LKR Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

Riedenberg will im Abstiegskampf nachlegen

Spieler und Trainer des FC 06 freuen sich, dass für sie die Rückrunde mit dem Landkreis-Derby gegen Thulba endlich losgeht.
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Umkämpft wird das Landkreis-Derby zwischen Bad Kissingen und dem FC Thulba sicher werden. Die 06er - im Bild Andrei Puscas (links) - starten erst in die Rückrunden, während die FCler mit Manuel Hänelt nach der Winterpause schon gespielt haben.Hopf
Umkämpft wird das Landkreis-Derby zwischen Bad Kissingen und dem FC Thulba sicher werden. Die 06er - im Bild Andrei Puscas (links) - starten erst in die Rückrunden, während die FCler mit Manuel Hänelt nach der Winterpause schon gespielt haben.Hopf

FC Thulba - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr) Aufgrund der witterungsbedingten Zwangspause mit der Spielabsage der Partie in Dettelbach war beim FC Thulba (5./32) eine Aufarbeitung der beiden Partien in Altbessingen (2:0) und gegen Riedenberg (0:0) angesagt - und zwar mit Blick auf das Kreis-Derby gegen den FC 06 Bad Kissingen (9./24). "Ich hoffe wir haben daraus die richtigen Schlüsse gezogen und setzen sie jetzt im Derby um", sagt FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz. "Wir haben intensiv trainiert, bei guten Bedingungen und hoher Beteiligung - so muss das sein. Ich erwarte gegen Bad Kissingen ein sehr hartumkämpftes Spiel. Für den Gegner ist es das erste Spiel nach der Winterpause. Sie werden konzentriert und fokussiert sein." Überhaupt hat Kleinhenz eine hohe Meinung vom Kontrahenten, der den Frankonen im Hinspiel den Schneid abkaufte und die Zähler mitnahm. Am Ende hieß es im Bad Kissinger Sportpark 2:0 durch Tore von Luis Hüfner und Fuaad Kheder. Kleinhenz: "Sie spielen sehr unbequem und haben alle Facetten des Fußballs in petto. Gegen uns waren sie defensiv meist sehr stabil und haben in der Offensive einfach viele unterschiedliche Spielertypen, die für Torgefahr sorgen können." Von seiner Elf fordert der Coach mehr Zielstrebigkeit in der Offensive, während man defensiv den Gegner vom eigenen Kasten fernhalten will. Kleinhenz kann personell aus dem Vollen schöpfen.

Auf den Startschuss nach der Winterpause warten die Jungs des FC 06 Bad Kissingen noch. "Wir waren schon letzte Woche guter Dinge, mussten aber kurzfristig dem schlechten Wetter Tribut zollen", sagt Rüdiger Klug. Als Alternativprogramm stand vergangenes Wochenende ein Mannschaftsbesuch in der KissSalis-Therme an. Klug: "Für die Mannschaft ist das Spiel in Thulba eine Herausforderung, weil Thulba mit Vicky Kleinhenz eine gute Runde spielt, gute Qualität in der Truppe hat und ein starkes Umschaltspiel pflegt. Für mich persönlich ist es schön, weil ich von zuhause aus nur knapp drei Kilometer nach Thulba habe. Zudem kenne ich Vicky ganz gut; wir tauschen uns öfter mal aus und Thulba ist in der Region schon immer eine Marke für guten Fußball." Chancen sieht Klug für sein Team dennoch: "Ich bin zufrieden mit der Truppe, die wir haben werden. Wir haben selbst auch unsere Qualität und können dagegenhalten. Entscheidend wird sein, wer weniger Fehler macht."

TSV Münnerstadt - FT Schweinfurt (Sonntag, 15 Uhr) Ein Wiedersehen mit Ex-Coach Adrian Gahn feiert der TSV Münnerstadt (10./22), der auf Tabellenführer FT Schweinfurt (1./45) trifft. Anders als bei der 0:5-Pleite im Hinspiel möchte die Truppe von Klaus Keller keine Geschenke verteilen. "Das wollen wir diesmal besser machen, was im Prinzip nicht schwerfallen dürfte, da wir in Schweinfurt am unteren Level agiert haben. Wir haben uns nicht gewehrt und nicht gegengehalten." Hoffnung machen Keller die Leistungen seiner Jungs seit Herbst, wo sichtlich ein Schritt nach vorne getätigt wurde. Keller: "Die Jungs entwickeln sich und es macht Spaß dies so zu sehen. Bestes Beispiel ist das Spiel gegen Oberschwarzach, wo eigentlich alles gegen uns lief. Dem haben wir getrotzt und Charakter gezeigt. Klar müssen wir uns gegen die Turner mit ihrem starken Kader strecken. Aber wir sind unbequemer geworden, haben mittlerweile eine andere Mentalität. Und die soll die Truppe zeigen; dass ist mir wichtiger als das nackte Ergebnis, auch wenn wir Punkte brauchen. Wenn wir bereit sind, zwei, drei Schritte mehr zu machen, rechne ich mir durchaus etwas aus." Personell kann Münnerstadts Coach aus dem Vollen schöpfen. Keller schmunzelnd: "Ich habe seit langem wieder mal die Qual der Wahl. Das muss ich mir rot im Kalender anstreichen." Auf angriffslustige Mürschter stellt sich auch Schweinfurts Coach Adrian Gahn ein: "Bei ihnen kommt sicher ein Gefühl der Wiedergutmachung auf. Man verliert nicht gerne 0:5. Aber im Hinspiel waren sie personell geschwächt." Dass seine "Turner" punktetechnisch mit zwei Unentschieden etwas holpriger aus der Pause kam, stört Gahn weniger: "Der Abstand zu den Verfolgern ist noch der gleiche und Oberschwarzach sowie Krum haben das gegen uns toll gemacht." Ansonsten ist die Freude bei Gahn auf das Spiel groß. "Ich habe ganz viele schöne Erinnerungen an diese erfolgreiche Zeit. Vor allem aber Spieler wie Johannes und Matze Mock, Andi Kraus, Adrian Mataj und Fabian Reith, alles Spieler mit Mürschter beziehungsweise Landkreis-Vergangenheit, fiebern dem Match entgegen.

SV Riedenberg - TSV Forst (Sonntag, 15 Uhr) Der SV Riedenberg (15./18) hat durch einen knappen 2:1-Erfolg über Altbessingen den Anschluss an die Nichtabstiegsränge geschafft. Jetzt gilt es für die Truppe von Trainer Thorsten Seufert dranzubleiben. Gast ist mit dem TSV Forst (3./35) der Tabellendritte, ehe eine Woche später die Reise zum Schlusslicht Dettelbach führt. "Im Prinzip brauchen wir aus diesen beiden Spielen vier Punkte", rechnet Seufert vor. In den zwei Spielen zuvor in Thulba (0:0) und gegen Altbessingen (2:1) gelang dies, auch wenn es Schwerstarbeit war. Ein vielleicht noch härterer Brocken steht den Grün-Weißen mit den ambitionierten Forstern ins Haus. Seufert: "Leichter wird es garantiert nicht. Forst ist eine Spitzenmannschaft, für die bei uns nur ein Sieg zählt. Sie haben unglaubliche Qualität in ihrer Mannschaft. Einige Spieler haben höherklassige Erfahrung, allen voran Spielertrainer Florian Hetzel, der nicht umsonst Kapitän beim FC 05 Schweinfurt war." Thorsten Seufert setzt auch gegen den favorisierten Dritten auf Stabilität. "Wir haben in den beiden Spielen zuletzt ein Gegentor bekommen. Mehr darf es nicht werden. Im Idealfall muss die Null stehen." Mit Nick Schumm (spielt Handball in Bad Brückenau) und Vincent Schaab (Sport-Abitur) fehlen den Sinntalern zwei wichtige Defensivstützen, die wohl von den Youngsters Jonas Wolf und Niklas Kessler ersetzt werden. Auch Christoph Dorn steht bereit.

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