LKR Bad Kissingen
Fußball Kreisklasse 1, 2

Wasserschlachten und verpasste Chancen

Die Westheimer haben den Relegationsplatz jetzt endgültig sicher, weil der VfR Sulzthal gegen Absteiger Römershag patzt.
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Wasserspiel: Vieler Orten mussten Spiele aufgrund Gewitter und starker Regenfälle unterbrochen werden. Auch in Reiterswiesen mit Marco Schmitt (rechts) und Frank Schmitt von der SG Oerlenbach.Hopf
Wasserspiel: Vieler Orten mussten Spiele aufgrund Gewitter und starker Regenfälle unterbrochen werden. Auch in Reiterswiesen mit Marco Schmitt (rechts) und Frank Schmitt von der SG Oerlenbach.Hopf
FC Westheim - FC Bad Brückenau 4:2 (4:2). Tore: 1:0 Yanik Pragmann (10.), 2:0 Arkadiusz Grek (25.), 2:1 Alexander Krämer (32.), 3:1 Yanik Pragmann (35.), 3:2 Johannes Meixner (36.), 4:2 Maximilian Schaub (38., Foulelfmeter).
In Sachen Absicherung des Relegationsplatzes ließen sich die offensiv eingestellten Westheimer die Butter nicht so leicht vom Brot nehmen, die aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs mit dem VfR Sulzthal den zweiten Platz nun ganz sicher haben. "Nach feinem Pass von Fabian Beck bringt uns Yanik Pragmann in Führung. Danach ging es Schlag auf Schlag", berichtete Westheims Abteilungsleiter Maximilian Schaub. Zwar konnte "Arek" Grek die verdiente Führung ausbauen, aber die Bad Brückenauer gaben im ersten Durchgang nie klein bei. Yanik Pragmanns zielsicherer Linksschuss brachte eine Vorentscheidung. Als Pragmann im Strafraum vom gegnerischen Keeper gefoult wurde, traf Maximilian Schaub vom Kreidepunkt aus. Im zweiten Durchgang hätte David Böhm die Westheimer noch deutlicher in Führung bringen müssen, er hatte an diesem Tag aber kein Zielwasser getrunken. Am Sonntag reisen die Waster in den Schondraer Sportpark, wo die leidgeprüfte DJK dem Abstieg unaufhaltsam entgegentaumelt.


SG Reiterswiesen/PSV Bad Kissingen - SG Oerlenbach/Ebenhausen 3:2 (0:2). Tore: 0:1 Johannes Müller (8.), 0:2 Alexander Müller (38.), 1:2 Sven Kleinhenz (46.), 2:2 Florian Heller (54.), 3:2 Fabian Renninger (62.).
In den ersten zehn Minuten waren die Platzherren extrem verunsichert. "Man merkte uns an, dass es in den letzten Partien nicht immer so rund gelaufen ist", so Pressesprecher Tobias Vogel. Und so gerieten die Reiterswiesener auch verdientermaßen in Rückstand. Nach rund einer Viertelstunde musste das Match unterbrochen werden, weil ein heftiges Gewitter über den Gößleswiesen aufzog. "Danach es war für einige Minuten eine richtige Wasserballschlacht." Nach dem Kabinengang drehte sich das Match völlig, denn die Gäste kamen plötzlich aus dem Tritt. "Das war auf einmal eine ganz andere Welt. Wir waren die ganze Zeit am Drücker und haben uns einige Chancen erspielt", frohlockte Vogel. "In den zweiten 45 Minuten war es fast das berühmte Spiel auf ein Tor. Und wir konnten uns am Ende in einem durchgehend sehr fairen Match selbst belohnen." Für die SGOE ist das Thema Aufstieg nun endgültig vom Tisch.

BSC Lauter - DJK Schondra 3:2 (3:2). Tore: 1:0 Markus Ziegler (8.), 1:1 Michael Schröter (15.), 1:2 Kilian Markart (24.), 2:2, 3:2 Julian Kühnlein (31., 33.). Bes. Vorkommnis: Simon Kessler (Lauter) verschießt Foulelfmeter (84.).
Folgt die DJK Schondra dem benachbarten SV Römershag auf dem Weg in die A-Klasse? Den ersten Torschuss an der Lauterer Kreuzung feuerte der Schondraer Peter Leitsch ab. Innerhalb von nicht einmal sechzig Sekunden trafen die Routiniers Markus Ziegler (direkter Freistoß) und Michael Schröter in die Maschen. Simon Kessler hätte den BSC erneut in Führung schießen können, aber Keeper Marius Müller lenkte den Ball gerade noch zur Ecke (24.). Nach sehenswerter Kombination der DJK traf Kilian Markart präzise in den Winkel des Kastens von Felix Friedlein. Die Platzherren blieben brandgefährlich durch den emsigen Stürmer Simon Kessler. Wiederum innerhalb einer einzigen Zeigerumdrehung netzte Julian Kühnlein nach guten Kontern für die stürmischen Lauterer ein. Nach der Pause dominierten die ruhenden Bälle. "Wir haben im ersten Durchgang ein tolles Spiel mit vielen Chancen gesehen, leider verflachte die Partie danach etwas", berichtete Andre Lang. BSC-Keeper Felix Friedlein musste nach einem unglücklichen Zusammenprall verletzt ausgewechselt werden. Abwehrspieler Rüdiger Rost streifte sich für den verletzten Torsteher die Handschuhe über.

TSV Steinach - TSV Oberthulba 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Maximilian Hein (61.), 2:0 Eigentor (80.).
Der TSV Steinach strebt dem möglichen Meistertitel auf der Zielgeraden unaufhaltsam und völlig souverän entgegen. Von Oberthulba kam in dieser Partie allerdings nur sehr wenig. Die Gäste standen extrem tief und versuchten gelegentlich Nadelstiche zu setzen. "Aber die Nadel der Oberthulbaer war sehr stumpf", so Volker Hildmann augenzwinkernd. "Wir haben diese Partie ganz klar dominiert." Das 1:0 nach gut einer Stunde Spielzeit erzielte Maximilian Hein mit dem Hinterkopf ins lange Eck. Die Gäste blieben trotz des Rückstandes weiter defensiv eingestellt und nach vorne sehr harmlos. Dass sich die eventuelle Meisterfeier noch ein wenig verschiebt, ist für die Steinacher gar kein Beinbruch, die dem Saisonfinale ganz gelassen entgegensehen.

SV Garitz - TSV Wollbach 2:2 (0:1). Tore: 0:1 Jonas Kirchner (35.), 0:2 Benedikt Theimer (50.), 1:2 Simon Herold (60., Foulelfmeter), 2:2 Benedikt Niebling (75.).
Die erste Halbzeit ging klar an die Gäste, die nach einer sehenswerten Flanke von Benedikt Theimer durch Jonas Kirchner in Führung gingen. "Die Abwehr und der Torwart hatten keine Chance, der Ball wurde in den Rücken der Abwehr gespielt", sagte Garitz' Pressewart Thomas Leiner. Das zweite Tor fiel laut Leiner in einer kuriosen Szene: "Benedikt Theimer schießt aus 40 Metern scharf in Richtung Elfmeterpunkt, und der Ball geht durch Freund und Feind vorbei ins Tor." Diesen Treffer kreidet Leiner aber nicht dem Torwart an, "da hätten vorher schon drei Mann an den Ball kommen können." Das 2:0 war Gift für die Offensivbemühungen der Garitzer. Wollbach hatte Chancen zum 3:0 und 4:0, weil der SV hinten aufmachte. Nach einem Foul an Alexander Flassig verwandelte Simon Herold den Strafstoß souverän. Einen Sadowski-Eckball brachte Benedikt Niebling im Tor unter, Keeper Florian Erb war ohne Abwehrmöglichkeit. pia

VfR Sulzthal - SV Römershag 4:4 (1:2). Tore: 0:1 Ugis Renegards (2.), 1:1 Luca Hartmann (10.), 1:2 Konstantin Melser (41.), 2:2 Luca Hartmann (46.), 2:3 Alexander Melser (53.), 3:3 Tim Eckert (57.), 3:4 Peter Lauskan (65.), 4:4 Tim Eckert (90.+5).
Weil die Sulzthaler mit einer "Rumpftruppe" aufliefen und auch der eigentliche Torwart Felix Neder nicht konnte, reaktivierten sie mit dem 48-jährigen Ralf Fella den ehemaligen Torjäger als Keeper. Ein Gewitter verzögerte den Beginn um 25 Minuten, in der zweiten Halbzeit schien aber sogar die Sonne. "Das hat unser Spiel aber nicht beeinflusst", sagte VfR-Boss Peter Fenn. "Das war die schlechteste Saisonleistung. Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr haben wir uns der Qualität von Römershag angepasst." Dabei hatte der VfR in den ersten 20 Minuten nach dem Ausgleich zwei Riesenchancen durch Felix Keß und Luca Hartmann, die beide Torwart German Steile anschossen. "Römershag hat versucht, hohe Bälle auf's Tor zu bringen, weil sie gemerkt haben, dass wir keinen richtigen Torwart hatten", sagte Fenn. Der Freistoß von Alexander Melser zum zwischenzeitlichen 2:3 aus 25 Metern rutschte Fella durch die Hände. pia

SG Gräfendorf/Wartmannsroth/Dittlofsroda - SV Morlesau/Windheim 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Thomas Aulbach (33.), 1:1 Philipp Bold (72.).
"Für beide Mannschaften ist das Unentschieden eigentlich zu wenig", sagte SG-Coach Christoph Mützel hernach. Die Gäste hatten sich mit dem erfahrenen und in der Region bestens bekannten Keeper Udo Baum vorsorglich einen echten Fels in die zu erwartende Brandung gestellt, doch die flinke Gräfendorfer Offensive rund um Christoph Mützel, Thomas Aulbach und Philipp Hölzer gänzlich auszuschalten, war dem Team von Tobias Bold wieder einmal nicht gelungen, weil Aulbach die SG in Führung brachte. "Je länger dann das Spiel gedauert hat, desto mehr gingen uns ein Stück weit die Kräfte aus. Ist echt ein Wahnsinn: Innerhalb von sechs Tagen drei Spiele. In der Schlussphase hat Morlesau auf den Sieg gedrängt", so Mützel. Für den Moment klammert sich Gräfendorf mit letzter Kraft am Relegationsplatz fest und Morlesau muss auf dem "höchsten" direkten Abstiegsrang verweilen.

FC Rottershausen - TSV-DJK Wülfershausen 0:1 (0:1). Tor: Florian Balling (36.).
Den wohl entscheidenden Schritt in Richtung Titelgewinn machten die Wülfershäuser mit dem Sieg im Spitzenspiel gegen Rottershäuser, die nun auch schlechte Karten in Sachen Aufstiegsrelegation besitzen bei drei Punkten Rückstand auf die siegreiche SG Urspringen. Mit im Aufstiegs-Rennen bleibt auch die SG Salz/Mühlbach, die nach Punkten zum FC aufgeschlossen hat. "Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, aber Wülfershausen war eben den Tick cleverer. Und wir haben uns beim Gegentor den entscheidenden Fehler in der Abwehr geleistet", sagte FC-Abteilungsleiter Jörg Wetterich, der noch lobende Worte für die souveräne Leistung von Schiedsrichter Marco Föller fand. Pech hatten die Gastgeber vor der Pause, weil Luca Wild und Johannes Kanz gegen den nicht immer sicher wirkenden TSV-Keeper Lukas Bier ihre Chancen nicht nutzten. "Nach dem Wechsel waren Chancen Mangelware. Der Gegner hat gut verteidigt und auf Konter gelauert. Wir haben es nicht mehr geschafft, uns bis auf die Möglichkeit von Frank Seufert klare Chancen herauszuarbeiten", so Wetterich. js

SG Unsleben/Wollbach - FC Poppenlauer 6:1 (3:0). Tore: 1:0 Daniel Härder (3., Foulelfmeter), 2:0 Niklas Müller (6.), 3:0 Alexander Hahn (12.), 4:0, 5:0 Moritz Hesselbach (48., 52.), 5:1 Christopher Markert (85.), 6:1 Alexander Hahn (90.).
Auf einem Abstiegsplatz steht der FC Poppenlauer - und hat im Gegensatz zur Konkurrenz nur noch einmal die Möglichkeit zum Punkten. Und der nächste Gegner ist ausgerechnet Wülfershausen, das sich mit einem Dreier bei der Eintracht am Sonntag zum Meister küren kann. Ein Blitzstart ebnete der SG Unsleben den Weg zum Klassenerhalt. "Wir haben in den ersten 20 Minuten richtig Dampf gemacht", lobte SG-Sprecher Hubert Müller seine Mannschaft, die seit Monaten ohne ihren verletzten Goalgetter Benjamin Schirber auskommen muss, für so viel Zielstrebigkeit. Poppenlauer präsentierte sich in der Abwehr unsortiert, erst die Einwechslung von Fabian Bauer verlieh der FC-Deckung mehr Stabilität. Zu diesem Zeitpunkt war indes schon alles verloren. Der Gastgeber blieb bis zum Schluss Herr auf eigenem Platz und konnte das Gegentor leicht verschmerzen.
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