Wildflecken
Jugendfußball

Gründung der JFG Sinntal/Schondratal

Der FC Bad Brückenau, der SC Oberbach, der SV Riedenberg, die DJK Schondra und der SV Wildflecken gehen einen gemeinsamen Schritt in die Zukunft.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Fußball steht beim Vorstand der neuen JFG Sinntal/Schondratal im Mittelpunkt (von links): Achim Feuerstein, Thomas Schmitt, Harald Rüttiger und Horst Tong. Es fehlt Schriftführer Steffen Kopp, der beruflich verhindert war. Foto: ts
Der Fußball steht beim Vorstand der neuen JFG Sinntal/Schondratal im Mittelpunkt (von links): Achim Feuerstein, Thomas Schmitt, Harald Rüttiger und Horst Tong. Es fehlt Schriftführer Steffen Kopp, der beruflich verhindert war. Foto: ts
Rund eineinhalb Jahre währte die "Schwangerschaft", dann stand die Geburt des Kindes an - die JFG Sinntal/Schondratal wurde am Mittwoch im Sportheim des SV Wildflecken geboren. Die Gründungsmitglieder FC Bad Brückenau, SC Oberbach, SV Riedenberg, DJK Schondra/Breitenbach/Mitgenfeld und SV Wildflecken waren sich einig, dass nur durch diesen Schritt der Jugendfußball in der Rhön eine Zukunft hat. "Wir haben vor Beginn der Gespräche eine langfristige Planung aufgestellt, dabei hat sich gezeigt, dass die demographische Entwicklung die JFG zwingend notwendig macht", erläuterte Harald Möller vom SV Wildflecken die Beweggründe. Kinder sollen in allen Altersklassen die Möglichkeit haben, Fußball zu spielen, wozu ein einzelner Verein auf längere Sicht kaum mehr in der Lage sein wird. Durch die JFG wird eine breite Basis geschaffen, die eine Förderung der Kinder nach ihrem jeweiligen Leistungsstand ermöglicht.

Jürgen Peterek, Vorsitzender des SV Wildflecken, der die Versammlung eröffnete, legte Wert auf die Feststellung, dass die Gründung der JFG durch den gemeinsamen Willen der Beteiligten getragen wird. In kurzen Stellungnahmen der "Stammvereine" betonten die Verantwortlichen, dass die Herren-Mannschaften eigenständig bleiben sollen, um den Spielbetrieb in jedem Ort aufrecht zu erhalten. Dies sei eine elementare Grundlage für den Betrieb der Sportheime.

Dass eine gründliche Vorbereitung selbst bei einer umfangreichen Tagesordnung eine zügige Versammlung ermöglicht, zeigte sich am Mittwoch in Wildflecken. Alle anstehenden Entscheidungen konnten einstimmig getroffen werden. Gegenstimmen oder Enthaltungen gab es nicht. Nach der offiziellen Gründung der "Juniorenfördergemeinschaft Sinntal/ Schondratal" galt dies ebenso für die Satzung und die Geschäftsordnung des neuen Vereins, die bereits im Vorfeld in den Vorständen der beteiligten Vereine eingehend geprüft worden waren. Die anstehenden Vorstandswahlen leitete Thomas Helfrich vom SV Wildflecken, dem Harald Fischer (DJK Schondra) und Stefan Schneider (SV Riedenberg) zur Seite standen. Alle Mitglieder des neuen Vorstands mit Achim Feuerstein (DJK Schondra) an der Spitze erhielten ebenfalls jeweils einstimmig die volle Unterstützung.

Feuerstein versprach eine gute und enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen. "Alle Kinder sollen von der JFG profitieren. Natürlich sollen die Leistungen der stärksten Spieler weiter gefördert werden, aber jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, weshalb wir dafür sorgen wollen, dass alle ihren Spaß haben und persönlich weiterkommen", verspricht Achim Feuerstein. Um erfolgreich arbeiten zu können, ist die neue JFG natürlich auf Unterstützung angewiesen. Sponsoren werden gesucht und möglichst viele Eltern sollen dazu gewonnen werden, neben dem Stammverein auch der JFG beizutreten. Auf Vorschlag von Achim Feuerstein beschloss die Versammlung, den Jahresbeitrag für "sonstige Mitglieder" auf zehn Euro festzulegen. Der JFG-Vorstand hofft, dass die Eltern sich auch in Sachen Fahrten zum Training oder zu Spielen engagieren. Thomas Schmitt hat diesbezüglich mit der U 13 der DJK Schondra in der Bezirksoberliga nur beste Erfahrungen gemacht.

Auf den Vorstand kommt jetzt eine Menge Arbeit zu. Um im Sommer mit dem neuen Verein in den Spielbetrieb starten zu können, müssen die Spielerlisten auf den neuesten Stand gebracht werden, um festlegen zu können, wie viele Mannschaften man in jeder Altersklasse melden kann. Außerdem sind die Spielorte und die Trainerbesetzung zu klären. "Ich wünsche mir, dass möglichst viele Trainer von den Stammvereinen in die JFG eingebracht werden", so Harald Möller vom SV Wildflecken. Thomas Helfrich hat das neue Emblem gestaltet. "Der Fußball steht bei uns im Mittelpunkt, um den kreisen die fünf Vereine und die JFG als äußerer Ring hält alles zusammen."


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren