LKR Bad Kissingen
Volleyball

Trainer-Kritik nach dem zehnten Sieg im zehnten Spiel

Im zehnten Spiel der Saison gelingt Hammelburgs Reserve der zehnte Sieg. Oliver Burtchen findet dennoch Ansätze zur Kritik. Erfolge gefeiert werden auch an der Lauer und an der Sinn.
Artikel drucken Artikel einbetten
Gebannte Blicke: Die Bad Brückenauer (hinten, von links) René Saam, Jakob Schmidt und Daniel Mun wie auch die beiden Haßfurter Spieler im Vordergrund verfolgen gespannt die Flugbahn des Spielgerätes. Foto: ssp
Gebannte Blicke: Die Bad Brückenauer (hinten, von links) René Saam, Jakob Schmidt und Daniel Mun wie auch die beiden Haßfurter Spieler im Vordergrund verfolgen gespannt die Flugbahn des Spielgerätes. Foto: ssp
Bezirksliga Männer

TV/DJK Hammelburg II - SG Wertheim/Wartberg 3:0 (25:15, 25:18, 25:16).
Zum letzten Heimspieltag der Saison trat Hammelburgs Zweite trotz einiger krankheitsbedingten Ausfälle mit einem prallgefüllten Kader an. Somit hatte das Trainerduo Kjeld Clasen und Olli Burtchen die Qual der Wahl - ihre Starting Six erwies sich gegen diesen Gegner als goldrichtig. Im ersten Satz schoss man den völlig überforderten Gegner förmlich aus der Halle. Beeindruckt von dieser Volleyball-Demonstration gingen Motivation und Wille der Gäste komplett in den Keller. Trotz angezogener Handbremse und einer Leistung, die nie an ein Bezirksliga-Niveau heranreichte, wurde auch der zweite Satz locker gewonnen. Die Mannschaft um Kapitän Leonhard Hepp zeigte zumindest den Willen, das Spiel schnell zu Ende zu bringen.
Nach 54 Minuten hatte man die ersten Matchbälle, doch symptomatisch für dieses Spiel, war es ein verschlagener Aufschlag der Gegner, der den Sieg für die Hammelburger Youngster perfekt machte.

TV/DJK Hammelburg II - TV Trennfurt II 3:0 (25:20, 25:11, 25:19).
Gegen die "alten" Bekannten aus Trennfurt ging die umgestellte Truppe - es kam als Zuspieler Philipp Hennig, als Libero Tobi Hennig - sofort konzentriert und motiviert an. Zeigte man im ersten Satz eine starke Leistung im Angriff und allen voran Fabian Hockgeiger im Block, leistete man sich eine noch zu hohe Fehlerquote im Aufschlag, was den Satzerfolg aber zu keiner Zeit gefährdete. Nach dem auch dieser Part beim Seitenwechsel angesprochen und abgestellt wurde, holten sich die Nachwuchskräfte den zweiten Satz eindrucksvoll mit 25:11. Auch auf der dritten Etappe zeigten sich die Mannen aus Hammelburg gereift und schaukelten Satz und Sieg locker nach Hause.

TV Ochsenfurt - TSV Münnerstadt 2:3 (22:25, 25:27, 25:19, 25:19, 12:15).
Über fünf Sätze hatten die Gastgeber zuvor gegen Mömlingen gehen müssen. Ein Umstand, der den Lauertalern zunächst entgegenkam, die zwar unkonzentriert begannen, den ersten Satz dennoch gewannen. Allerdings blieb die Qualität des Münnerstädter Spiels auf überschaubarem Niveau, weil vor allem die Annahme schwächelte. Bei Satzball für Ochsenfurt, sollte sich die Einwechslung von Sandro Petzoldt als Geniestreich erweisen, der sofort ein Aufschlag-Ass und eine fast unmögliche Feldabwehr lieferte, womit der Satz noch gedreht wurde. Danach wurde auf Sieg aufgestellt. Die beste Münnerstädter Mannschaft stand auf dem Feld - und lieferte nicht. Im dritten und vierten Satz wurde dem Gegner durch viele eigene Fehler ein Comeback ermöglicht. Den Start in den Tiebreak verschliefen die Gäste, die beim 4:8 die Seiten wechselten. Durch eine starke kämpferische Leistung gelang es aber, sich Ausgleich samt Führung zu erarbeiten. Jetzt wurde der Ochsenfurter Angriff konsequent geblockt und so der Sieg errungen.

TV Mömlingen III - TSV Münnerstadt 0:3 (13:25, 12:25, 15:25).
Das vermeintliche Spitzenspiel entpuppte sich als überraschend einseitige Angelegenheit. Mömlingens bester Angreifer wurde durch sehr gute Blockarbeit, unter anderem von Matthias Meder und Sasa Jularic, kalt gestellt. Der Gegner kam so in keinem Satz über 15 Punkte. Nach überstandener Verletzung zeigte Münnerstadts Libero Stefan Straub eine sehr ansprechende Leistung. Mit den fünf Punkten vom Wochenende hält der TSV Münnerstadt als Dritter den Kontakt zur Tabellenspitze.

Bezirksklasse Männer

TV Bad Brückenau - TV Haßfurt 3:1 (31:29, 22:25, 25:23, 26:24).

Gecoacht von Alexander Mun, freuten sich die Bad Brückenauer über das Comeback von Mittelblocker Stefan Winkler, der sein Team bei einem 4:12-Rückstand mit einer Aufschlagserie ins Spiel zurückbrachte (12:12). Mit dem damit gewonnenen Selbstvertrauen wurde der erste Satz in der Verlängerung gewonnen. Im zweiten Satz schwächelten Annahme und Abwehr, so dass sich die Haßfurter ihren knappen Vorsprung ins Ziel retten konnten. Aus Sicht der Sinnstädter galt es jetzt die Nerven zu bewahren - was im dritten Satz insbesondere Außenspieler Alexander Kusnezow gelang, der nach langer Verletzungspause gleich wieder im Wettkampf-Modus war. Zuspieler Alexander Stanovkin setzte seine Angreifer variabel ein, so dass vor allem Matthias Jost und Rene Saam zum Zug kamen. Ausgeglichen verlief der vierte Satz, in dem der Block um Jakob Schmidt und Rene Saam die entscheidende Sicherheit ins TV-Spiel brachte, sodass nach 96 Minuten drei wichtige Punkte auf das Brückenauer Konto wanderten.

TV Bad Brückenau - SV Gaukönigshofen 2:3 (24:26, 20:25, 16:25, 26:24, 5:15).
Von Beginn an entwickelte sich gegen den SV Gaukönigshofen ein ansehnliches Spiel auf Augenhöhe, in dem der Gast das zunächst glücklichere Team stellte. Brückenaus Protagonist im zweiten Satz war Jakob Schmidt, der die 9:5-Führung mit einer Aufschlagserie auf 16:6 ausbaute. Zum Etappensieg steuerte vor allem René Saam weitere wertvolle Punkte bei. Dann sah Matthias Fabinger, der in diesem Match an der Außenlinie stand für den Libero spielenden Alexander Mun, einen glatten 0:5-Fehlstart seiner Mannschaft, die dank der prima Aufschläge von Alexander Stanovkin die richtige Antwort parat hatte (8:7). Mit dem richtigen Mix aus Motivation und Gelassenheit wurde der Kontrahent deutlich in die Schranken gewiesen. Bei einer 23:21-Führung im vierten Satz war der zweite Tagessieg zum Greifen nahe, aber aufkommende Unkonzentriertheiten sollten sich als nicht mehr korrigierbar erweisen. Nach dem unglücklichen Satzverlust hatten die Bad Brückenauer offensichtlich den Glauben verloren und gaben den Tie-Break klar ab an die junge Gaukönigshofener Mannschaft.

Landesliga Frauen

FC Dombühl - TV/DJK Hammelburg II 3:0 (25:20, 25:12, 25:23).

Im Verfolgerduell setzte es für Hammelburgs Frauen eine deutliche Niederlage. Und das nach einem ausgeglichenen und umkämpften Beginn. Die Größenvorteile und der wuchtigere Angriff ließen die Gastgeber in Führung gehen. Im zweiten Satz hatten die von Lutz Zinngraf gecoachten Saalestädterinnen mit dem hohen und dichten Dombühler Block zu kämpfen, sodass kaum direkte Punkte gelangen. Weil das richtige Timing am Netz fehlte, waren die Gäste in diesem Abschnitt chancenlos. Im dritten Satz führte der druckvoll spielende Kontrahent bereits mit 11:1, ehe gute Aufschläge von Katharina Wüscher den Rückstand schmelzen ließen. Dombühl drehte wieder auf, führte mit 23:12, als bei den Hammelburgerinnen der Wille und Kampfgeist wie Phönix aus der Asche auferstanden. Libera Johanna Wüscher brachte frischen Wind ins Team, zeigte eine klasse Abwehrleistung und kämpfte um jeden Ball. Beim Stand von 24:23 gelang dem FC Dombühl durch einen angeschlagenen Block der finale Punkt.

Bezirksklasse Frauen

TSVgg Hausen - TSV Wonfurt 0:3 (10:25, 23:25, 26:28).

Wenig bis gar nichts zusammen lief bei den TSVgg-Volleyballerinnen im ersten Satz. In Abschnitt zwei war das Spiel bis zum 15:15 von Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Dann war es Hausens Neuzugang Argenta Giacomino, die mit guten Aufschlägen ihr Team in Führung brachte (19:15). Aber Wonfurt wusste effektiv die Schwächen des Gegners zu nutzen. Zwar stellte Elli Kühnlein noch einmal auf 20:20, danach zwangen Fehler in Aufschlag und Annahme Trainer Robert Seller zum Einwechseln von Sabine Heidt. Half aber alles nichts, weil sich die Hausenerinnen mit einem weiteren Aufschlagfehler und zwei Netzberührungen im Block quasi selber schlugen. Mit Monique Junge auf der Mittelposition und Argenta Giacomino als Zuspielerin lief es danach wesentlich runder mit guten Aktionen von Katja Fuchs, Sabine Heidt, Monique Junge, Theresa Müller und Elli Kühnlein. Beim Stand von 17:13 verletzte sich allerdings Theresa Müller, was wie ein Schock wirkte. Erst beim 20:22 wurde der verlorene Faden wiedergefunden mit zwei Punkten durch Elli Kühnlein und Katja Fuchs. Aber den finalen Punkt machte wieder der Gegner.

TSVgg Hausen - TSV Ostheim 1:3 (25:23, 24:26, 13:25, 23:25).
Lange lagen Hausens Spielerinnen im ersten Satz zurück, hatten dann aber doch das bessere Ende dank der effektiven Aufschläge von Katja Fuchs und Cara Götz, der guten Abwehrarbeit von Libera Lisa Janocha und den tollen Zuspielen von Argenta Giacomino für Cara Götz und Elli Kühnlein. "Es war ein verhexter Spieltag", lautete später dennoch das Fazit von Robert Seller, der mitansehen musste, wie sich seine Spielerinnen im zweiten Satz vergebens abmühten und im dritten Abschnitt komplett die Kontrolle verloren. Mit den Einwechslungen von Pauline Künzl, Vivien Heidt und Sabine Heidt lief es im vierten Satz wieder besser (15:13), aber einmal mehr kippte das Spiel. Zwar brachte die Rückkehr der hervorragenden Elli Kühnlein der jungen Mannschaft die nötige Sicherheit sowie beim 23:24 den Glauben an die Wende, "aber bei eigenem Aufschlag verließ uns wieder einmal das Glück", so Seller.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren