Bad Kissingen

Kampfstarke Nüdlinger bezwingen den FC Bad Brückenau

Verletzungspech bringt die Hammelburger Frauen um einen Auswärtssieg in Würzburg. TV/DJK-Männer setzen sich in Königsberg durch.
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In die Zange genommen: Michael Müller (links) und Alexander Bauer (rechts) vom FC Bad Brückenau machen den Weg zu für Marcel Przybilla von der DJK Nüdlingen. Foto: Hopf
In die Zange genommen: Michael Müller (links) und Alexander Bauer (rechts) vom FC Bad Brückenau machen den Weg zu für Marcel Przybilla von der DJK Nüdlingen. Foto: Hopf
DJK Nüdlingen - FC Bad Brückenau 24:23 (13:13) - Was für ein Spiel! Nüdlingen und Bad Brückenau boten in diesem klassischen Derby einen leidenschaftlichen Kampf. Zunächst hatten die Gäste, die das Hinspiel mit 34:27 gewonnen hatten, einen guten Plan: Bastian Kiesel aus dem Spiel zu nehmen und über die schnelle Mitte mit Simon Dietrich und Oliver Hilbert die DJKler unter Druck zu setzen. Das funktionierte nur zum Teil. "Wir wollten was riskieren, haben uns aber durch Nachlässigkeiten und undisziplinierte Spielweise um den Lohn gebracht", befand FC-Trainer Klaus Sieß. Im Wege stand den Gästen zudem Julian Wilm, der sich zwischen den Pfosten in Hochform präsentierte. Ebenso stark hielt sein Gegenüber Stefan Bott, der der FC-Abwehr den nötigen Halt gab. Dennoch konnten die auswärts bislang sieglosen Bad Brückenauer ihrer zugedachten Favoritenrolle nie gerecht werden. In der 53. Minute ging die DJK erstmals in Führung (22:21) und verteidigte diese bis zum Ende. "Meine Devise hieß kämpfen, kämpfen, kämpfen. Und dies setzte mein Team perfekt um, behielt dabei kühlen Kopf und taktische Disziplin. So kam der gefürchtete Brückenauer Tempogegenstoß-Express um Simon Dietrich nie richtig auf Touren", resümierte DJK-Coach Oliver Speck. "In der Summe sind das die Dinge, die den Unterschied ausmachten", war FC-Coach Sieß enttäuscht, auch von einigen Provokationen der DJKler.
Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (11/7), Sebastian Wilm (6), Julian Thomas, Marcel Przybilla (je 2), Philipp Wilm, Jan Hofmann, Vinzenz Przybilla (je 1).
Tore für Brückenau: Simon Dietrich (9), Peter Karl (4/3), Alexander Bauer, Oliver Hilbert, Tom Schumm (je 2), Sven Markovicz, Jan Markovicz, Michael Müller, Simon Weiner ( je 1).

TV Königsberg - TV/DJK Hammelburg 24:32 (13:13) - Der TV/DJK scheint für das am 15. Februar in Bergrheinfeld stattfindende "Endspiel" um die Meisterschaft gerüstet zu sein. Mit Tempo und schönen Kombinationen starteten Frank Sell und Co in die Partie, die ihnen aus den Händen glitt, als der "heimische" Schiedsrichter begann, die Seinen zu bevorteilen. Zur Pause stellte Frank Sell seine Abwehr offensiver auf, er und Christian Preißler agierten im Wechsel vorgeschoben. Dieser Schachzug ebnete den Weg zum Sieg, den man auch Keeper Marcel Kleinböhl zu verdanken hatte, der zwischen der 35. und 45. Minute einige sogenannte "Unhaltbare" parierte. "Jan Martin Henn war zwar unser effektivster Individualist, doch gewonnen hat die Mannschaft als starkes Kollektiv im Königsberger Hexenkessel", so Frank Sell.
Tore für Hammelburg: Jan Martin Henn (8), Christian Preißler (7/2), Frank Sell (6/1), Thomas Bickel (4), Simon Winter (3), Tobias Mützel (2), Sebastian Leurer, André Schärpf (je 1).

SG-ETSV Würzburg - TV/DJK Hammelburg 25:24 (10:17) - Das Spiel der Hammelburgerinnen stand unter keinem guten Stern. Erst meldete sich Katja Körpert ab, für die die reaktivierte Ulrike Faust ins Tor musste. Die verletzte sich in der 45. Minute bei einer 21:17-Führung so stark, dass sie durch Kreisläuferin Ute Leidner ersetzt werden musste. Zunächst beherrschten die von Wolfgang Faust gecoachten Gäste ihren Gegner. Annika Kress und Sabine Finke dirigierten ihr Ensemble und vorne vollstreckte Nicole Schröter eiskalt. Das funktionierte aber nur bis zu jener 45. Minute. Die Saalestädterinnen kämpften zwar leidenschaftlich, doch mit ihrem letzten Angriff beim Stande von 24:24 vergaben sie das mögliche Siegtor. "Diese bittere Niederlage hat unsere Mannschaft nicht verdient", ärgerte sich Wolfgang Faust.
Tore für Hammelburg: Nicole Schröter (9), Annika Kress (5), Helen Faust (4), Ute Leidner (3), Sabine Finke (2), Laura Jaguzcak (1).

TV Etwashausen II - SG Garitz/Nüdlingen II 31:3 (14:0) - "Es ist für uns unmöglich, acht Spielerinnen zu ersetzen, die zum Teil bei der Ersten aushelfen mussten, verletzt oder privat unabkömmlich waren", machte SG-Trainer Eich Kaim aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. "Sicher hätten wir dieses Spiel absagen können, doch aus sportlichen Gründen haben wir das Handicap auf uns genommen." Kaim sah seine Truppe tapfer kämpfen, die fast 40 Minuten benötigte, um ein Tor zu erzielen. Sabrina Metz, Katja Heidert und Ann-Katrin Kiesel netzten je einmal ein. Die SG verballerte noch vier Siebenmeter.

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