Schweinfurt
Fußball

Timo Pitter bekommt einen Profi-Vertrag

In der Runde 33 in der Nacht auf Freitag war er endlich dran: Timo Pitter, 23 Jahre alter Mittelfeldspieler aus dem beschaulichen Oberschwarzach, wurde beim so genannten Draft der amerikanischen Fußball-Profi-Liga Major League Soccer (MLS) ausgewählt.
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Spiel künftig für das Profi-Team in Dallas: Timo Pitter. Foto: Creighton University
Spiel künftig für das Profi-Team in Dallas: Timo Pitter. Foto: Creighton University
Künftig spielt er für den FC Dallas in Texas, der Stadt, in der auch der Würzburger Basketball-Star Dirk Nowitzki in der NBA für die Mavericks spielt. Der Draft ist eine Besonderheit des amerikanischen Sports, wird in allen Profiligen aller Sportarten so praktiziert: Das schlechteste Team der abgelaufenen Saison hat das Recht, als Erstes einen Spieler auszuwählen. Der Meister wählt als Letzter. Zur Verfügung stehen die 60 besten Spieler aus dem ältesten Jahrgang des College-Fußballs, die sich in den vergangenen Tagen auch noch mal in einem Trainingslager den Scouts präsentieren durften.

Timo Pitter spielte vier Jahre für die Creighton University aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska und hat in der vergangenen Saison seine Mannschaft ins Viertelfinale des College-Cups geführt, wo man unglücklich in der zweiten Verlängerung nach Golden Goal ausschied.
In 23 Spielen hatte der beim FC 05 Schweinfurt ausgebildete und unter Klaus Scheer auch in der Bayernliga debütierende Pitter für Creighton im Jahr 2015 zehn Tore geschossen und fünf Vorlagen gegeben, außerdem wurde er ins All-Star-Team der besten Spieler landesweit berufen. Sein Teamkamerad Fabian Herbers wurde im übrigen ebenfalls ausgewählt, er wurde von Philadelphia Union genommen.

Der Draft in Baltimore war ein live im Fernsehen und via Internet übertragenes Ereignis. Jeder Spieler wurde ausführlich vorgestellt und von den Experten unter die Lupe genommen. Der FC Dallas ist eines der besten Teams der MLS, die in eine Eastern und eine Western Conference mit jeweils zehn Mannschaften aufgeteilt ist. Die besten sechs spielen nach 34 Liga-Spielen in den Play-Offs, Dallas war überlegener Tabellenführer der Western Conference. Im Halbfinale schied man nach Hin- und Rückspiel gegen den späteren Meister Portland Timber aus. Meister war Dallas seit Gründung der Liga 1996 noch nie, stand aber 2010 im Finale.
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