Bad Kissingen
Eishockey Bayernliga

Sportlich läuft's wieder bei den Kissinger Wölfen

Ungeachtet der unendlichen Geschichte rund um den heimischen Wolfsbau holen die Kissinger Wölfe vier von sechs möglichen Punkten gegen den ESC Geretsried.
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Hat sich nach seiner Verletzung aus der vergangenen Saison in den Kader der Wölfe zurückgemeldet und war gegen Geretsried unter den Kissinger Torschützen zu finden: Verteidiger Jona Schneider (links). Foto: Hopf
Hat sich nach seiner Verletzung aus der vergangenen Saison in den Kader der Wölfe zurückgemeldet und war gegen Geretsried unter den Kissinger Torschützen zu finden: Verteidiger Jona Schneider (links). Foto: Hopf

Das schaut auf einmal gar nicht mehr so schlecht aus bei den Kissinger Wölfen. Denn die legten nach dem ersten Saisonsieg in Schongau am Wochenende nach mit vier Punkten aus den zwei Spielen gegen Geretsried. Der 6:3-Erfolg am Freitag fand bekanntermaßen unter besonderen Vorzeichen statt, weil die Kurstädter ihr zweites Heimspiel der Saison in Lauterbach bestreiten mussten. Also im Hessischen. 90 Kilometer extra für Spieler und Fans der Wölfe - und etwa 460 Kilometer für die Oberbayern, die prompt im Stau standen, weshalb das erste Bully mit 45-minütiger Verspätung erst gegen 21.15 erfolgte. Noch etwas hüftsteif nach der langen Fahrt, wurden die Geretsrieder im ersten Drittel regelrecht an die Wand gespielt. Sehr zur Freude der knapp 100 Wölfe-Fans, die Tore von Semjon Bär (2.), Christian Masel (6.), Anton Seewald (7.), Kristaps Millers (10.) und Jan Jarabek (11.) bejubeln durften. Den ersten Treffer der Gäste im Mitteldrittel beantwortete Simon Eirenschmalz mit dem 6:1, ehe die Gäste mit zwei weiteren Toren die Niederlage in Grenzen hielten.

Revanche-Gelüste

Weitaus mehr gefordert wurden Mikhail Nemirovsky und Co. zwei Tage später in Mittenwald, wo die Riverrats aufgrund der Umbaumaßnahmen im heimischen Stadion ausweichen müssen. Dass die ESC-Cracks auf Revanche aus waren, wurde schnell klar, weil Wölfe-Goalie bereits nach 32 Sekunden erstmals überwunden war durch den Schlagschuss von Ondrej Horvath. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gäste erst Pech hatten beim Pfostenschuss von Anton Seewald, Sekunden später dann doch zum Ausgleich kamen, als Jona Schneider nach einem Pass von Christian Masel zur Stelle war (12.).

Im Mitteldrittel sahen die Fans wenig zwingende Chancen und daher nur einen Treffer, erzielt von Anton Zimmer nach Assist von Eugen Nold zur erstmaligen Bad Kissinger Führung. Wie so oft in dieser Saison, kassierten die Wölfe spät im Spiel entscheidende Gegentreffer. Sechs Minuten vor der Schlusssirene erzwang Geretsried die Verlängerung, als Daniel Merl die Scheibe im Kreuzeck versenkte. Dass die Gäste nicht gänzlich leer ausgingen, war Benni Dirksen zu verdanken mit seinem Monster-Save gegen Florian Strobl, auf der anderen Seite hatte Christian Masel in der Schlussminute gleich zwei Mal die Entscheidung auf dem Schläger.

Den Zusatzpunkt sicherten sich die Oberbayern, weil erneut Daniel Merl die Scheibe hinter Dirksen versenkt hatte. Ärgerlich für die Kissinger Wölfe, die kurz zuvor ein Überzahlspiel nicht hatten nutzen können. Das alles übrigens gerade mal vor 55 Zuschauern. Auf eine große Kulisse dürfen sich die Saalestädter dafür am Freitag einstellen mit dem Gastspiel bei Tabellenführer Waldkraiburg, Sonntag führt die Reise zum TEV Miesbach. Wann und wo das nächste Heimspiel stattfindet? Das wissen wohl nicht einmal die Kissinger Wölfe selbst.

Trainerentlassung in Schweinfurt

Derweil gibt es vom Nachbarn eine überraschende Personalie zu vermelden: Ungeachtet der vielen Vorschuss-Lorbeeren, haben sich die Mighty Dogs am Wochenende von ihrem Trainer Michael Dippold getrennt. Das schwache Abschneiden in dieser Saison erreichte am Freitag einen vorläufigen Tiefpunkt mit der 0:5-Pleite in Königsbrunn. Kurz vor dem Rückspiel am Sonntag erfuhr der ERV-Coach von seiner Demission. Der ewige Steffen Reiser soll es nun erst einmal richten, der zumindest einen guten Einstand hatte, weil der zweite Vergleich mit den Brunnenstädtern mit 5:1 an die Schweinfurter ging vor 540 Zuschauern im Icedome.

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