Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

Zu lange Mängelliste bei den Hammelburg Volleys

Bei der Tiebreak-Niederlage in Karlsruhe geht bei den Saalestädtern so einiges schief.
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Gut, aber nicht gut genug: Angriffsschlag von Oscar Benner im Spiel in Karlsruhe. Dirk Rehmeier 
Gut, aber nicht gut genug: Angriffsschlag von Oscar Benner im Spiel in Karlsruhe. Dirk Rehmeier 

SSC Karlsruhe - Hammelburg Volleys 3:2 (25:16, 26:28, 25:20, 23:25, 18:16). Groß war die Verärgerung von Volleys-Trainer Karl Kaden nach den 131 Spielminuten in Karlsruhe. Über ein soeben verlorenes Fünfsatz-Match, das phasenweise gehemmte Auftreten seiner Spieler aber auch über die Unparteiischen, die nach Meinung des Trainers in den entscheidenden Phasen zu viel Unruhe ins Spiel gebracht hatten. "Ab dem zweiten Satz war der Schiedsrichter überfordert. Er gibt einem Spieler nach dem Spiel die rote Karte, der diese schon während des Spiels verdient gehabt hätte", lautete ein Kritikpunkt von Kaden, der sich eine nachvollziehbare Linie für beide Teams gewünscht hätte.

"Wir kommen nicht wie gewünscht ins Spiel und Karlsruhe gewinnt dann auch verdient den ersten Satz", resümierte Kaden. Zu bemängeln gab es eine hohe Fehlerquote im Aufschlag und im Angriff. Allmählich kehrten die Hammelburger Offensivkräfte auf den Pfad der Effektivität zurück: Oscar Benner setzte aus dem Hinterfeld Ausrufezeichen und Kapitän Peter Wolf fand über die Außenposition besser ins Spiel. Einen 12:14-Rückstand egalisierte Moritz Rauber mit zwei Assen. Auf Karlsruher Seite zeigte sich Jens Sandmeier im Angriff dauerhaft kompromisslos vor den 250 Zuschauern. Mit dem dritten Satzball glich aber Hammelburg aus.

Späte Phase der Besinnung

Mitte des dritten Satzes profitierten die Gastgeber von ihrer traditionell guten Feldabwehr, während Hammelburg vor allem im Angriff zu viele Anläufe brauchte. "Es gelang uns oft nicht, den Ball tot zumachen. Zudem hätten wir den gegnerischen Block viel besser gezielt anschlagen müssen, so wie es Karlsruhe nahezu das gesamte Spiel getan hat", resümierte Kaden. Nach 1:2-Satzrückstand und fünf Aufschlaghämmern von SSC-Kapitän Benjamin Loritz besannen sich die Hammelburger ihrer eigenen Spielstärke, besiegelten im Aufschlag (Rauber, Krochmann) und im Angriff (Bendikowski, Wolf) den lange vermissten Stabilitätspakt und retten sich so in den Entscheidungssatz. "Leider sorgte im Tiebreak das Schiedsgericht wieder für Unruhe", so Kaden, der dies aber als Entschuldigung nicht gelten lässt: "Machen wir früher unsere Hausaufgaben, kommen wir erst gar nicht erst in diese Situation." Am Samstag dürfen die Volleys wieder zu Hause ran, wenn man das Team aus Eltmann zum Derby empfängt.



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