Bad Kissingen

Wölfe-Fans feiern ihr Team - nach einer Niederlage

Atemberaubendes Spiel gegen Erding: Wenige Zeitstrafen und eine hervorragende Teamleistung lassen in Sachen Playoffs hoffen.
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Hart, aber fair: Nur drei Strafzeiten erlaubten sich die Kissinger Wölfe im Spiel gegen Erding (grüne Trikots): Auf unserem Bild übernehmen Eugen Nold (links) und Charles Müller die Jagd nach dem Puck. Foto: Hopf
Hart, aber fair: Nur drei Strafzeiten erlaubten sich die Kissinger Wölfe im Spiel gegen Erding (grüne Trikots): Auf unserem Bild übernehmen Eugen Nold (links) und Charles Müller die Jagd nach dem Puck. Foto: Hopf
Kissinger Wölfe - Erding Gladiators 7:8 (2:2, 2:2, 3:4).
So sehen Verlierer aus. Gesenkte Köpfe. Fassungslosigkeit in den Gesichtern. Und ein Spielertrainer, der kurz nach der Schluss-Sirene verärgert das Tor traktiert. Dort, wo kurz zuvor sich Erdings Goalie Louis-Vincent Albrecht hatte feiern lassen von seinen Teamkollegen, die eher glücklich als verdient die drei Punkte mit nach Hause nahmen. Aber Verlierer werden vom Publikum selten so gefeiert wie die Saalestädter. Auch nach Siegen war es jedenfalls schon leiser.

Die Fans der Wölfe honorierten mit viel Applaus und trotzigen Anfeuerungsrufen die Leistung der Kissinger Wölfe nach einem atemberaubenden Spiel, in dem die Saale-Jungs einen Blitzstart hatten mit den Treffern von Eugen Nold (2.) und Charles Müller (11.). Aber der Favorit sollte seine Qualitäten schnell ausspielen, glich noch vor dem Drittelende aus und stellte im Mitteldrittel auf
4:2. Jetzt waren bei den Unterfranken Comeback-Qualitäten gefragt - und die kamen zur Geltung mit den Treffern von Konstantin Firsanov (28.) und Toms Tilla (37.), was die tolle Stimmung in der Eishalle zusätzlich befeuerte. Ebenso unverständlich wie unnötig, dass sich die Saalestädter im finalen Abschnitt binnen 128 Sekunden drei Gegentreffer einhandeln sollten. Kissingen wechselte daraufhin den Goalie, Michael Gundlach kam für den glücklosen Kevin Kessler.

Unglaublich aber, dass selbst dieser Vorsprung den Bierstädtern nicht genügte, weil Mikhail Nemirovsky (46.) und Nold in Überzahl (49.) die Kissinger auf ein Tor heranbrachten. Erding erhöhte auf 8:6 (53.), Nemirovsky traf zum 7:8 (59.), doch retteten die Gladiators den hauchdünnen Sieg über die Zeit. Pech für die Gastgeber, dass die Schiedsrichter einen klaren Treffer nicht anerkannt und zudem einen zweifelhaften Penalty für die Gäste gegeben hatten. Trotzdem: Ein Auftritt, der Mut macht für die verbleibenden vier Spiele der Abstiegsrunde. Zumal die Wölfe, wie schon beim Freitagssieg in Fürstenfeldbruck, sich nur wenige Zeitstrafen geleistet und auch als Mannschaft überzeugt hatten. Schade, dass die Mighty Dogs nur bedingt hatten Schützenhilfe leisten können mit der Niederlage in Fürstenfeldbruck nach Penaltyschießen. Immerhin einen Punkt knöpften die Schweinfurter dem Kissinger Konkurrenten somit ab.

In Sachen Playoffs sollten die ersten Plätze an Erding und Schweinfurt vergeben sein, um die weiteren zwei Plätze balgen sich die vier verbleibenden Teams, die nur ein Punkt trennt. Noch alles drin also für Nemo und Co, die am Freitag in Vilshofen und am Sonntag in Erding antreten müssen, während die Mighty Dogs schon am Freitag bei den Gladiators gastieren, ehe am Sonntag Fürstenfeldbruck in den Icedome kommt.

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