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Fußball Kreisliga Rhön

Riedenberger Dusel gegen die Teutonen

Ein unglücklicher Saisonstart für die Aufsteiger SG Oerlenbach/Ebenhausen und FC Rottershausen. Dem SV Ramsthal genügt ein Tor zu drei Punkten.
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Duell auf Augenhöhe; Reichenbachs Patrick Hergenröther (links) und der Riedenberger Kevin Lormehs. Foto: ssp
Duell auf Augenhöhe; Reichenbachs Patrick Hergenröther (links) und der Riedenberger Kevin Lormehs. Foto: ssp

SV Riedenberg - FC Reichenbach 1:1 (0:1). Tore: 0:1 Jan Back (27.), 1:1 Kevin Lormehs (90.+2).

Nach ihrer unfreiwilligen Rückkehr in die Kreisliga bekamen die Schützlinge von Michael Leiber zum Saisonauftakt gleich einen Vorgeschmack, auf was sie sich in dieser Runde einrichten müssen. Die Teutonen zeigten durch aggressives Forechecking, intensive Zweikampfführung und schnelles Umschaltspiel ihre gewachsenen Qualitäten auf und waren nach dem Abpfiff ziemlich unglücklich. Der Gegentreffer in der Nachspielzeit belohnte ihren Auftritt nicht. "Wir wurden mit dem Punkt nicht für unser heutiges Spiel, sondern für die Plackerei der letzten sechs Wochen belohnt", so SV-Trainer Michael Leiber ins selbe Horn blasend. Dessen Mannen kamen mangels uninspirierten Kombinationsspiels selten vor den gegnerischen Sechzehner und hatten Glück, dass ihr Keeper Florian Dorn einen gefährlichen Volleyschuss von Johannes Katzenberger aus dem langen Eck zerrte (13.). Nach einer halben Stunde wunderte sich keiner der 120 Zuschauer, dass die Kugel dann doch im SV-Netz lag. Nach einem Alleingang auf der linken Seite ließ Katzenberger mit einer Körpertäuschung zwei gegnerische Verteidiger ins Leere laufen, seine gefühlvolle Flanke erreichte den am langen Eck einlaufenden Jan Back, der unhaltbar einnickte. Sechs Minuten später tanzte Felix Nöth den stärksten Riedenberger Akteur, Thomas Vorndran, aus, zirkelte freistehend das Leder aber genau auf den Goalie. Kurz vor der Pause die erste und einzige Gelegenheit der Gastgeber, als der früh eingewechselte Patrick Barthelmes am langen Eck vorbeischlenzte. Gleich nach der Pause verpasste Coach Marcel Klug bei einem Schuss ans Außennetz das 0:2, der auch nicht Christian Kühnlein bei seinem Schuss an den Pfosten gelingen wollte. Die Hausherren machten jetzt zwar optisch Druck, verhedderten sich in der vielbeinigen und stellungssicheren Gäste-Deckung, die sich dann aber doch noch überlisten ließ. Nach einer weiten Flanke von Vorndran lief der eingewechselte Kevin Lormehs am langen Eck ein und köpfte das Leder am erstaunlich wenig geprüften Torhüter Eric Reß vorbei ein. "Mit dem Punkt bin ich zufrieden, auch wenn es ärgerlich ist, dass der Gegentreffer so spät fiel, aber die Leistung war ansonsten tadellos", lautete das Fazit von FC-Trainer Marcel Klug.sbp

SG Oerlenbach/Ebenhausen - SG Burgwallbach/Bad Neustadt 2:3 (1:1). Tore: 1:0 Sandro Cazzella (17.), 1:1 Benedikt Floth (29.), 2:1 Dominik Röhner (50.), 2:2 Benedikt Floth (67., Foulelfmeter), 2:3 Niklas Schrenk (82.). Gelb-Rot: Alexander Müller (88., SGOE), Peda Martinovic (90.+3, Burgwallbach). Ein bitterer Nachmittag für den Aufsteiger, denn der führte gegen ein Schwergewicht der Kreisliga gleich zweimal, stand aber letztlich mit leeren Händen da. Kleinigkeiten sollten das Pendel zu Gunsten des Pokal-Kreissiegers ausfallen lassen. Vielleicht war es ja die Vorfreude auf das große Pokallos - FC Ingolstadt heißt schließlich der Gegner in der ersten Hauptrunde auf Landesebene - welche die Gäste immer wieder zurück in die Spur brachte. "Wirklich schade, ein Unentschieden hätten wir uns verdient, auch wenn wir es in der zweiten Halbzeit besser hätten spielen können. Ärgerlich halt, dass den beiden letzten Treffern der Gäste jeweils eine Abseits-Stellung voraus ging. Dazu mussten wir im Spel einige Male verletzungsbedingt wechseln", sagte SG-Spielertrainer Thorsten Büttner, dessen Elf in Führung gegangen war durch Sandro Cazzella nach Balleroberung von Nico Limpert und dem Zuspiel von Joachim Hofmann. Auch den Ausgleich durch den 30-Meter-Hammer von Benedikt Floth steckten die Gastgeber weg, die erneut vorlegten durch den direkt verwandelten Freistoß aus 30 Metern von Dominik Röhner nach Foul an Frank Schmitt. Der Gast aus dem Nachbar-Landkreis schlug zurück mit dem Strafstoßtor von Benedikt Floth, ehe Niklas Schrenk im Anschluss an eine Ecke per Kopfball-Bogenlampe zum Endstand traf.js

TSV Großbardorf II - FC Rotterhausen 3:2 (1:2). Tore: 1:0 Manuel Leicht (7..), 1:1 Johannes Kanz (15.), 1:2 Fabio Erhard (28.), 2:2 Leon Brand (58.), 3:2 Manuel Leicht (77.).

Einen Aufsteiger zum Einstieg in die Saison als Gegner zu bekommen, bedeutet für arrivierte Mannschaften der jeweiligen Liga stets, erst einmal mit der Euphorie des Gegners zurecht kommen zu müssen. Aber genau dem wollte die Großbardorfer Zweite von Beginn an entgegen wirken und ging auch fast planmäßig bereits in der 7. Minute in Führung. Ausgerechnet Johannes Kanz, der jahrelang in den Jugendmannschaften der Gallier ausgebildet worden war, dann drei Jahre lang in Münnerstadt spielte, zurück kam und zwei Jahre Bayernliga spielte und nun aus beruflichen Gründen hinüber nach Rottershausen wechselte, sorgte für den Ausgleich, ehe der Newcomer durch Fabio Erhard sogar in Führung ging. Der aus der A-Jugend gekommene Leon Brand sorgte nach dem Wechsel für den Ausgleich. Und der Routinier im TSV-Team, Manuel Leicht, sorgte bei der Bayernliga-Reserve schließlich für allgemeine Erleichterung mit dem 3:2. "Rottershausen war ein sehr, sehr starker Aufsteiger", lobte Nico Kirchner den Neuling und erklärte: "In der ersten Halbzeit gab es noch ein Gleichgewicht an ausgelassenen Chancen, je zwei auf beiden Seiten. In der zweiten hätte Rottershausen durchaus auch das 1:3 machen können. Wir haben gedrückt und gedrückt, brachten aber nichts rein. Und die Gäste waren bei Gegenstößen immer gefährlich."rus

Spfr. Herbstadt - SV Ramsthal 0:1 (0:0). Tor: Christoph Schießer (71.).

"Das war der erhofft gute Saisonstart gegen einen für uns weitgehend unbekannten Gegner", sagte ein erleichterter SV-Trainer Tim Herterich. Die ohne ihre Offensivkräfte Sascha Ott und Steven Klitzing angetretenen Gäste sorgten früh für einen Paukenschlag, als Timo Kaiser einen 30-Meter-Freistoß an den Pfosten setzte. Fünf Minuten später scheiterte auf der anderen Seite Lukas Krieger am ansonsten kaum geforderten SV-Keeper Christian Hänelt. Die Herterich-Elf, bei der Björn Morper als Abwehrchef fungierte und dessen angestammte Position im Mittelfeld Neuzugang Harald Bayer übernahm, erarbeitete sich danach ein Übergewicht mit Chancen für Fabian Willacker, Christoph Schießer und Marcel Schmitt, der Herbstadts Goalie Thomas Kneuer zu einer Glanzparade zwang. Nach einer Stunde hätten die Grabfelder durch Lukas Krieger, der überhastet verzog, in Führung gehen können. Stattdessen wurde auf der anderen Seite gejubelt: Nach einer flüssig vorgetragenen Kombination über Timo Kaiser und Marcel Schmitt war es Christoph Schießer, der das Leder unhaltbar unter die Latte platzierte. Eine Ausgleichschance für Herbstadt ergab sich kurz darauf bei einem Kopfball von Dominik Firnschild. Die Entscheidung verpassten die SVler in der 86. Minute, als Christoph Schießer nach der Vorarbeit von Willi Voss die Kugel nicht an Kneuer vorbeibrachte.sbp

SG Urspringen-Sondheim - TSV Rannungen 0:0.

Ein Blick auf die Statistik sagt viel über das Geschehen dieser Begegnung aus, die vor wenigen Monaten zu einer "Schlacht" mit Platzverweisen und mittelschweren Verletzungen ausgeartet war und einem 2:1-Erfolg der Gäste endete. Und diesmal? Keine gelbe Karte und vor allem kein Tor wurden von einer Partie gemeldet, "die aus unserer Sicht weder Fisch noch Fleisch war", so Rannungens Coach Klaus Seufert. Dieser musste während der Woche einige Hiobsbotschaften hinnehmen, fielen doch kurzfristig Keeper Benno Hobelsberger (Knie), Alexander Müller (Blinddarm-OP), Christian Keller, Fabian Erhard, Michael Röder und Kapitän Andreas Berninger aus. Gerade das Fehlen der Offensivkräfte tat den "Gückern" weh. Chancen ergaben sich nur bei Standards, ein Latten-Freistoß des TSVlers Marcello Weigand (37.) sowie ein Standard von Alexander Wiederkehr (62.) für die Heimelf sorgten für die wenigen Höhepunkte. "Mit dem einen Punkt müssen wir halt zufrieden sein", so Klaus Seufert, der das knochentrockene Geläuf mitverantwortlich machte für die unansehnliche Nullnummer. Auf Seiten der Platzherren hatte man das angestrebte Ziel, gegen einen Meisterschaftsfavoriten nicht zu verlieren, erreicht.sbp

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