Hammelburg
Leichtathletik

Viviane Heilmann: Übler Sturz nach dem Triumph

Zweimal Gold, aber nach einem Trainings-Unfall muss die Sportlerin vom TV/DJK Hammelburg die Saison vorzeitig beenden.
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Bei den bayerischen Meisterschaften kam Viviane Heilmann noch glänzend über die Hürden. Bei einem Trainingsunfall brach sie sich allerdings den Unterarm, was das Saisonaus bedeutet.Theo Kiefner
Bei den bayerischen Meisterschaften kam Viviane Heilmann noch glänzend über die Hürden. Bei einem Trainingsunfall brach sie sich allerdings den Unterarm, was das Saisonaus bedeutet.Theo Kiefner
Leichtathletin Viviane Heilmann vom TV/DJK Hammelburg krönte ihre bisher so erfolgreiche Saison bei den bayrischen Meisterschaften. Die 16-Jährige gewann in Erding die 400 Meter der Jugend U18 mit und auch ohne Hürden. Rhys Daniel Bishop vom TSV Ostheim holte in 1:53,21 Minuten Bronze über die 800 Meter der Männer.
Am ersten Tag der Meisterschaften stand für Viviane Heilmann zunächst die 400 Meter Flachstrecke auf dem Zeitplan. Da stand bisher bei ihr eine Zeit jenseits von 57 Sekunden zu Protokoll. In Erding sollte es deutlich schneller werden. Viviane Heilmann lief das Rennen daher forsch, aber dennoch kontrolliert an. "Sie hatte eine gute Laufeinteilung und ein starkes Durchhaltevermögen auf den letzten Metern", fasste ihr Trainer Paul Fella den Lauf zusammen. Am Ende wurden hervorragende 56,66 Sekunden gestoppt. Damit gewann sie souverän den Titel vor Eileen Bayer vom TuS Bad Aibling, die für die Stadionrunde 57,78 Sekunden benötigte. Mit dieser Zeit gehört Viviane Heilmann jetzt auch über 400 Meter zur absoluten deutschen Spitze der Jugend U18.

Über die 400 Meter Hürden ist sie momentan ohnehin die drittschnellste Athletin in Deutschland. Vor zwei Wochen, beim Sieg bei den süddeutschen Meisterschaften, schraubte Viviane Heilmann ihre persönliche Bestzeit auf fantastische 61,03 Sekunden. Wer sollte ihr da den Titel in Bayern streitig machen? In 61,83 Sekunden war es erneut eine ganz klare Sache. In einem gut besetzten Rennen, bei dem gleich fünf Hürdenläuferinnen aus Bayern die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften unterboten, zeigte sich ihre ganze Klasse. Die TV/DJK-Athletin lief rund zweieinhalb Sekunden Vorsprung auf die Zweit- und Drittplatzierte heraus. Dennoch war die ehrgeizige Hammelburgerin nicht vollends zufrieden. "Ich wäre schon gerne eine Zeit unter 61 Sekunden gelaufen", gab sie zu. Trainer Paul Fella sah das Rennen so: "Ich hatte den Eindruck, dass sie vielleicht etwas verhalten angegangen ist. Die Zielgerade war dann aber gewohnt stark.


An der Hürde hängen geblieben

In drei Wochen sind die Deutschen Meisterschaften in Rostock, da hätte sie sicherlich stärkere Konkurrenz. Eine Spitzenzeit auf internationalem Niveau und eine Medaille wären möglich gewesen. Doch nur einen Tag nach den bayerischen Meisterschaften kam das bittere Saisonaus. "Viviane blieb beim Techniktraining an der Hürde hängen, stürzte und brach sich dabei den Unterarm", berichtet Paul Fella. Dennoch darf Viviane Heilmann optimistisch in die Zukunft blicken. Wenn sie es schafft, ihre wenigen Schwächen auf der technisch ungemein schwierigen langen Hürdenstrecke noch zu beseitigen, wird sie ihren Weg machen. Der Nachwuchsbundestrainer soll sie zumindest schon auf dem Zettel haben, auch wenn sie sich jetzt nicht bei den Deutschen Meisterschaften zeigen kann.
Anna Lukaschewitsch, ebenfalls vom TV/DJK Hammelburg, sprintete die 100 Meter im Vorlauf der U18 in guten 12,75 Sekunden. Mit ihren 12,89 Sekunden, die sie im Zwischenlauf erzielte, verpasste sie allerdings das Finale der besten Acht. Über die 200 Meter wurde sie in der ersten Runde mit 26,14 Sekunden gestoppt. Diese Zeit reichte immerhin für das sogenannte B-Finale. In diesem Rennen lief Anna Lukaschewitsch als Erste durchs Ziel und wurde mit ihren 26,11 Sekunden in der Gesamtwertung Siebte bei ihrer Meisterschaftspremiere. Unglücklich verlief dagegen der Weitsprungwettbewerb. Da hatte sie, die in diesem Jahr schon 5,41 Meter weit sprang, nach drei Versuchen keinen einzigen gültigen Versuch in die Grube gebracht. Damit schied Anna Lukaschewitsch aus, darf aber dennoch auf ein ganz starkes Wettkampfjahr zurückblicken.


Starke Leistung im Weitsprung

Besser machte es da im Weitsprung ihre Teamkollegin Lilian Heid. Die bayerische U16-Hallen-Meisterin startete in Erding in der höheren U18-Altersklasse. Aufgrund einer Schulmaßnahme kann sie am kommenden
Wochenende in Kitzingen bei den Bayerischen U16-Meisterschaften nicht dabei sein. Der dritte Versuch von Lilian Heid wurde in Erding mit starken 5,29 Metern gemessen. Damit kam sie in den Endkampf der besten Acht. Bei ihren restlichen drei Versuchen verbesserte sie sich dann zwar nicht mehr, belegte am Ende aber immerhin den siebten Platz. Einen schönen Erfolg feierte auch Clara Köth vom 1. FC Rottershausen im Diskuswurf der Jugend U20. Sie beförderte ihr ein Kilogramm schweres Sportgerät auf 29,12 Meter. Damit durfte sich die FClerin über den sechsten Rang dieser Meisterschaften freuen.


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