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Bad Kissingen
Handball

Nüdlinger leisten sich zu viele Aussetzer

Ein Ex-Brückenenauer verhindert beinahe den ersten Sieg der Sinnstädter. Nüdlinger Handballer scheitern an Lohrer Talenten. Die junge Bayernliga-Reserve der SG Garitz/Nüdlingen feiert im ersten Spiel den ersten Sieg.
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Trotz der doppelten Bewachung durch die Bergrheinfelder Michael Meyer (links) und Niklas Edelmann kommt Hammelburgs Simon Winter zum Abschluss. Foto: Hopf
Trotz der doppelten Bewachung durch die Bergrheinfelder Michael Meyer (links) und Niklas Edelmann kommt Hammelburgs Simon Winter zum Abschluss. Foto: Hopf
TSV Lohr II - DJK Nüdlingen 37:25 (16:14) - Nach einer guten Vorstellung in der ersten Halbzeit gerieten Nüdlingens Handballer, die ohne Oliver Speck und Jens Englert angetreten waren, beim Titelfavoriten in starke Bedrängnis und bezogen zum Ärgernis von Trainer Dietmar Piechulek noch eine böse Klatsche. Aus einer gut funktionierenden 6:0-Abwehr machten die DJKler den Hausherren zunächst das Leben schwer. Was kurz vor und nach der Halbzeit binnen acht Minuten geschah, trieb Dietmar Piechulek die Zornesröte ins Gesicht. Der Trainer musste mit ansehen, wie die Lohrer Jungfüchse, alles ehemalige Jugend-Bayernligaspieler, ihren Kontrahenten zermürbten. Mit elf Toren in Folge für die Gastgeber war das Match gelaufen. "Wir haben hier ein Spiel verloren, das man ohne weiteres auch hätte gewinnen können, doch die kurze Zeit vor und nach dem Seitenwechsel kam einem einzigen Blackout gleich", resümierte Piechulek.
Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (11/2), Jan Hofmann (6), Benedikt Weber (3/3), Sebastian Wilm, Marcel Przybilla, Marcel Müller, Nico Heer, Alexander Schmitt (je 1).

HSV Bergtheim - FC Bad Brückenau 28:29 (12:14) - Spieler wie Trainer des FC Bad Brückenau zeigten sich erleichtert nach dem ersten Saisonsieg. "Auch wenn nicht alles Gold war was glänzte, hatte die Mannschaft teilweise angedeutet, zu welcher Leistung sie imstande ist", sagte Klaus Sieß. Auf die Führungs tore der Bergtheimer hatten die Badestädter immer wieder eine Antwort parat. Am Leben hielt den FC Bad Brückenau Keeper Patrick Piller, der über sich hinauswuchs. Mit Patrick Krist teilte er sich zwischendurch immer wieder den Einsatz zwischen den Pfosten. Kampf und Siegeswille waren die Tugenden, die Mitte der zweiten Halbzeit beim Stande von 23:23 zum Tragen kamen. In einer emotionalen Schlussphase setzten sich die Sieß-Schützlinge über 25:25, 28:26 und 29:28 durch, wobei in letzter Sekunde ein fulminanter Freiwurf des Ex-Bad-Brückauers Tobias Liebe abgeblockt wurde.
Tore für Bad Brückenau: Alexander Bauer (6), Simon Dietrich (5/3), Oliver Hilbert (5), Maximilian Richter (4/1), Michael Müller (3), Peter Karl (2), Simon Weiner, Tom Schumm, Christian Karl, Leopold Richter (je 1).

TV/DJK Hammelburg - TSV Bergrheinfeld 25:30 (12:16) - Aufgrund der Dramaturgie in der Schlussphase war es sicherlich eine äußerst bittere Niederlage für die Saalestädter. Dabei führten Jürgen Schellers Handballer in der ersten Spielhälfte die Berger phasenweise vor, konnten aber ihre Führungen nicht mit in die Pause nehmen, weil es dem Rückraum an Wurfkraft mangelte. Frank Sell agierte zwar als balltechnisch perfekter Spielmacher vom Dienst, im Abschluss fehlte es ihm aber ebenfalls an Konsequenz. Zu sehen auch daran, dass ihm kein Feldtor gelang. In die Bresche sprang an diesem Tag Simon Winter, den die Berger nicht auf der Rechnung hatten. Wurfgewaltig stellte er Bergrheinfelds Abwehr vor Probleme und brachte seine Mannschaft immer wieder ins Spiel zurück, der am Ende aber die Kraft und Kaltschnäuzigkeit am gegnerischen Kreis fehlte. Als die Gastgeber auf 21:23 verkürzt hatten, sah sich Winter in Manndeckung genommen. "Verloren haben wir das Spiel unmittelbar vor der Halbzeit, als die Berger unsere haarsträubenden und technischen Fehler eiskalt mit vier Toren in Folge bestraften", wusste Scheller.
Tore für Hammelburg: Simon Winter (13), Sebastian Leurer (4), Frank Sell (2/2), Holger Friedl, Sven Roth (je 2), Julian Lutz, Christoph Schlereth (je 1).

HSG Pleichach II - TV/DJK Hammelburg 30:24 (17:11) - Die mit vier Nachwuchsspielerinnen angetretenen Hammelburger sahen sich bei der Niederlage einer voll besetzten HSG-Bank gegenüber. Lara Laske, Johanna Ruppert, Helen Faust und Elena Kalasnikova sprühten zwar vor Kampfeseifer, konnten aber die ambitionierten Gastgeberinnen nicht gefährden. Manfred Leihers Sieben kam schwer in die Gänge, so dass er früh die erste Auszeit nehmen musste "Unser Knackpunkt war wieder einmal die Wurfschwäche, die uns zum Verhängnis wurde", resümierte Leiher. Nicht auf der Rechnung hatte der Gegner aber Ute Leidner, von der Leiher einfach schwärmte. "Wie in alten Zeiten hat sie die Defensive Pleichachs vernascht und dank ihrer Wurfkraft toll Ergebniskosmetik betrieben und elfmal eingenetzt."
Tore für Hammelburg: Ute Leidner (11/1), Nicole Schröter (7), Johanna Leiher, Annika Kress (je 3).

TSV Waigolshausen - SG Garitz/Nüdlingen II 10:18 (4:8) - Die Bayernliga-Reserve absolvierte erfolgreich ihr erstes Pflichtspiel. "Natürlich war es für die Truppe mit einem Durchschnitts-Alter von 17,5 Jahren ein Novum, gegen eine gestandene Damenmannschaft zu spielen", sagte SG-Coach Erich Kaim. Nach einer schnellen 7:1-Führung pirschte sich Waigolshausen heran, doch nach dem Wechsel baute die Spielgemeinschaft ihren Vorsprung kontinuierlich aus. "Ein gelungener Einstand, auch wenn noch einiges zu verbessern und zu verfeinern ist", so Kaim. spion
Tore für die SG: Andrea Reisch (8/2), Maike Ditzel (4), Theresa Kleinhenz (3), Luisa Schnitt (1), Nathalie Stahl (1), Anna Zimmer (1).

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