinhenz von der linken Ecke des Sechzehners flankte und am Fünf-Meter-Raum Nico Keßler fand. Der versenkte den Ball "halb-volley ins Ecke", wie Lang es ausdrückte. Danach hätte Lauter noch höher führen können. Gute Chancen hatten Nico Keßler und Simon Kessler, aber auch Anu-In Bamrumnok. Nach der Pause blieb die große Offensive der Auraer aus. Mehr als zwei Weitschüsse zählte André Lang nicht. Stattdessen erhöhte sein Team per Konter. Simon Kessler nahm einen langen Ball aus der Lauterer Abwehr auf, lief zwei Abwehrspielern davon und schob den Ball ins Netz. Beim 3:0 spielte Julian Kühnlein am Fünfer einen Gegenspieler aus und passte zurück - Nico Keßler vollendete. Auch danach hatte der BSC die Chance zu erhöhen, auch wenn das nach Ansicht von Lang zu hoch gewesen wäre. st

SG Reiterswiesen I/Arnshausen I/Bad Kissingen II - TSV Wollbach 1:0 (1:0). Tor: Mahmud Hassani (43.).

Souveräner, als es das Ergebnis zeigt, war der Sieg der SG Reiterswiesen über Wollbach. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, mit nur jeweils einer Chance für beide Teams. Für die SG brach Marlon Schwientek auf links zur Grundlinie durch und passte zurück Richtung kurzer Pfosten; Fabian Renninger kam knapp zu spät. Für die Wollbacher scheiterte Jonas Kirchner mit einem Kopfball nach Ecke. Er segelte knapp vorbei. Das 1:0 fiel kurz vor der Pause, als Schwientek nach einer Flanke den Ball per Kopf auf der Fünf-Meter-Linie querlegte und Mahmut Hassani den Ball spektakulär mit der Hacke einnetzte. Trotz weiterer Großchancen für die Gastgeber blieb es in Hälfte zwei bei dem Ergebnis, auch weil Wollbachs Torhüter Florian Erb Henrik Dieners Kopfball über die Latte lenkte. Auch Jonas Eschenbacher scheiterte aus kurz Distanz am Goalie. Ab Minute 60 verflachte das Spiel. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeber nochmal einen Lattenkopfball. SG-Pressewart Zobias Vogel sprach von einem "verdienten Sieg, aber die Chancenverwertung muss besser werden". st

FC Untererthal - SV RW Obererthal 3:1 (0:0). Tore: 1:0 Kevin Wüscher (54.), 2:0 Mathias Tartler (68.), 2:1 Tobias Brust (72.), 3:1 Simon Hereth (83.).

Wenn die Viktoria auf den knapp zwei Kilometer entfernten SV trifft, dann stellt sich seit Generationen immer wieder die gleiche Frage: Ist Erthal nun grün-weiß oder rot-weiß? Die Platzherren rund um ihren neuen Spielertrainer Sebastian Heinlein sind deutlich besser in die Saison gestartet als die Rot-Weißen vom Michaelsweg, die in der Defensive aktuell nicht ganz sattelfest sind. "Das Spiel hatte aber nicht unbedingt Derbycharakter diesmal", berichtete FC-Pressesprecher Thomas Tiedemann. Die ersten guten Möglichkeiten ergaben sich für die Untererthaler, ehe die Gäste sich allmählich auch stärker in die Offensive wagten. Patrick Heilmann traf für die Viktorianer nur den Pfosten. "Im ersten Durchgang war von beiden Mannschaften wenig Brauchbares zu sehen. Es war zunächst eine flache Partie ohne große Aufreger", so Tiedemann. Per Freistoß gingen die Platzherren durch Kevin Wüscher in Führung. "Das war ein echtes Pfund. Wirklich stark geschossen. Vielleicht nicht ganz unhaltbar, aber eben mit sehr viel Wucht geetreten", berichtete Tiedemann. Die Viktorianer erhöhten wenig später nach einer tollen Kombination über mehrere Stationen, die von den beiden Tartler-Brüdern im Sturm regelrecht zelebriert und glänzend zu Ende gespielt worden war. Mit dem Hinterkopf kamen die Gäste durch Tobias Brust etwas überraschend zum Anschlusstreffer. Keeper Daniel Hammer hatte die kuriose Flugbahn des Balles nicht mehr rechtzeitig und richtig einschätzen können. Per Abstauber machte Simon Hereth endgültig den Deckel drauf, der einen Kullerball über die Linie drückte. "Der Sieg war letztlich verdient. Und außer ein paar gelben Karten war diesmal auch wenig Brisanz im Match. Die Zeiten der emotional aufgeladenen Erthal-Derbys sind vorbei."bit

SC Diebach - TSV Oberthulba 1:5 (1:1). Tore: 1:0 Alexander Drachenberg (8.), 1:1 Felix Lutz (12.), 1:2 Michael Römmelt (62.), 1:3 Steffen Gerlach (63.), 1:4 Erik Beyer (68.), 1:5 Felix Lutz (90.).

Die Gastgeber kamen besser in die Partie und hatten durch Robby Kuhns Freistoß die erste Chance, doch TSV-Keeper Philipp Metz war zur Stelle. Nicht so beim 1:0, als Metz irritiert wurde und nach Freistoß von Alexander Drachenberg am Ball vorbeisegelte. Der trudelte ins Tor. Die Reaktion von Oberthulba ließ nicht auf sich warten: Felix Lutz staubte zum 1:1 ab. Wenig bis gar nichts passierte bis in die zweite Halbzeit hinein, bevor die Oberthulbaer durch Michael Römmelt in Führung gingen. "Weil wir geschockt und die nächsten zehn Minuten konfus waren", so SC-Pressewart Bernd Resenberger, erhöhte Steffen Gerlach nach Kombination über Michael Römmelt und Alexander Zülch auf 1:3, ehe Erik Beyer nach einer Ecke die Führung weiter ausbaute. Diebach hätte noch mal für Spannung sorgen können, doch Metz parierte sowohl den Abschluss von Daniel Doschko als auch den Nachschuss von Julian Lutz überragend. Somit blieb es Felix Lutz überlassen, mit einem Schlenzer aus 16 Metern für den Endstand zu sorgen. "Wir haben 60 Minuten gut mitgehalten. Unsere zehn schläfrigen Minuten hat der TSV eiskalt bestraft, dessen verdienter Sieg allerdings um zwei Tore zu hoch ausfällt", bilanzierte Resenberger.

jfSG Gräfendorf/Dittlofsroda/Wartmannsroth - VfR Sulzthal 1:5 (0:2). Tore: 0:1 Philipp Hesselbach (16.), 0:2 Felix Keß (28.), 1:2 Andreas Ermisch (58.), 1:3 Alexander Unsleber (62., Elfmeter), 1:4 Fabian Weber (65.), 1:5 Alexander Unsleber (87.).

Gegen Sulzthal war für die Spielgemeinschaft aus Gräfendorf, Dittlofsroda und Wartmannsroth nicht viel zu holen. Die Gäste waren sofort im Spiel und präsentierten sich kämpferisch und läuferisch überlegen. "Das war leider ein sehr schlechtes Spiel von uns. Sulzthal hat das aber auch gut gemacht", musste Spielertrainer Andreas Ermisch anerkennen. Das 0:1durch Philipp Hesselbach fiel nach einer flachen Eckballvariante. In der 28. Minute führte ein Fehler im Aufbauspiel der Heimmannschaft zum zweiten Tor durch Felix Keß. Kurz nach der Halbzeit bäumte sich Gräfendorf noch einmal kurz auf und schöpfte nach Andreas Ermischs Anschlusstreffer, den Thomas Aulbach vorbereitet hatte, sogar etwas Hoffnung. Wenig später holte jedoch Alexander Unsleber einen Elfmeter für Sulzthal heraus, den er selbst verwandelte. In der Folge mussten die Hausherren in die Offensive gehen, was dem VfR viel Platz zum Kontern bot, den Fabian Weber und erneut Unsleber zu weiteren Toren nutzten.smb

DJK Waldberg - SG WMP Lauertal II 4:1 (2:0). Tore: 1:0 Kilian Metz (24.), 2:0 Patrick Seufert (37., Foulelfmeter), 3:0 Bastian Krapf (63.), 4:0 Patrick Seufert (75., Foulelfmeter), 4:1 Christopher Schneider (83.)

Auch im siebten Spiel bleibt die DJK Waldberg ungeschlagen und verlustpunktfrei. Der FC Lauertal war aber an diesem Nachmittag auch kein ernstzunehmender Gegner. Die Einheimischen hatten den Verlust von acht Stammspielern zu verzeichnen, gleich drei Ehemalige (Daniel Voll, Daniel Bühner und Manuel Wehner) wurden reaktiviert. Schon in der ersten Phase war man tonangebend gegen die tief stehenden Gäste. Nach einem schönen Spielzug traf Kilian Metz mit der Hacke zum 1:0. Gut anzuschauen war auch die Situation vor dem Foulelfmeter, bei dem Bastian Krapf von den Beinen geholt wurde. Den Gästen gelang bis dahin kein einziger Torschuss, daher war die Pausenführung hochverdient. Die zweite Hälfte begann mit viel Mittelfeldgeplänkel und wenig Torraumszenen. Das 3:0 war die Entscheidung: Bastian Krapf verwertete eine Flanke per Kopf ins kurze Eck. Wenig später bewahrte der Lauertaler Torhüter seine Mannschaft vor einem weiteren Treffer. Dieser fiel dann per erneutem Freistoß, Patrick Seufert nutzte auch diese Gelegenheit und verwandelte sicher. Die einzige Gelegenheit des Gegners führte in den Schlussminuten zur Ergebniskorrektur und resultierte aus einem Abwehrfehler. Beim Schuss von Christopher Schneider prallte der Ball vom Pfosten ins Tor. Wie Informant und Spielertrainer Mirko Kleinhenz betonte, ist der Sieg völlig verdient. Zu loben war von seiner Seite auch die gute Leistung des Unparteiischen.rus

SG Reiterswiesen I/Arnshausen I/Bad Kissingen II - SV Obererthal 3:1 (3:1). Tore: 1:0 Jakob Fischer (8.), 2:0, 3:0 Marcel Röder (13., 38., Elfmeter), 3:1 Tobias Brust (42., Elfmeter).

Die beiden Mannschaften boten ihren Zuschauern in Reiterswiesen zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Zunächst fand die beheimatete Spielgemeinschaft gut in die Partie und ging durch Jakob Fischer verdient in Führung. Tobias Windberg hatte Fabian Renninger steil geschickt, seine Hereingabe verwertete Fischer im zweiten Versuch. Fünf Minuten später schlug Marcel Röder per Kopf zu. Vom Punkt legte er sein zweites Tor nach, ehe Tobias Brust ebenfalls per Elfmeter das 3:1 gelang. In der Halbzeit gab es einige Wechsel, die besonders aufseiten der Gastgeber den Spielfluss störten. So plätscherte der zweite Durchgang dahin, die Gäste konnten ebenfalls keine Stiche mehr setzen. "In der ersten Halbzeit haben wir stark gespielt, schön kombiniert. Obererthal war eigentlich immer zu weit weg. In der zweiten Halbzeit hat dann der Spielfluss gefehlt", fasste Reiterswiesens Informant Tobias Vogel zusammen.smb

VfR Sulzthal - SG WMP Lauertal II 5:2 (3:1). Tore: 1:0, 2:0 Mario Eberlein (9., 25.), 3:0 Alexander Unsleber (30., Elfmeter), 3:1 Martin Baumgart (34.), 4:1 Alexander Unsleber (81.), 4:2 Martin Baumgart (84.), 5:2 Philipp Hesselbach (89.).

Letztendlich war es ein klarer Sieg für Sulzthal, dennoch war Pressewart Peter Fenn nicht ganz zufrieden mit der Leistung: "Man merkt, dass wir noch nicht in der besten Verfassung sind, wir haben den Gegner immer wieder unnötig zurück ins Spiel gebracht." Mario Eberlein sorgte früh für vermeintlich klare Verhältnisse. Erst traf er auf Zuspiel von Alexander Unsleber, dann legte er per direktem Freistoß sehenswert nach. Nach einer halben Stunde wurde Alexander Unsleber im Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst. Martin Baumgart brachte die Gäste daraufhin zurück ins Spiel. Leon Kilian hatte wenig später die große Chance auf den Anschlusstreffer, doch Felix Neder im Sulzthaler Tor hielt überragend. Im zweiten Durchgang bot sich viel Raum für VfR-Konter Einen langen Ball von Felix Neder nahm Alexander Unsleber an und schoss sein zweites Tor. Wieder antwortete Martin Baumgart, doch Philipp Hesselbach machte in der Schlussphase den Sack zu.smb

SG Haard/Nüdlingen - FC WMP Lauertal I 0:3 (0:0). Tore: 0:1 Daniel Schmitt (50.), 0:2 Stefan Denner (60.), 0:3 Sebastian Händel (70.).

Unterschiedlicher konnten die Vorzeichen kaum sein am Wurmerich, wo die Platzherren gegen die offensivstarke Mannschaft von Martin Schendzielorz einen erwartungsgemäß recht schweren Stand hatten. Während das neugegründete Team aus dem Lauertal mit breiter Brust um den Titel kämpfen will, suchen die Nachbarn aus Haard und Nüdlingen noch verzweifelt ihre Form. "In den ersten Minuten waren die Gäste bärenstark und setzten uns sofort massiv unter Druck", berichtete Abteilungsleiter Peter Haupt. "Dann aber haben wir lange Zeit sicher gestanden - und es stand zur Pause völlig verdient 0:0. Wir haben es dem Gegner wirklich schwer gemacht und in der Defensive nur sehr wenig zugelassen." Ein sehenswertes Traumtor ins Dreieck durch Daniel Schmitt brach nach der Pause den Bann und sorgte für mächtig Auftrieb bei den Lauertalern, die jetzt auf die Entscheidung drängten. Als dann der Ball eher zufällig aus den Händen von Keeper Justus Günter glitt und direkt bei Stefan Denner landete, machte dieser kurzen Prozess und sorgte für die Vorentscheidung. "Nach dem zweiten Tor waren natürlich die Gäste am Drücker und haben am Schluss hochverdient das 0:3 nachgelegt. Da war dann aus unserer Sicht nichts mehr zu machen. Das Ergebnis geht aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung. Das müssen wir so akzeptieren."bit

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