LKR Bad Kissingen

Vergebliche Rochaden der Hausener Frauen

Hammelburgs Frauen etablieren sich in der Spitzengruppe der Bayernliga. Die Reserve der Saalestädterinnen unterstreicht ihre Titelambitionen.
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Zu oft nur in der Zuschauerrolle waren die Volleyballerinnen der TSVgg Hausen (im Hintergrund), die beim Heimspieltag in der Bayernhalle zweimal leer ausgingen, dabei nur einen Satz gewannen. Foto: ssp
Zu oft nur in der Zuschauerrolle waren die Volleyballerinnen der TSVgg Hausen (im Hintergrund), die beim Heimspieltag in der Bayernhalle zweimal leer ausgingen, dabei nur einen Satz gewannen. Foto: ssp
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TV/DJK Hammelburg - TB/ASV Regenstauf 3:1 (25:22, 25:15, 14:25, 25:12).

Mit dem Erfolg über den Tabellenzweiten bleiben Hammelburgs Volleyballerinnen in der Spitzengruppe der Bayernliga. Der erste Satz war bis zum 18:18 ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe sich die Unterfranken mit starken Aufschlägen absetzten. Für den finalen Punkt sorgte auf spektakuläre Art und Weise Tabea Lang. Der zweite Satz geriet zur Demonstration Hammelburger Stärke - mit viel Teamwork und prima Aufschlagserien von Lara Prokein. Dass auch der Gegner über reichlich Angaben-Qualität verfügt, verdeutlichte der dritte Abschnitt, in dem Hammelburgs wacklige Annahme und eine hohe Eigenfehlerquote den Unterschied zu Gunsten der Gäste machte. Der vierte Satz begann für die TV/DJK-Frauen dafür wieder optimal mit der Aufschlagserie von Maxi Bindrum zum 6:0. Starke Blockarbeit und effektives Angriffsspiel ließen schlussendlich die Saale-Mädels jubeln.

TV Trennfurt - TV Bad Brückenau 3:0 (25:15, 25:11, 25:11).

Früh zeichnete sich ab, dass die ersatzgeschwächten Bad Brückenauer nur wenig Vertrauen in die eigene Leistung hatten. Mit mangelnder Körpersprache war dem Tabellenführer nicht beizukommen, der den ersten Satz klar gewann, um in der Folge noch dominanter aufzutreten. Im dritten Satz mussten die Brückenauer Jungs auch noch verletzungsbedingt auf Mittelblocker Stefan Winkler verzichten. Nach nur 49 Minuten hatte das Rhöner Leiden ein Ende.

TuS Frammersbach - TV Bad Brückenau 3:1 (25:21, 19:25, 25:22, 25:19).

Gegen den Tabellennachbarn hatten sich die TV-Volleyballer einiges ausgerechnet, insbesondere nach der 13:8-Führung im ersten Satz mit vielen guten Aktionen von Max Schalewski. Dann allerdings folgte ein krasser Einbruch, der Frammersbach in Front brachte. Aber die Sinnstädter wehrten sich diesmal. Diagonalspieler Oliver Kaul und Perez Metaj glänzten immer wieder mit guten Angriffsaktionen, sodass Satz zwei verdient an die Brückenauer ging. "Da war ich überzeugt, dass wir komplett die Wende schaffen würden", sagte TV-Trainerin Maika Herbert. Aber der nächste Rückschlag sollte folgen, denn bei eigener 20:18-Führung mussten gleich zwei TV-Cracks angeschlagen vom Feld. Die damit einhergehende Unsicherheit leitete den nächsten Satzverlust ein. Im vierten Satz war die Luft bei den Brückenauern endgültig raus.

TSVgg Hausen - TSV Iphofen 0:3 (23:25, 23:25, 20:25).

Kein Befreiungsschlag gelang Hausens Frauen im Abstiegskampf der Bezirksklasse. Im umkämpften Auftaktsatz sorgte eine personelle Rochade in der Endphase für den erhofften Schwung, denn mit der Einwechslung von Mittelangreiferin Alina Geipel wurde der 19:23-Rückstand egalisiert. Am Ende bewies Iphofen allerdings die größere Nervenstärke. Beim 2:6 im zweiten Satz war aus Hausener Sicht noch lange nichts verloren, allerdings sollten die Gastgeber diesem Rückstand bis zum Ende vergeblich hinterher laufen. Der nächste Abschnitt ließ auf einen vierten Satz hoffen. Wieder wurde auf dem Feld rotiert - was diesmal allerdings vollkommen schief ging.

TSVgg Hausen - SG Rottendorf/Höchberg 1:3 (16:25, 20:25, 25:22, 9:25).

Kein Zugriff auf die Angriffe des Gegners und eine mangelhafte Abwehrleistung spielten dem Kontrahenten perfekt in die Karten, der auch den zweiten Satz gewann. Mutmacher aus Hausener Sicht waren die zu diesem Zeitpunkt stabilere Annahme und Abwehr - nicht zuletzt aufgrund der guten Leistungen der Jugendspielerinnen Marisa Hofmann und Sina Schmid, die im gewonnenen dritten Satz ebenso zu den Aktivposten ihrer Mannschaft gehörten wie die Mittelangreiferinnen Julia Rauch und Alina Geipel sowie Drita Dobra auf der Diagonalposition. Die Hoffnung auf den Tiebreak schwand im vierten Satz schnell. Gerade einmal neun Punkte gestatteten die Gäste den Hausenerinnen. "Leider konnten trotz vieler schöner Spielzüge der jungen Mannschaft keine Punkte eingefahren werden. Was uns fehlt, ist die Konstanz", bilanzierte Trainer Robert Seller.

TSV Wonfurt - FC Fuchsstadt 3:0 (25:14, 25:21, 25:16).

Nichts zu holen war für die FC-Volleyballerinnen an diesem Spieltag, womit die Rote Laterne in Fuchsstadt bleibt. Weil gleich vier Spielerinnen fehlten, mussten allerhand Umstellungen vorgenommen werden. Unter dem Strich waren es gegen die Gastgeber zu viele Handicaps, die an diesem Tag verkraftet werden mussten. "Wir haben immer wieder mal geführt und auch gut gekämpfte, aber zum Satzgewinn hat es leider nicht gereicht", so Susanne Metz.

TSV Wonfurt - TV/DJK Hammelburg II 0:3 (14:25, 17:25, 16:25).

Mit starken, platzierten Aufschlägen wurden die Wonfurterinnen von Anfang an in die Defensive gedrängt, aus der sie sich nur mit Dankebällen befreien konnten. Diese waren eine sichere Beute der Abwehr und daraus konnte ein ums andere mal schnell über die beiden Mittelangreiferinnen Jule Deublein und Clara Benner gepunktet werden, was zu einem sicheren 25:14-Erfolg führte. Im zweiten Satz kam die Mannschaft aus Hammelburg leicht verändert, aber nicht weniger motiviert und auf den Erfolg fokussiert auf's Feld und zeigte dies auch deutlich. Die Wonfurterinnen waren nur selten in der Lage, die Sprungaufschläge der Hammelburgerinnen zu entschärfen. Was zurück ins TV/DJK-Feld kam, wurde zur sicheren Beute von Libera Michelle Zehner. TV/DJK-Coach Olli Burtchen konnte entspannt das Spiel seiner Mädels von der Bank aus genießen. Gute Annahme, starke Angriffsleistung und eine fast fehlerfreie Blockarbeit führten zu einem schnellen 3:0 nach nicht einmal 60 Minuten.

FC Fuchsstadt - TV/DJK Hammelburg II 0:3 (16:25, 11:25, 11:25).

Zu wenig hatte die ersatzgeschwächte Mannschaft des FC Fuchsstadt der Angriffspower der Hammelburger Mädels entgegenzuwerfen. Im zweiten Satz sah sich Coach Olli Burtchen "genötigt", seine erste und einzige Auszeit dieses Spieltages zu nehmen, aber nicht um irgend welche Fehler anzusprechen oder taktische Dinge zu bemängeln. Vielmehr ermahnte er seine Spielerinnen, konzentriert weiter zu machen, was die Mädels nahezu fehlerfrei umsetzten. Im dritten Satz ließen die TV/DJK Mädels gar nichts zu, hatten selbst Spaß an dem, was sie ablieferten und konnten sogar einiges probieren, um auch diesen Abschnitt klar zu gewinnen. "Der Wirt der Wonfurter Sportgaststätte gratulierte uns sportlich fair, obwohl er uns zuvor die erste Niederlage in dieser Saison vorausgesagt hatte. So was nimmt man sehr wohltuend zur Kenntnis", freute sich Hammelburgs Trainer.

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