LKR Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

Westheimer Heimspiel-Premiere

Nach dem guten Saisoneinstieg geht das Landkreis-Quartett die nächsten Aufgaben mit einer gehörigen Portion Optimismus an.
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Dynamisch in die Saison startete Jonas Schmitt (vorne, links) mit dem FC 06 Bad Kissingen in die Saison. So soll's weitergehen. Foto: ssp
Dynamisch in die Saison startete Jonas Schmitt (vorne, links) mit dem FC 06 Bad Kissingen in die Saison. So soll's weitergehen. Foto: ssp

TSV/DJK Wiesentheid - FC Thulba (Samstag, 16 Uhr) Nach dem geglückten Saisonstart mit dem 3:1-Derbysieg über den FC Westheim führt die Reise des FC Thulba (2./3) zum TSV/DJK Wiesentheid (8./1). Der Tabellenzehnte der Vorsaison wird hoch gehandelt, weil der Kader brutal verstärkt wurde. Neu-Trainer Hassan Remeithi brachte vom Landesligisten FC Geesdorf neben Bruder Mohammed auch noch Fazdel Tahir sowie Carmine de Biasi mit. Mit Eray Cardiroglu (Forst) und Andreas Ganzinger (Würzburger FV) kamen weitere Spieler mit reichlich Bayernliga-Erfahrung. Dass die Bäume aber auch für so eine Truppe nicht in den Himmel wachsen, zeigte sich am ersten Spieltag, als man bei Aufsteiger Hirschfeld nur zu einem 1:1 kam. "Da brauchen wir dennoch einen guten Tag", weiß Frankonen-Spielertrainer Victor Kleinhenz, der mit dem Auftakt seiner Truppe zufrieden war: "Über die 90 Minuten gesehen, war es ein verdienter Sieg. Wir haben zwischendurch den Deckel nicht drauf gemacht, als wir einige Großchancen liegen ließen und haben bei zwei dicken Gelegenheiten der Gäste nochmal gewackelt. Nach der eher unbefriedigenden Rückrunde war der Dreier zum Start schon sehr wichtig." Im Steigerwald wollen die Gelb-Schwarzen dem Gegner die Stirn zeigen. Kleinhenz: "Wir wollen uns dort nicht verstecken und werden es auch nicht. Natürlich muss unsere Defensive gegen diesen hochklassig verstärkten Gegner gut kommunizieren, ein aggressives Zweikampfverhalten an den Tag legen und Standards weitestgehend vermeiden. Zudem muss das Umschaltspiel in beide Richtungen funktionieren. Wenn wir in allen Bereichen nahe der Perfektion spielen, können wir etwas mitnehmen." Fehlen werden in Thulbas Kader Julian Wüscher (Fersensporn), Lorenz Heim und Marcus Hein (beide Bänderverletzungen).

SV Rödelmaier - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr) Auch die zweite Partie auswärts spielt der FC 06 Bad Kissingen (2./3), der den überschaubar langen Weg zum SV Rödelmaier (2./3) antritt. Die von Werner Feder gecoachten Rödelmaierer behielten zum Saisonstart bei Aufsteiger Sportfreunde Steinbach durch Tore von Christoph Koob, Christian Hofgesang und Sebastian Popp mit 3:2 die Oberhand, während die Kurstädter in Unterspiesheim mit 3:1 gewannen durch den Doppelpack von Daniel May und einem Treffer von Trainersohn Nils Halbig. Frank Halbig war mit dem Auftreten seiner Jungs durchaus einverstanden: "Wir waren 80 Minuten lang voll auf der Höhe, haben immer Gas gegeben und haben lediglich durch Flüchtigkeitsfehler dem Gegner Torchancen ermöglicht." Ein Sonderlob hatte Halbig für seinen verlängerten Arm auf dem Feld, Co-Trainer Daniel May, parat: Er war der überragende Spieler auf dem Platz." Dem kommenden Gegner begegnet Bad Kissingens Coach mit großem Respekt. Wohlwissend, dass in Rödelmaier durch Coach Werner Feder über Jahre gute Arbeit geleistet wird. Halbig: "Werner Feder ist ein Trainerfuchs. Seine Mannschaft ist unheimlich schwer zu bespielen. Der SV war immer dafür bekannt, defensiv sehr gut strukturiert zu sein, doch seit längerem spielen sie dazu noch guten Fußball nach vorne. Ein Akteur wie Christian Hofgesang ist immer für ein Tor gut." Zufrieden wäre Halbig sicher mit dem Resultat der Vorsaison, als die Kurstädter auswärts mit 3:2 die Oberhand behielten, während man im heimischen Sportpark zu einem 1:1-Unentschieden kam.

FC Westheim - TSV Gochsheim (Sonntag, 15 Uhr) Zum ersten Bezirksliga-Heimspiel der Geschichte lädt der FC Westheim (13./0) und empfängt dabei keinen Geringeren als den zweimaligen Vizemeister TSV Gochsheim (6./1), der in der Relegation zur Landesliga erneut scheiterte. Beim Derby in Thulba (1:3) gingen die "Waster" zwar leer aus, bewiesen dort aber in der zweiten Hälfte, dass man durchaus die Qualität hat, um in der Bezirksliga zu bestehen. "Insgesamt geht der Sieg für Thulba natürlich in Ordnung. Vor allem im ersten Durchgang war der Respekt vor dem Gegner zu groß. Chancen hatten wir durchaus, gerade in der Schlussviertelstunde, als Thulba ein bisschen durcheinander war", bilanziert FC-Spielertrainer David Böhm den Saisonstart und bleibt trotz der Niederlage entspannt. "Gochsheim ist einer der Titelfavoriten, hat ein eingespieltes Team. Aber wir verspüren keinen Druck und wollen aus einer gut gestaffelten Deckung befreit aufspielen. Unser Gegner spielte zuhause nur unentschieden, die müssen was tun." Der Aufsteiger von der Saale darf sich berechtigte Hoffnungen machen, gegen dieses Schwergewicht der Liga etwas mitzunehmen, denn die Truppe des Trainer-Duos Dominik Ruh/Stefan Riegler hatte in den vergangenen Spielzeiten jeweils Startprobleme, ehe man hinten raus den Turbo schaltete. David Böhm kann fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, nachdem auch sein spielender Co-Trainer Patrick Stöth aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. Lediglich Keeper Leon Wahler steht nach einer Wirbelverletzung noch auf der Ausfallliste.

TSV Münnerstadt - DJK Hirschfeld (Sonntag, 15 Uhr) Im Heimspiel gegen die DJK Hirschfeld (8./1) will der TSV Münnerstadt (8./1) nachholen, was die Truppe von Neu-Trainer Goran Mikolaj beim 1:1 in Altbessingen am ersten Spieltag verpasste: einen Sieg. Die Art und Weise, wie die Nägelsieder dort auftraten, gefiel TSV-Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh: "Wir sind zufrieden. Das neue Spielsystem von Goran macht den Spielern richtig Spaß, auch wenn es sehr laufintensiv ist. Was uns nach wie vor fehlt, ist ein Vollstrecker." Am Abschluss haperte es in der ersten Partie, deswegen reichte es auch nur zu einem Treffer durch Routinier und Co-Trainer Michael Knysak, der die Altbessinger Führung von Simon Weißenberger zumindest ausgleichen konnte. Gegen Hirschfeld stehen die Zeichen nun auf Sieg. Schmittzeh: "Natürlich wollen wir drei Punkte einfahren und damit einen guten Saisonstart sicherstellen. Zunächst freuen wir uns aber auf das Wiedersehen mit Stephan Nöthling, der wirklich ein super Typ ist." Nöthling agierte in der Ära Adrian Gahn zwei Jahre als spielender Co-Trainer, ehe es ihn nach Sand in die Bayernliga verschlug. In der vergangenen Saison stand Nöthling erstmals auf der Kommandobrücke der DJK Hirschfeld, wo auf Anhieb die souveräne Meisterschaft in der Kreisliga Schweinfurt und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksliga glückte. Dort führten sich die Jugendkraftler am vergangenen Wochenende gleich mal gut ein und erreichten gegen hochgehandelte Wiesentheider ein 1:1. Rainer Schmittzeh hat durchaus Achtung vor dem Gegner, vertraut aber auf die Stärken der eigenen Mannschaft, die zwar noch dünn besetzt, aber allemal schlagkräftig ist.

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