FC Fuchsstadt - TSV Güntersleben: Gespannt darf man sein, welche Leistung der FC Fuchsstadt (11./10) gegen den TSV Güntersleben (10./10) abrufen kann. Denn die einzige Konstante bislang ist die Inkonstanz der Truppe von Trainer Marius Kubo. Der derben 0:7-Heimklatsche gegen Schwebenried/ Schwemmelsbach folgte eine Reaktion des Teams mit einem 1:0-Sieg beim letztjährigen Bezirksoberligisten FSG Wiesentheid. "Dort war uns zu Beginn der Partie die Verunsicherung anzumerken, doch im Verlauf haben wir uns gesteigert und sind kurz vor Schluss, wenn auch glücklich, belohnt worden. Jetzt gilt es, dem Auf und Ab mit einer kleinen Positivserie entgegen zu steuern, auch wenn das in dieser ausgeglichenen und starken Liga schwer ist", fordert Kubo den nächsten Schritt seiner Elf. Ähnlich wankelmütig sind die Auftritte des Gegners. Einem 1:7 beim SV Rödelmaier steht zum Beispiel der jüngste 5:3-Erfolg beim SV Garitz am Mittwochabend gegenüber, dem Kubo als Beobachter beiwohnte. "Güntersleben ist eine spielstarke Mannschaft mit ein paar sehr guten Einzelspielern. Für uns wird es wichtig sein, unsere Defensive nicht zu vernachlässigen, sondern wie zuletzt dort strukturiert zu stehen", sieht der FC-Übungsleiter in einer stabilen Abwehr den Schlüssel zum Erfolg. Allerdings werden diesmal die beiden Urlauber Florian Thurn und Christoph Mützel nicht zur Verfügung stehen. Statistisch gesehen interessant ist sicherlich die Tatsache, dass sich in diesem Spiel die beiden Mannschaften mit den bisher meisten Gegentoren duellieren.

SSV Gädheim - TSV Münnerstadt: "Mund abwischen und weitermachen", lautet das Motto des TSV Münnerstadt (3./15) im Vorfeld des Gastspiels beim SSV Gädheim (12./9). Zwar kassierten die Jungs von Trainer Dominik Schönhöfer beim 1:2 gegen Bad Königshofen die zweite Saisonniederlage und boten dabei in Durchgang eins Magerkost, doch der Coach bleibt gewohnt gelassen. "Nach so einer ersten Halbzeit darfst du dich nicht wundern, wenn du verlierst. Das war sicher bisher das Schlechteste, was ich von meiner Truppe in dieser Saison gesehen habe. Aber das muss ich den Jungs auch mal zugestehen. Sie haben bisher einen tollen Job gemacht." Zwar legt Schönhöfer schützend seine Hand über das Team, nicht ohne es jedoch an die Grundtugenden des Fußballspiels zu erinnern, und das sind Engagement und Laufbereitschaft. Ein Wermutstropfen ist sicherlich die Verletzung von Mittelfeldstratege Sebastian Halupczok (Muskelfaserriss), der sich zuletzt in starker Form befand. Beim SSV Gädheim ging man mit voller Freude und Spannung in die neue Saison. Mit drei Siegen liegt man bisher im Soll. Ein Augenmerk sollte die Mürschter Defensive auf Michael Grubauer legen, der bisher fünf Saisontore erzielt hat. Zwei mehr hat bereits TSV-Goalgetter Simon Snaschel auf dem Konto.

SV Garitz - SV Rot-Weiß Obererthal: Höchst unterschiedlich sind die Voraussetzungen vor dem Landkreisderby zwischen dem SV Garitz (6./11) und dem SV Obererthal (18./0). Während die Rot-Weißen punktlos und mit vollem Lazarett Inhaber der Roten Laterne sind, kann man im Garitzer Lager trotz der jüngsten 3:5-Heimniederlage gegen Güntersleben mit dem bisherigen Saisonverlauf durchaus zufrieden sein, hält man doch zumindest Tuchfühlung zu den vorderen Plätzen. Vom Papier sollte es also eine klare Sache für die Sadowski-Truppe werden, doch dieser warnt. "Das ist ein schwieriges Spiel. Obererthal braucht dringend Punkte, um noch einmal in die Liga zurückzukommen. Sie werden uns wohl das Spiel überlassen und wir müssen erst einmal ein Tor machen." Auch die Leistung seiner Elf in Durchgang eins gegen Güntersleben ärgert den Coach noch immer. "Das war katastrophal. Wir waren nicht auf dem Platz und der Gegner war bissiger, willensstärker - einfach besser. Die zweite Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir uns es vorgenommen hatten. Leider hat uns dann das unnötige 3:4 die Moral und die Kraft genommen." Zuvor hatten die Garitzer aus einem 0:3 ein 3:3 gemacht und waren drauf und dran, die Partie zu gewinnen. Zwar fehlt im Derby nun der urlaubende Benedikt Lang und Bastian Knauer ist angeschlagen, doch Sadowski, der zuletzt selbst erst von der Bank kam, hat genug Variationsmöglichkeiten im Kader. Das kann man derzeit im Obererthaler Lager nicht behaupten. Trainer Manfred Fleischmann sah seine Mannschaft gegen Gädheim (2:5) 20 Minuten auf einem guten Weg, "doch nach dem 0:1 gingen die Köpfe nach unten und der Gegner gewann verdient". Seine Truppe sieht Fleischmann klar in der Außenseiterrolle, doch die Hoffnung auf Punkte ist unvermindert. "Garitz ist vom Kader wohl besser besetzt, doch in einem Derby ist vieles möglich. Wir versuchen wieder unser Bestes und werden sehen, was herauskommt."

SV Riedenberg - FC Strahlungen:
Der SV Riedenberg (13./8) hat am Sonntag den FC Strahlungen (7./10) zu Gast, eine Mannschaft, welche für SV-Trainer Charly Storch eine große Unbekannte darstellt. "Ich kenne die Mannschaft nur vom Papier her, aber sie scheint sich nach anfänglichen Problemen gefangen zu haben und dürfte eine starke Truppe stellen." Sein Team zeigte zuletzt in Güntersleben eine ansehnliche Vorstellung und war dem ersten Auswärtssieg der Saison nahe, am Ende sprang zumindest ein Punkt heraus. "Das war unsere Zielsetzung, und die haben wir erreicht. Zwar war sicher mehr drin, doch dafür hat uns das Quäntchen Glück im Abschluss gefehlt." Im Spiel gegen Strahlungen setzt Storch auf die Karte Motivation. "Wenn man gegen einen BOL-Absteiger spielt, ist der Motivationsfaktor noch mal größer. Man muss mehr in das Spiel einbringen, um etwas zu erben. Aber wir müssen in der Bezirksliga sowieso in jedem Spiel hundert Prozent bringen, um dabei zu bleiben", fordert der Riedenberger Coach. Da mit Philipp Dorn (Bänderriss), Bruder Christoph (USA) und Stefan Schneider (Rekonvaleszent) weiterhin drei etablierte Kräfte ausfallen, bleibt der SV-Kader klein, aber fein.