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FUSSBALL

Schiris filmen ab sofort Spiele mit

Das Videocoaching der Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen soll Schiris helfen, klarer in der Körpersprache und besser bei Entscheidungen zu werden.
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Künftig bei noch mehr Spielen in der Region dabei: das Videoteam der Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen, das Spielsituationen filmt, auswertet und  Schiedsrichtern zur Verfügung stellt. Start war im Kreispokal-Achtelfinale in Schondra.Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen
Künftig bei noch mehr Spielen in der Region dabei: das Videoteam der Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen, das Spielsituationen filmt, auswertet und Schiedsrichtern zur Verfügung stellt. Start war im Kreispokal-Achtelfinale in Schondra.Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen

Die Spieler und Offiziellen beider Teams staunten nicht schlecht, als Lehrwart Sebastian Wieber mit seinen Lehrteam-Mitgliedern Konstantin Schaab und Tobias Fritz zum Kreispokal-Achtelfinale zwischen DJK Schondra und SV Aura anrückte. Und zwar ausgerüstet mit Kamera und Stativ. Der Grund: das neue Projekt "Videocoaching" der Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen. Das könnte einiges verändern.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch Sebastian Wieber. Er hatte schon zwei Jahren den Einfall, Spiele junger Nachwuchsschiedsrichter per Video aufzuzeichnen und die Aufnahmen mit den Schiri zu analysieren und aufzuarbeiten. Wie das gemacht wird und was zu beachten ist, erfuhr er vor kurzem auf der Lehrwarteschulung des DFB. Das Projekt "Videocoaching" steht unter Wiebers Führung und des Lehrteams.

Es funktioniert so: Der junge Schiedsrichter wird im Vorfeld über das Videocoaching in der Ansetzung informiert. Vor dem Spiel wird eine kurze Absprache durchgeführt, in der dem Schiedsrichter der Ablauf des Videocoaching nähergebracht wird. Nach dem Spiel werden spielrelevante Szenen kurz angesprochen, wobei das Kabinengespräch knapp gehalten werden sollte. Das Videomaterial wird aufgearbeitet und relevante Szenen werden zugeschnitten. Anschließend erhält der Schiedsrichter das Videomaterial. Eine intensive Aufarbeitung erfolgt mit Sebastian Wieber oder durch Mitglieder des Lehrteams.

Mit dem Videocoaching wird die Nachwuchsbetreuung- und Förderung auf ein neues Level gehoben. Für junge förderwillige Schiedsrichter hat das Videocoaching, verglichen mit dem konventionellen Coaching ohne Videomaterial einen enormen Mehrwert. Das hat folgende Gründe: Zum einen kann dem Schiedsrichter aufgezeigt werden, in welchen Bereichen Verbesserungspotenzial besteht. Zum anderen kann der Schiedsrichter erkennen, wie seine Bewegungsabläufe und Entscheidungen auf dem Platz wirken, um diese künftig beizubehalten oder zu optimieren.

Auch für die Schiedsrichtergruppe bieten die gefilmten Szenen Vorteile. So kann das Material in verschiedene Themenblöcke unterteilt werden. In einem Lehrabend oder einer Förderveranstaltung können sie als Beispiele besprochen werden.

In den kommenden Wochen wird es weitere Einsätze des Videocoachings geben. "Wir sind mit dem Ablauf unseres Auftakts zufrieden, und sehen kommenden Spielen mit Freude und Zuversicht entgegen", sagte Wieber nach dem Spiel. Und auch die Spieler, die anfangs verdutzt schauten, nutzten nach dem Spiel die Chance, auf Videoszenen mit ganz besonders schönen Treffern zurückgreifen zu können. Ein jetzt schon voller Erfolg für Schiedsrichter und Spieler in Zeiten der Digitalisierung.



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