LKR Bad Kissingen

Rüdiger Klug bastelt an der nächsten Taktik

Zwischen den Ohren zählt es: Dem TSV Münnerstadt droht der Abstiegskampf, aber verrückt machen lassen sich die Lauerstädter nicht.
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Stabil bleiben müssen die Riedenberger (von links: Vincenz Schaab, Maximilian Spahn und Paul Konopka) am Sonntag beim Gastspiel in Euerfeld gegen Dettelbach.Sebastian Schmitt
Stabil bleiben müssen die Riedenberger (von links: Vincenz Schaab, Maximilian Spahn und Paul Konopka) am Sonntag beim Gastspiel in Euerfeld gegen Dettelbach.Sebastian Schmitt

FC 06 Bad Kissingen - DJK Altbessingen (Samstag, 16 Uhr) Einen tollen Start feierte Rüdiger Klug mit den Jungs vom FC 06 Bad Kissingen (8./27) bei seinem Trainer-Comeback in der Bezirksliga. Gleich mit 3:0 gewannen die 06er das Derby beim FC Thulba und möchten im Heimspiel gegen die DJK Altbessingen (11./22) genau da weiter machen, wo man bei den Frankonen aufhörte. "Es gibt jede Woche neue Herausforderungen, und jetzt stellen wir uns dieser gegen Altbessingen. Wichtig ist, dass wir auf dem Platz mit Spaß und Freude das umsetzen, was wir uns im Training erarbeiten", sieht Klug trotz des überraschend deutlichen Sieges immer Luft nach oben. Klug: "Nicht alles, was wir in Thulba gemacht haben, war gut. In der ersten Hälfte sind uns noch mehrere Stockfehler unterlaufen. Nach der Pause hat es dann bei uns umso besser geklappt. Das Pressing funktioniert sehr gut." Jetzt geht es gegen den Aufsteiger, der sich durch das 5:0 über Schlusslicht Dettelbach und Ortsteile wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschaffte. Allerdings haben die Mannen von Trainer Michael Fery nur zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, bei einem mehr ausgetragenen Spiel. Beim Kantersieg über den Tabellenletzten sorgte Johannes Herold in der zweiten Hälfte für einen lupenreinen Hattrick. Die weiteren Treffer markierten Sturmführer Kai Herold und Spielgestalter Mario Full. Dass die Aufgabe gegen den Aufsteiger, der das Hinspiel mit 1:0 für sich entschied, durchaus eine knifflige sein kann, dessen ist sich Bad Kissingens Coach bewusst: "Wir müssen uns zielgerichtet einbringen und hochkonzentriert sein. Auf unserem A-Platz sind durch die Größe des Rasenvierecks die Laufwege länger." In Sachen Kader wollte sich Klug noch nicht in die Karten schauen lassen. Einzig der Ausfall von Ruslan Zhyvka ist definitiv. TSV Gochsheim - FC Thulba (Sonntag, 15 Uhr) Nach der 0:3-Heimpleite gegen den FC 06 Bad Kissingen möchte der FC Thulba (5./32) den Kontakt zu den Top-Vier in der Tabelle nicht weiter abreißen lassen und hat beim TSV Gochsheim (4./37) gleich Gelegenheit, den Abstand in einem direkten Duell wieder zu verkürzen. Klar ist aber auch, dass dies kein einfaches Unterfangen sein wird, da sich der Vorjahreszweite in guter Verfassung präsentiert, wie FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz bestätigt: "Sie sind im gleichen Flow wie in der Rückrunde der vergangenen Saison. Deshalb sind sie für mich auch heißester Anwärter auf Platz zwei." Zweimal traten die Gochsheimer um ihr Trainer-Duo Dominik Ruh/Stefan Riegler nach der Winterpause an und gewannen dabei in Wiesentheid und in Dampfach jeweils mit 2:1. Beim Sieg in Dampfach unterstrich Stürmer Daniel Meusel per Doppelpack seine Torgefährlichkeit. Den ersten Treffer erzielte er dabei mit einem Monster-Freistoß. Leer gingen dagegen Thulbas Frankonen im Derby gegen Bad Kissingen aus, obwohl man das Spielgeschehen lange Zeit eigentlich im Griff hatte. Kleinhenz: "Wir hatten leichte Feldvorteile und ein kleines Chancenplus. Dann hat Christian Laus mit seinem linken Huf das Spiel für die Bad Kissinger in die Bahnen gelenkt und wir kriegen sofort das 0:2. Was danach war, war seitens der Gäste clever und abgezockt und von uns vogelwild." Das soll in Gochsheim möglichst nicht passieren. Dort konnte man in der vergangenen Saison einen Dreier (3:2) einfahren und Victor Kleinhenz will auch diesmal trotz des 0:3 aus dem Hinspiel und der guten Gochsheimer Verfassung nicht leer ausgehen. Personell sind bei den Frankonen fast alle Mann an Bord. Dettelbach u.O. - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr in Euerfeld) Das Heimspiel des SV Riedenberg (15./18) gegen Forst lief von Beginn an einfach nicht so, wie es sich die Grün-Weißen gewünscht hatten. Zwei schnelle Gegentore brachten das Team von Trainer Thorsten Seufert schnell ins Hintertreffen, und so wurde es am Ende nichts mit dem erhofften Punktgewinn, der im Kellerduell bei Schlusslicht Dettelbach und Ortsteile (16./12) zwingend dreifach folgen soll. "Wir haben in den drei Spielen nach der Winterpause vier Zähler geholt. Das ist eine realistische Ausbeute, auch wenn ich gerne drei mehr gehabt hätte. Die sind diesmal fest eingeplant, um den Klassenerhalt realisieren zu können." Seufert erwartet dort einen harten Fight, denn mit einer weiteren Niederlage könnte die gastgebende Elf um Trainer Thomas Freund schon für die Kreisliga planen. Für Dettelbach setzte es zuletzt eine herbe 0:5-Klatsche bei Abstiegskonkurrent Altbessingen. Auch zuvor in Dampfach klingelte es sechsmal im eigenen Kasten. Seufert: "Ich glaube nicht, dass der Gegner vor Selbstbewusstsein strotzt. Das müssen wir ausnutzen." Beim Spiel gegen Forst waren für Seufert die beiden Elfmeter-Gegentore zu Beginn eine zu hohe Hypothek. "Wir haben es zwar probiert, aber Forst war zu clever und zu routiniert. Positiv war, dass wir nie aufgesteckt haben, aber das sollte in unserer Situation normal sein." In Dettelbach kann Seufert wieder auf den zuletzt Handball spielenden Nick Schumm zurückgreifen, während der Einsatz von Vincent Schaab wegen bevorstehenden Abiturs fraglich ist. Seufert: "Derzeit gibt es von uns keine Beschwerden, was das Personal angeht. Wir sind gut aufgestellt." TSV Forst - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr) Auch beim TSV Münnerstadt (10./22) genießt der Klassenerhalt oberste Priorität. Natürlich, denn der Vorsprung auf den Relegationsrang 13 beträgt gerade einmal zwei Punkte. Auf diesem steht der TSV/DJK Wiesentheid, der sich in dieser Woche von seinem Trainer Thomas Latteier trennte. Co-Trainer Ralf Habl und Spielführer Christian Enzbrenner betreuen die Mannschaft bis Saisonende, allerdings mit Unterstützung vom Hassan Rmeithi vom FC Geesdorf, der bekanntlich für die neue Saison verpflichtet wurde. Nach der 0:3-Niederlage gegen Tabellenführer Schweinfurt wird es für die Lauerstädter nicht einfacher mit dem Gastspiel beim TSV Forst (3./38), der mit dem Sieg in Riedenberg jetzt punktgleich mit Oberschwarzach auf dem Relegationsrang steht. "Wir haben zuletzt gegen die Top-Teams der Liga gespielt, gegen Gochsheim ein gutes Spiel gezeigt und verloren, aber gegen Oberschwarzach gepunktet. Und hätten gegen die Turner auch in Führung gehen können", pocht TSV-Coach Klaus Keller auf die Stärken seiner Elf. Und will sich trotz der Drohkulisse des Abstiegskampfes nicht kirre machen lassen. "Klar haben wir eine junge Mannschaft. Aber Mentalität und Einstellung, das passt alles. Dass seine Truppe, wie gefordert, für jeden Kontrahenten ein unbequemer Gegner ist, das gefällt den Trainer. "Da kommen Spiele auf uns zu, die Relegations-Charakter haben. Das ist doch für die Spieler eine tolle Herausforderung. Wir stehen für sauberen und fairen Sport. Aber ein gewisses Maß an Körperlichkeit gehört dazu und kann man auch trainieren. Dass man zum Beispiel mit Tempo in den Zweikampf geht und nicht in die Spekulationsrunde. Erfolg passiert bekanntlich auch zwischen den Ohren."

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