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Wer in Rannungen zu spät kam, der hatte Pech

Der SV Ramsthal erlebt einen schwarzen Nachmittag und kann den Trappstadter Ausrutscher nicht nutzen. SG Oerlenbach/Ebenhausen schrammt am Sieg vorbei
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Angesichts der schwierigen Platzverhältnisse waren hohe Bälle in den Strafraum durchaus ein probates Mittel. Dennoch sahen die Fans nur einen Treffer. Den erzielte der TSV Rannungen (in rot) im Heimspiel gegen die SG Urspringen. Foto: ssp
Angesichts der schwierigen Platzverhältnisse waren hohe Bälle in den Strafraum durchaus ein probates Mittel. Dennoch sahen die Fans nur einen Treffer. Den erzielte der TSV Rannungen (in rot) im Heimspiel gegen die SG Urspringen. Foto: ssp

SV Ramsthal - Spfr. Herbstadt 0:4 (0:3). Tore: 0:1 Sebastian Jucht (22.), 0:2 Julian Ankenbrand (36.), 0:3 Franz Brückner (41.), 0:4 Peter Kürschner (90.).

Oben anklopfen, also mitmischen im Kampf um die Meisterschaft würde der SV Ramsthal gerne. Sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer waren es vor diesem ersten Punktspiel im neuen Jahr. Es hätten jetzt fünf sein können, weil Trappstadt nur ein Remis gelang. Aber auch Ramsthal patzte - und wie. "Das war für uns ein Nachmittag zum Vergessen. Den Willen möchte ich meiner Mannschaft gar nicht absprechen, aber bei uns ging fast gar nichts zusammen. Die Niederlage ist etwas zu hoch, aber allemal verdient", konstatierte SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach. Aufgrund der Witterungsverhältnisse wurde die Begegnung kurzfristig nach Wirmsthal auf den Ausweichplatz verlegt. Mit den schwierigen Platzbedingungen kamen die Sportfreunde augenscheinlich besser zurecht, die mit der ersten Chance auch in Führung gingen: Nach einer Freistoßflanke traf Sebastian Jucht mit dem Fuß aus acht Metern. "Das zweite Herbstädter Tor war praktisch eine Doublette. Wieder hatte Marco Lurz einen Freistoß in den Strafraum gebracht, wo dann Julian Ankenbrand aus dem Gewühl heraus traf", sagte Hesselbach. Das Ramsthaler Handicap sollte sich noch vor der Pause steigern, weil auch der Abschluss von Franz Brückner aus 16 Metern saß. "Bei uns hat nichts funktioniert. Die Herbstädter mussten eigentlich nur ihren Stiefel runterspielen", sagte Hesselbach.

Kaum Torgefahr

Erst nach Wiederanpfiff brachten die Ramsthaler etwas mehr Elan aufs Feld. Harald Bayer verzog knapp (60.) und den Freistoßball von Philipp Schmitt parierte Herbstadts Keeper Thomas Kneuer mit Bravour (60.). Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass die Gäste da schon ein Tor mehr auf dem Konto hätten haben können, was Philipp Schmitt mit seiner Rettungstat auf der Linie verhinderte beim Kopfball von Marco Lurz (57.). Zum Endstand traf schließlich der eingewechselte Peter Kürschner nach einem Konter.js

TSV Trappstadt - FC Reichenbach 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Chris Kraus (69.), 1:1 Peter Hutzler (84., Foulelfmeter). Rot: Patrick Hergenröther (85., Reichenbach).

Immerhin einen Punkt holte der um den Klassenerhalt kämpfende FC Reichenbach beim Tabellenführer. Mit ein bisschen Glück hätten es auch drei Zähler sein können. "Ein gerechtes Ergebnis", urteilte Michael Bader und ergänzte: "Wir müssen mit diesem Punkt zufrieden sein." In der ersten Halbzeit sahen der TSV-Abteilungsleiter und die Zuschauer in Trappstadt einen unrunden Auftakt in das neue Punktspieljahr. Wofür auch einige Absenzen auf beiden Seiten verantwortlich waren. "Wir sind nicht richtig reingekommen." Nicht reingehen wollte auch der Knaller von Hannes Bauer, der an die Latte des FC-Tors klatschte (35.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff zeigte TSV-Torwart Felix Häpp eine "Wahnsinnsparade", als er einen Markus-Erhard-Kopfball von der Linie kratzte. Das 0:1 resultierte aus einem Befreiungsschlag der Trappstadter Abwehr, der zur genauen Vorlage für Chris Kraus wurde. Der FC-Angreifer hatte in der Nachspielzeit den Reichenbacher Siegtreffer auf dem Fuß, sein Abschluss nach einer Ecke wurde von Jonas Schultheis kurz vor der Torlinie geklärt. Dazwischen hatte Peter Hutzler ausgeglichen, seinen platzierten Strafstoß konnte FC-Schlussmann Eric Reß nicht halten. Im Nachklang des Tors sah der Reichenbacher Patrick Hergenröther die rote Karte. "Wohl wegen Schiedsrichterbeleidigung", so Bader. "Wir hatten etwas mehr vom Spiel, der Gast hat sich kämpferisch stark präsentiert", fasste Michael Bader die 90 Minuten zusammen. rus

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen - SG Urspringen/Sondheim 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Alexander Müller (2.).

In Rannungen pilgerten noch etliche Zuschauer vom Sportheim Richtung Nebenplatz, als schon der erste Torjubel zu hören war. Pech für die zu spät Gekommenen, dass es der letzte in einem Match sein sollte, das zu einem reinen Kampfspiel ausartete. Ursächlich hierfür war, dass der tiefgründige Boden, dessen Zustand dem Platzwart nach dem Abpfiff die Augen wohl tränen ließen, kaum Kombinationsfußball zuließ. Das Tor des Tages erzielte Alexander Müller nach einem Steilpass von Julian Stahl. Bis zur Pause gab es nur noch zwei aufregende Szenen: Erst reklamierten die Platzherren einen Strafstoß, der nicht gegeben wurde, auf der Gegenseite flog der Ball nach einem Kopfball von Andre Abe über das Gestänge. Nach Wiederanpfiff standen die "Gücker" tiefer und ließen die Rhöner kommen, die immerhin zwei gute Gelegenheiten durch Fritz Hey besaßen, doch der stellungssichere Florian Erhard war an diesem Nachmittag nicht zu bezwingen. Mit diesem "Dreier" im Gepäck können die Rannunger die Saison fast schon ausklingen lassen, der Abstand zu den Aufstiegsplätzen erscheint zu groß, der zur Abstiegszone hin komfortabel zu sein. Der über den schwer erkämpften Sieg zufriedene TSV-Trainer Klaus Seufert bestätigte, dass er in der kommenden Saison Trainer der SG Stadtlauringen/Ballingshausen, aktuell Zweiter der Kreisliga Schweinfurt 2, sein wird. sbp

SV Burgwallbach/Bad Neustadt - SG Oerlenbach/Ebenhausen 3:2 (1:2) . Tore: 0:1 Hannes Weikard (7., Eigentor), 0:2 Sandro Cazzella (34.), 1:2 Niklas Schrenk (36.), 2:2 Alexander Ortloff (90. + 2), 3:2 Hannes Weikard (90. +3).

Bis in die Nachspielzeit hinein führte der abstiegsbedrohte Gast mit 2:1 und schien die drei im Abstiegskampf so wichtigen Punkte sicher zu haben. Die Hausherren hatten im zweiten Durchgang zwar einige sehr gute Möglichkeiten, brachten aber einfach nicht das Runde ins Eckige. Da tat sich besonders Alexander Ortloff hervor, der drei glasklare Chancen versiebte. In der ersten Halbzeit stellten sich die Gäste in dem erwarteten Kampfspiel geschickter an, nutzten ihre sich bietenden Chancen effektiver. Erst unterlief Hannes Weikard nach einem von Joachim Hofmann in den Strafraum geschlagenen Freistoß ein Eigentor, dann überwand Sandro Cazzella SV-Schlussmann Yannik Borchardt mit einem Flachschuss aus 22 Meter. Glücklicherweise für die Hausherren fiel der Anschlusstreffer nur wenig später, als Niklas Schrenk einen Flankenball mit dem Fuß ins Gästetor beförderte. Beim 1:2 blieb es bis zum Pausenpfiff, da Ortloff allein vor SG-Torhüter Daniel Dees an diesem scheiterte. Nach dem Wechsel drängten weitgehend die Einheimischen, schafften aber zunächst nicht den Ausgleich, da man selbst die besten Möglichkeiten vergab.

Eigentor selbst korrigiert

Dann aber kam die vom Schiedsrichter angezeigte Nachspielzeit von fünf Minuten. Da mutierte zunächst Alexander Ortloff vom "Chancentod" zum Held, als er einen weit gezogenen Freistoß wuchtig per Kopf zum 2:2-Ausgleich versenkte. Und es kam sogar noch besser: Hannes Weikard, der wegen seines Eigentores in der Halbzeit "wie ein Häufchen Elend" (Frank Geßner) in der Kabine saß, traf aus dem Gewühl heraus zum "glücklichen aber verdienten Sieg. Denn wir waren spielerisch besser. Meine Jungs haben bis zum Schlusspfiff an sich geglaubt und sind dafür belohnt worden", urteilte ein strahlender SV-Trainer Frank Geßner, der in der Winterpause Alexander Leicht beerbt hatte.rus

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