Bad Kissingen
Eishockey

Wölfe-Boss Michael Rosin gerät in Rage

Nach dem Kraftakt gegen Riessersee punkten die Kissinger Wölfe auch beim EV Füssen. Trotzdem hadert der Vorsitzende mit dem Ergebnis.
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Starkes Comeback: In den drei Spielen seit seiner "Wiedereingliederung" ins Wolfsrudel erzielte Romans Nikitins (links) zwei Treffer. In Füssen sammelte der 41-Jährige einen Scorerpunkt mit der Vorlage zum Führungstreffer.Hopf
Starkes Comeback: In den drei Spielen seit seiner "Wiedereingliederung" ins Wolfsrudel erzielte Romans Nikitins (links) zwei Treffer. In Füssen sammelte der 41-Jährige einen Scorerpunkt mit der Vorlage zum Führungstreffer.Hopf

EV Füssen - Kissinger Wölfe 3:2 n.V. (0:1, 1:0, 1:1, 1:0). Gefühlt standen hernach zwei Verlierer-Teams auf dem Füssener Eis. Klar, die Allgäuer hatten das Spiel durch den Treffer von Markus Vaitl nach 68 Sekunden der Verlängerung gewonnen. Aber halt auch einen Punkt liegen gelassen, der schmerzen könnte im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga. Die bis dato punktgleichen Miesbacher hatten schließlich zeitgleich den EHC Klostersee mit 5:1 besiegt, liegen damit einen Zähler vor dem EV Füssen, der am Freitag Spitzenreiter SC Riessersee empfängt, ehe es am letzten Spieltag zum großen Showdown mit dem TEV Miesbach kommt, der am Freitag im Kissinger Wolfsbau gastiert.

Zwei Tage nach dem Sensationssieg nach Penaltyschießen über Riessersee bot das Kissinger Häuflein auch unweit der Landesgrenze zu Österreich eine bemerkenswerte Leistung gegen ein weiteres Top-Team der Bayernliga. Aller Ehren wert war diese denkbar knappe Niederlage, aber Michael Rosin war angefressen. Dass Kristers Freibergs in der Overtime seinen Sololauf nicht erfolgreich abgeschlossen hatte, brachte den Wölfe-Boss nicht in Rage. So was passiert, zumal die Reaktion von EV-Goalie Benedikt Hötzinger in dieser Szene sensationell gut war. Echauffiert hatte sich Rosin über die Leistung des Hauptschiedsrichters. "Eine Farce mit einem Penalty gegen uns, der keiner war sowie überzogenen Zeitstrafen. Und dem 2:1 von Füssen ging ein klares Abseits voraus. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, die Jungs haben bis zum Umfallen gekämpft."

In starker Verfassung präsentierte sich Goalie Benni Dirksen, der im Auftaktdrittel keinen Treffer kassierte, stattdessen mit den Kollegen den Führungstreffer durch Jakob Revaj (6.) bejubeln durfte. Im Mitteldrittel bot sich Eugen Nold per Alleingang die Chance zum 2:0, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite durch besagten Penalty von Tyler Wood, 46 Sekunden vor der zweiten Pausensirene.

Im Schlussabschnitt ging der EV Füssen durch das Kontertor von Marc Besl (48.) erstmals in Führung vor den knapp 900 Zuschauern, aber die Stehauf-Männchen von der Saale schlugen in Überzahl zurück durch Anton Seewald (51.).

"Unserer Mannschaft hat die Kraft nach dem Spiel am Freitag gefehlt. Aber auch wir hätten der Sieger sein können", bilanzierte Rosin in der Pressekonferenz, während sein Trainerkollege Andreas Becherer fand, "dass wir stellenweise zu kompliziert gespielt haben. Dazu hatte der Gegner einen Torhüter, der überragend gehalten hat. Unser Sieg war aber hochverdient, weil wir wesentlich mehr Spielanteile hatten und mehr investiert haben."

Um doch noch die Playoff-Spiele um die Bayernliga-Meisterschaft zu erreichen, müssen die Kissinger Wölfe in den Spielen gegen Miesbach und am Sonntag in Königsbrunn drei Zähler auf den EHC Klostersee wettmachen.

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